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DARKSEED 1997

Eine hoffnungvolle Band gibt es seit einiger Zeit wieder bei uns in Deutschland. Es handelt sich hierbei um die süddeutsche Band DARKSEED. Die Jungs setzen ihren mit sehr vielen Einflüssen durchsetzten Metal sehr gekonnt in Szene. Auch bei Live-Performances, wie z.B. mit AMORPHIS ernteten sie sehr viel Anerkennung. Geht es vielleicht aufwärts mit den deutschen Bands? Das und natürlich auch anderes versuchte ich von ihrem Sänger in Erfahrung zu bringen.

Die vor 4 1/2 Jahren gegründete Band DARKSEED hat mit einer Mini-CD und dem darauf folgenden Album für Aufsehen gesorgt. So änderte sich auch ihr Deathmetal in Metal. Kam dieser Wechsel durch die ganzen Umbesetzungen zustande?
- Nein, eigentlich nicht, denn ich schreibe die ganzen Songs und die Line-upwechsel spielten keine Rolle. Bei uns hat aber 1995 ein Umbruch stattgefunden. Wir waren damals sehr erfolglos und vor allem auch frustriert. Es gab danach eine Zeit, in der wir etwas ganz anderes machten, nämlich Grunge. Das ging uns auch auf den Nerv und wir kamen wieder zur alten Mucke zurück. Jedoch der weichere Gesang blieb.

Mich erinnert das Material von DARKSEED sehr stark, in Bezug auf den Gesang, an Metallica. Auch wurden einige Gesangparts mit einer Frauenstimme durchsetzt.
- Die Stimme gehört der Sängerin Katharina Butei, die auch schon für Gamma Ray Backings gesungen hat. Die Stimme paßt auch sehr gut zu den Texten, denn laut Aussage versucht die Frau den Sänger abzublocken und deshalb war es ganz gut, das Katharina mit ihrer dominanten Stimme, diese Parts übernommen hat.

Die Texte sind sowieso sehr poetisch ausgefallen. Was inspiriert dich denn am meisten?
- Wir sind eine der wenigen Bands im Metalbereich die ihre Texte auf Reime aufbauen. Das liegt zum einen daran, daß ich Gedichte selbst verfasse und zum anderen finde ich, daß Reime einen Song viel runder machen. Vom Inhalt her wurde ich textlich sehr stark von Goethes ´Faust´ beeinflußt. In diesem Buch geht es um einen Zauberer, der das ultimative Wissen erreichen will. Am Ende weiß er zwar alles, aber irgendwie sind ihm die sozialen Bindungen abhanden gekommen, woran er dann schließlich zugrunde geht.

Also ist in den Texten ein roter Faden vorhanden.
- Ich würde schon fast behaupten, daß es von textlicher Seite her ein Konzeptalbum geworden ist. Die Texte haben auch Parallelen zu einem ehemaligen Schulkollegen, der sich, weil auch er vereinsamt war, das Leben genommen hat.

Stefan schreibt die ganzen Songs alleine. Wie soll denn das in Zukunft aussehen?
- Ich hoffe, daß das Songwriting, für die nächste Veröffentlichung, zusammen gemacht wird. Durch die ganzen Line-upwechsel war dies auch einfach gar nicht machbar. Jetzt sieht es aber so aus, daß wir alles Kumpels sind und auch alles zusammen machen.
Dann wollen wir uns auf ein neues Album freuen, welches in der nächsten Zeit fertiggestellt werden soll. Ich werde euch berichten, wenn es soweit ist.
Story: Gisela