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IAN CHRICHTON 1997

Ein vielbeschäftigter Mann ist Ian Chrichton, der Gitarrist von SAGA. Nicht das er damit zufrieden ist, mit seiner Stammband auf Tour zu gehen und Alben zu veröffentlichen, nein er wagt auch seine zweite Soloscheibe aufzunehmen. Im Gegensatz zu seiner ersten Scheibe klingt ´Ghettos By Design´ sehr viel heavier. Auch sonst hat sich einiges geändert. Hört aber doch selbst, was Ian euch zu sagen hat.

Wie schon erwähnt ist ´Ghettos By Design´ total anders ausgefallen, als seine doch etwas seichte erste Scheibe. Woran liegt das?
- Das mag vielleicht daran liegen, daß ich das erste Album unbedingt veröffentlichen wollte. Bei ´Ghettos By Design´ lag die Sache etwas anders, denn dieses Album wurde mehr unter dem Bandaspekt aufgenommen. Es wurde mehr auf die Einzelheiten, wie gute Vocals oder gute Riffings Wert gelegt.

Mit deinem Sänger Al Langlade hast du ja wirklich einen sehr guten Griff getan.
- Ich habe auch lange nach einer solchen Stimme gesucht. Bei der Suche legte ich Wert auf eine große Ausdruckskraft und die Stimme mußte Charakter besitzen.

Du hast ja auch eine neue Band mit anderen Musikern am Start. Sorgen diese Musiker für frisches Blut?
- Das kann man sagen, denn als Al und ich die Songs schrieben gab es auch einige Inspirationen z.B. von unserem Bassisten Rob Turi. Er ist gerade mal 24 Jahre alt und kommt aus einer ganz anderen musikalischen Ecke. Es war sehr erfrischend mit diesen Musikern zusammen zu arbeiten.

Wenn ich den Sound von ´Ghettos By Design´ mit dem von SAGA vergleiche fällt mir sofort auf, daß Ian sehr vielen Richtungen zugetan ist. Bist du offen für alles was mit Musik zu tun hat?
- Ja und ich bin froh, daß ich dieses Album fertiggestellt habe. Ich möchte in Zukunft auch weiter solche Scheiben veröffentlichen, denn es macht mir Spaß mit den verschiedensten Richtungen zu arbeiten. Die Konstellation die jetzt besteht sehe ich auch als Band und nicht als Projekt an.

Das gefällt uns doch, denn Bands, die das richtige Gespür für gute Songs haben, gibt es im Moment ja doch nicht wie Sand am Meer. Gehen wir doch ein wenig auf die Songs selber ein. Die Lieder handeln ja sehr stark von den Problemen in der Welt. Wie siehst du denn die Welt aus deiner Sicht?
- Ich bin ein sehr großer Optimist und ich denke, wenn die Regierungen der Welt ein wenig mehr für die Bevölkerung machen würden, sähe alles viel besser aus. Ghettos gibt es überall auf der Welt und sie wachsen von Tag zu Tag mehr an. Ich denke aber, das wir das alles wieder in den Griff bekommen.

Das hoffe ich natürlich auch, denn in der letzten Zeit geht es ja doch sehr stark abwärts mit allem.
- Das stimmt und trotz aller negativen Seiten die solch ein Thema hat, ist es aber nur eine Warnung, die wir mit unseren Texten ausdrücken wollen. 
Die Texte gepaart mit der doch ziemlich heavy klingenden Musik und den teils aggressiven Vocals von Al ist ein ganz tolles Album dabei herausgekommen. Ich kann euch dieses nur wärmstens ans Herz legen.
Story: Gisela