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Das es nicht nur Bands im Stile wie SEPULTURA in Brasilien gibt, bewiesen uns ANGRA vor anderthalb Jahren mit ihrem vielbeachteten Debut ´Angels Cry´. Nun haben sie endlich ihren Nachfolger
´Holy Land´ auf die Menschheit losgelassen. Eigentlich sollte das Album ja schon im letzten Jahr veröffentlicht werden. Aber warum dies nicht geschah und auch noch einiges Andere mehr, konnte ich von Sänger Andre Matos
und Gitarrero Kiko Loureiro in Erfahrung bringen.
Das jetzige Album sollte ja schon, wie erwähnt im Oktober letzten Jahres veröffentlicht werden. Wodurch kam denn die Verzögerung zustande? Andre:
Ich hatte während der Recordings Probleme mit meiner Stimme gehabt und so mußten wir erst mal alles stoppen. Ich unterzog mich denn diverser Untersuchungen und vor allem Therapien. Dies alles dauerte ca. 6 Wochen. Als wir dann zurück ins Studio wollten, war dieses leider besetzt.
Kiko:
Wir wollten aber unbedingt im Vox-Studio aufnehmen und so verzögerte sich das Ganze noch einmal. Das Gute daran war aber, daß wir Zeit hatten, das Material, welches schon recordet wurde, noch einmal zu überarbeiten.
Ihr habt noch neue Songs geschrieben? Kiko: Nein, wir haben einfach nur an den Arrangements gearbeitet
Ihr habt ja auch auf ´Holy Land´ mit den unterschiedlichsten, vor allem ungewöhnlichsten
Instrumenten gearbeitet. Wer hatte denn die Idee dazu? Kiko:
Es ist sehr natürlich für uns gewesen, mit der Percussion zu arbeiten, die wir in der brasilianischen Folklore zur Verfügung haben. Wir wollten auch den Groove, dieser in Brasilien sehr geläufigen Instrumente, mit unserer Musik zu verknüpfen.
Andre: Diese Instrumente sind auch von speziellen Musikern aus Brasilien gespielt worden. Deswegen kommen sie auch noch viel intensiver rüber.
Ich finde auch, daß das neue Material viel mehr von der klassischen Musik beeinflußt wurde. Andre:
Ja, aber in einem ganz anderen Weg. Bei ´Angels Cry´ wurden klassische Parts mit in das Songwriting eingebaut. Bei ´Holy Land´ stand aber erst die klassische Seite und dann kamen erst die Metaleinflüsse dazu. Wir sind auch sehr zufrieden mit dem Ergebnis, denn das Album ist genauso ausgefallen, wie wir es haben wollten.
Nachdem ich mir vor diesem Interview nur 5 Tracks anhören konnte, hatte ich das Gefühl, daß es sich um ein Konzeptalbum handelt. Kiko:
Das ist teilweise richtig, aber nicht hundertprozentig. Wir sehen es so, daß jeder Song, wie in einem Buch als Kapitel dasteht.
Wovon handeln denn die Songs? Andre:
Im Wesentlichen behandeln die Songs auf ´Holy Land´ die brasilianische Kultur und Tradition. Dies bezüglich aus der Vergangenheit und der Gegenwart. Wir finden auch, daß das ganze Flair von Brasilien sehr mystisch ist und das haben wir dann auch versucht mit Musik umzusetzen.
Was der Band sehr gut gelungen ist, denn ´Holy Land´ ist ein Album, welches man regelrecht entdecken muß. Bei jedem Anlauf fallen einem immer mehr phantastische Passagen auf. Story: Gisela |