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BIRTH CONTROL 1994

Die deutsche Band BIRTH CONTROL, die auf eine ganze Reihe von guten Releases zurückblicken in den 70er Jahren kann, schickt sich an, unsere Städte und deren Konzerthallen unsicher zu machen. Das sie das immer noch können und vor allem, daß sie das Feeling dafür noch haben (dieses sogar mehr denn je), konnte ich schon zweimal begutachten. Die Leistung der Band hat mich glatt vom Hocker gerissen. Am Gründonnerstag spielte BIRTH CONTROL, mit der Hagener Band 58 BUCKS im Vorprogramm, im Arnsberger CULT, wo dann auch richtig die Party abging. Nach dem Set kopnnte ich dann endlich meine Fragen an Horst Stachelhaus, Bassist bei BIRTH CONTROL loswerden.

Um BIRTH CONTROL war es ja lange Zeit sehr ruhig gewesen. Warum habt Ihr Euch denn jatzt dazu entschlossen wieder etwas zusammen auf die Beine zu stellen?
- Es war nicht so, daß wir gesagt haben: ´Die 70er Jahre sind angesagt. Laß uns mal was machen!´ Nein, ich war in den letzten 3 Jahren sehr viel mit Randy Hansen und dem ´Tribute To Jimi Hendrix-Projekt´ unterwegs und die Leute fragten dann immer: ´Was ist eigentlich los mit BIRTH CONTROL?´ Ja und unser Song ´Gamma Ray´ lief auch nach wie vor noch. Nossy und ich unterhielten uns denn darüber und er meinte, daß wir das Ding durchziehen sollten, vorausgesetzt wir finden gute Musiker, die zu uns passen.

Euer Drummer Nossy ist also als einziges Gründungsmitglied noch mit von der Partie?
- Ja, ich bin ja erst 1977 zu BIRTH CONTROL gekommen und habe die letzten 4 Alben mit eingespielt. Ja, dann habe ich Nossy unseren Gitarristen Rocco (Musiker der frühen Klaus Lage-Band) vorgeschlagen und er war auch sofort damit einverstanden. Aber jetzt mußte das Keyboard noch besetzt werden. Wir wollten erst einen Keyboarder haben, der in unserem Alter ist. Aber die haben uns alle vom spielerischem nicht zugesagt. Ja und so haben wir uns dann für unseren 21jährigen Xaver entschieden. Er spielt die Songs in der Tradition von EMERSON, LAKE & PALMER.

Die Besetzung ist wirklich super. Rocco und Xaver verleihen den Songs von BIRTH CONTROL das gewisse Etwas. Aber wie sieht es jetzt mit den Songs aus. Wollt Ihr jetzt erst nur altes Material spielen oder habt Ihr schon neues in der Rückhand?
- Nein, wir wollen, da wir auf 13 Alben mit über 100 Songs zurückblicken können, erst einmal altes Material bringen. Für viele, vor allem für die jüngeren Zuschauer, sind die Songs sowieso neu und es wäre doch schade, wegen dieser Vielfalt an Songs, wieder neue zu schreiben. Wir haben in Bezug auf neue Songs überhaupt keine Zeitnot.

Man kann auch bei den Konzerten von BIRTH CONTROL sehen, daß im großen und ganzen die jungen Kids voll auf den Sound abfahren.
- Richtig, wir machen zwar Musik die in den 70er Jahren im Kopf geboren wurde, aber wir präsentieren sie jetzt mit dem Handwerk der 90er und das klingt wesentlich perfekter wie früher.

BIRTH CONTROL werden wohl demnächst des öfteren auftreten und ich kann nur jedem empfehlen sich einen Gig der Band anzusehen. Aber was liegt denn jetzt überhaupt in der nächsten Zeit an bei Euch?
- Auf jeden Fall, werden wir in der nächsten Zeit verstärkt Gigs bestreiten, denn wir haben echt Spaß an der ganzen Sache. Es ist uns auch egal, ob wir vor 100 oder 900 Leuten spielen. Klar bei 900 Leuten ist natürlich das Feeling besser. Aber wir haben uns gesagt wir spielen auf jeden Fall, solange mehr Zuschauer als Bandmitglieder im Saal sind (nach diesem Satz konnte Horst leider das Lachen nicht mehr verkneifen  Anm. d. Verf.). Wir werden sehen, was die nächste Zeit so bringt, wir möchten aber mit der Band BIRTH CONTROL noch lange auf Tour sein und wenn es an der Zeit ist, vielleicht auch neue Songs ausprobieren.
Ich bin aber auch gespannt auf die Reaktion des Publikums auf  BIRTH CONTROL in der nächsten Zeit. Wie meinte Horst Stachelhaus am Schluß des Interviews so schön: ´Wichtig ist, daß die Leute wissen, daß wir auch ´Gamma Ray´ spielen und das in einer 20minütigen Version.´
Story: Gisela