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Gewußt hatte ich es ja schon seit langem, daß die Schweizer Band CHINA wieder an neuem Material arbeitet. So absolvierten sie auch 1993 eine 25 - Daten - Tour durch die Schweiz, wobei sie sich
durch Marc Storace am Mikro verstärkten. Kurz vor Weihnachten ´94 bekam ich die Mitteilung, daß sie zur Zeit, im renommierten Dierks-Studio, ihr neuestes Werk, welches bei der EMI veröffentlicht wird aufnehmen. Für mich
gab es nur eines, nichts wie hin. Mit Freddy und dem neuen Drummer Jonathan kam dann auch kurze Zeit später das nachfolgende Interview zustande.
Lange war es ja ruhig um CHINA gewesen. Was habt Ihr denn in der Zwischenzeit so alles gemacht? Freddy:
Also der Hauptgrund dafür war eigentlich der, daß wir mit unserem Managment nicht mehr klarkamen. Sie haben eine ganz beträchtliche Summe an Geld einfach verschwinden lassen. Wir standen also von heute auf morgen ohne Geld da. Wir entschlossen uns denn dazu ein Jahr Pause einzulegen. Nach einem Jahr hat es uns denn wieder gepackt und wir haben uns denn hingesetzt und wieder an neuen Liedern gearbeitet. Im Anschluß daran haben wir dann auch eine kleine Tour, mit Marc Storace als Gastsänger, in der Schweiz absolviert. Unseren jetzigen Sänger Douglas McCowan, haben wir in einer Bar kennengelernt, wo er ein paar Coverversionen zum Besten gab. Wir waren sofort von ihm begeistert und fragten, ob er nicht Lust hätte mit uns ein Demo einzuspielen. Alles ganz zwanglos. Dieses Demo, auf welchem nur zwei Songs vertreten waren, verschickten wir denn zu den Plattenfirmen. Die EMI meldete sich relativ schnell und bot uns einen Vertrag an. Wir mußten jetzt aber erst Jonathan fragen, ob er nun bei uns mitmachen wollte. Er sagte auch ja, denn bei der Band, wo er zu diesem Zeitpunkt noch Drummer war, lief es nicht so richtig.
Apropos Drummer. Diese Stelle ist ja auch neu bei Euch besetzt worden. Freddy:
Das kam eigentlich so, daß unser Drummer John Dommen schon längere Zeit als Manager fungierte. Da dies aber, mit sehr viel Arbeit verbunden ist, haben wir ihn einfach gefragt, ob er diesen Job nicht als alleinigen übernehmen würde. John war auch damit einverstanden und somit brauchten wir auch einen neuen Drummer. Wir fanden ihn dann schließlich in
Nach Anhören der ersten drei Songs konnte man auch eine große Beeinflußung durch feststellen. Die Songs kommen sehr druckvoll, aber auch viel moderner rüber. Fraddy:
Das wird mit Sicherheit daher kommen, daß John in einer ganz anderen Zeit und mit ganz anderen Bands groß geworden ist als .
Welche Einflüße läßt Du denn nun mit in den Sound einfließen und was hast Du denn vorher gemacht? Jonathan:
Ich habe vor CHINA in einer reinen Schweizer Hardrockband gespielt. Ich denke das es bei mir davon kommt, daß ich ein sehr spontaner Drummer bin.
Das Album ist ja auch in einer viel kürzeren Zeit recordet worden, als die Vorgängeralben. Freddy:
Richtig, man muß aber auch bedenken, daß eigentlich ganz mit dem Schlagzeugspielen aufgehört hatte, denn er war im letzten Jahr nur als Sänger aktiv ( Tolle Sache, der Sänger wurde wieder zum Drummer und der Drummer wieder zum Sänger. Anm. d. Verf.). Dies kostete natürlich auch seine Zeit. Aber er hat seine Sache bei den Recordings mehr als nur gut gemacht.
Jonathan: Erschwerend kam dann auch noch hinzu, daß wir noch nie eine Show zusammen gespielt haben, geschweige denn irgendeinen Song zusammen aufgenommen haben.
Was mir an dem neuen Sänger gefiel, war die sehr einprägsame Stimme. Freddy:
Das stimmt. Douglas hat eine sehr rauhe und bluesige Stimme. Ich würde fast sagen, das seine Stimme sehr an die 70er Jahre angelehnt ist.
Obwohl er auch die ganzen Powerpassagen mit einem immensen Druck interpretiert. Jonathan:
Man muß sich das einmal vorstellen, daß vor diesen Aufnahmen noch nie einen Song auf Demo gebannt hatte. Es ist schon der reine Wahnsinn. Story: Gisela |