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DEARLY BEHEADED 1997

DEARLY BEHEADED sollte ja schon im August letzten Jahres mit ANNIHILATOR auf Tour gehen. Leider wurde diese Show verschoben, da sich Jeff Waters von ANNIHILATOR den Arm gebrochen hatte. Ende des Jahres war es dann endlich soweit, man konnte die vielversprechende Nachwuchsband live begutachten. Mit Phil Stevens und Tim Preston standen mir auch zwei kompetente Interviewpartner zur Verfügung.

DEARLY BEHEADED ist eine neue und vielversprechende Band aus England. Seid wann gibt es euch denn schon?
Phil:
Unsere Gründung fand vor ca. vier Jahren statt. Nach einigen Problemen gelang es uns geraume Zeit später das jetzige Line-up zusammen zu stellen.

´Temptation´ ist das Debutalbum bei ihrer Plattenfirma Music For Nations. Ein Jahr zuvor hatten DEARLY BEHEADED einen Deal bei der Companie East West. Warum habt ihr euch von diesem Label getrennt?
Tim:
Es war schon toll, daß sich ein Majorlabel für uns interessiert hat, aber wir waren einfach noch nicht soweit und das Label hat sich auch nicht so gut um unsere Belange gekümmert. Für sie waren wir ´nur´ eine Newcomerband. Das ist bei MFN anders. Hier merken wir richtig, daß man für uns da ist. Wir fühlen uns sehr gut aufgehoben.

DEARLY BEHEADED tragen den Titel der ´Best Unsigned Band´. Wie kam es dazu?
Phil:
Wir haben damals bei einem Wettbewerb der Zeitschrift Kerrang mitgemacht. Bei diesem Wettbewerb wurden Demos kritisiert und der Zeitschrift gefiel unser Tape so gut, daß wir den Wettbewerb als beste Band ohne Plattenvertrag gewannen.

Das Album wurde von Colin Richardson (Machine Head, Fear Factory) produziert. Mir fiel auch sofort der heavy Sound von DEARLY BEHEADED auf.
Tim:
Das war auch das, was wir beabsichtigten. Die Arbeit mit Colin war auch phantastisch. Er holte auch alles aus uns heraus. Das war eine richtige Herausforderung für uns. Wir arbeiteten manches Mal bis zu 14 Stunden an einem Song und immer wieder spornte er uns an noch heavier zu klingen.
Phil: Es war auch so, daß Colin auf uns zu kam, um das Album zu produzieren. Das war schon ein tolles Gefühl.

Die Einflüsse der Band liegen bei Black Sabbath, den erstem drei Alben von Metallica und ebenso bei AC/DC und dem Bay Area-Thrash. Diese Einflüsse werden dann von euch zum eigenen Sound verarbeitet?
Phil:
Unsere Roots liegen vor allem bei den älteren Bands, mit denen wir aufwuchsen. Natürlich hören wir heute auch Material von den heutigen Bands. Ich glaube auch, daß man auf solche Einflüsse aus der heutigen Zeit nicht mehr vorbei kommt, weil wir uns auch diese Musik anhören.
Das ist ja auch vollkommen korrekt, denn jeder der sich mit der Musik befaßt kann nicht verleugnen, das ihm auch das Ein oder Andere von neuen Bands gefällt. Mir geht es jedenfalls so. Ich hoffe jetzt nur, daß man diese Newcomerband bald mal wieder auf unseren Bühnen erlebt.
Story: Gisela