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Die österreischische Band BALLYHOO versteht es harte Gitarren sehr gefühlvoll mit Melodien umzusetzen. Dies stellten sie, im November und Dezember letzten Jahres sehr gekonnt, bei einer
Clubtour unter Beweis. Es ist aber jetzt nicht so, daß BALLYHOO Newcomer sind, denn es gibt diese Band mittlerweile schon seit 1990. Roland Vogl (guitar + vocals), Markus Gartner (guitar), Stefan Vischer (bass) und Flo
Kraemmer (drums + vocals) hatten mir aber im Zusammenhang mit der Band noch einiges andere zu erzählen.
Die Mitglieder von BALLYHOO haben vor der Gründung der Band alle in anderen Bands gespielt und 1990 fand
dann endlich der Zusammenschluß statt. Der Name der Band ist ja sehr außergewöhnlich. Wie kamt Ihr denn gerade auf diesen Namen? Markus:
Der Name war eigentlich Rolands Idee. Er suchte damals die richtige Übersetzung für das deutsche Wort Marktschreier. So fand er denn schließlich das Wort BALLYHOO. Es klingt ja auch wirklich sehr gut. Dieses Wort hat aber jetzt für unsere Musik eigentlich keien Bedeutung.
Es ist aber sehr einprägsam. Markus: Das finden wir auch. Es sieht auch sehr gut als Schriftzug aus. Kurz nach der Veröffentlichung ihres Erstlingswerks ´She´ bekam die Band die Chance bei einem
deutschen Independent-Label eine Produktion zu machen.
Wie kam es denn dazu? Markus:
Wir haben damals sehr viele Demos aufgenommen und diese auch verschickt. Aber es gab eigentlich überhaupt keine Reaktionen darauf. Wir waren damals schon fast soweit, daß wir selber wieder ein Album finanzieren wollten. Aber durch einen Bekannten, der dieses Demo einem deutschen Indie-Label gab, bekamen wir die Möglichkeit für dieses Label das Album einzuspielen.
Ihr hattet ja auch mit diesem Album sehr gute Resonanzen gehabt? Roland:
Vor allem mit dem Video, welches wir für dieses Album drehten, hatten wir sehr viel Erfolg, denn es wurde sehr oft auf MTV gesendet und war eines der Lieblingsvideos von Moderator Paul King.
Es gab aber auch
noch andere Auszeichnungen für dieses Album, wie z.B. ´Album der Woche´ beim WDR, ´Album des Jahres´ vom Chelsea Chronicle und ´Newcomer des Jahres´ beim ORF. Mit dem neuen und aktuellen Album ´Turmoil´ sind BALLYHOO
nun bei einem Majorlabel. Was wollt Ihr denn mit diesem Albumtitel, der ja soviel wie Aufruhr bedeutet, ausdrücken? Roland:
Wir haben uns eigentlich daß es von der Bedeutung her sehr gut zum Namen BALLYHOO paßt. Genauso heben wir sehr viel Wert darauf gelegt, daß das Cover sehr gut dazu paßt.
Das ist ja auch sehr ausgefallen.
Stefan:
Die Idee von uns war eigentlich die, daß wir ein Gemälde, welches jetzt auch die Bühne ziert als Cover-Artwork haben wollten. Das Gemälde ist von einem Bekannten von uns angefertigt worden und ist im Ganze 15 x 3 Meter groß. Es soll eine Art wild gewordene Natur darstellen, die uns einfach über den Kopf wächst..
Die Texte auf ´Turmoil´ sind ja auch etwas ironisch gemeint, man nehme nur den Song ´Forbidden Flowers´. Roland:
Der Text dieses Liedes wurde von mir auf einen Nenner gebracht, denn jeder hat ein persönliches Weltbild, welches ja in den meisten Fällen nicht allzu gut ausfällt. Aber trotz allem, gibt es Bilder von Türmen, auf deren auf den Spitzen immer wieder Blumen wachsen, die uns immer wieder Hoffnung geben.
Was auch sehr beachtlich ist, ist die Tatsache, daß fast die ganzen Gesangparts von Drummer Flo übernommen werden. Ist die nicht schwierig für Dich? Flo:
Eigentlich nicht, denn ich habe in meiner Anfangszeit zuerst in einer Band gesungen und habe erst hinterher mit dem Schlagzeugspielen angefangen. Von daher war es etwas leichter für mich gewesen und es macht mir im Grunde überhaupt keine Probleme dies miteinander zu verbinden.
Jetzt habt Ihr ja eine große Tour, die über fast 2 Monate ging hinter Euch. Was liegt denn jetzt im nächsten Jahr für Euch an? Markus:
Geplant ist eigentlich, daß wir im Februar als Support-Band eines größeren Acts noch einmal nach Deutschland zurückkehren werden. Dann liegen mit Sicherheit noch einige Dates in Österreich an. Wir brauchen einfach die Live-Promotion.
Es ist auch sehr wichtig, daß eine Band ihr Material live vorträgt, denn eine Live-Show ist und bleibt die beste Werbung für eine Band. Story: Gisela |