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Michelle Darkness, vielen bekannt als Frontmann der Band END OF GREEN führt uns mit seinem Album „Brand New Drug“ von der Dunkelheit ins Licht. Auf dem Album sind Songs vertreten, die schon süchtig machen, vielleicht auch deswegen der Titel. Jemand der die Songs mit vorbereitet hat und Michelle bei den Arrangements geholfen hat ist Andy Death, mit dem Michelle zusammen noch in einer Band spielt. Andy konnte mir bei unserem Gespräch noch sehr viele interessante Neuigkeiten erzählen.

Andy Death hat Michelle Darkness bei seinem ersten Soloalbum unterstützt. So hat er auch Songs zum Album beigesteuert.
Das ist richtig. Der Song „Darlkight City“ ist ein Song, der eigentlich für eine andere Band, die Michelle und ich haben, gedacht war. Michelle dachte dass gerade dieser Song sehr gut in das Konzept seiner Scheibe passen würde.

Arbeitest du schon lange mit Michelle zusammen?
Wir kennen uns schon eine längere Zeit. Vor 2 ½ Jahren haben wir uns dann zusammen getan. Zuerst haben wir uns den Proberaum geteilt und kurze Zeit später haben wir dann auch Songs zusammen geschrieben. Ich wat in der Entstehung der Songs die ganze Zeit mit dabei. Auf dem Album sind ach ältere Songs vertreten, die aus der Anfangszeit stammen. Ich bin jetzt nachdem ich das Album angehört habe, mehr als begeistert. Besser hätte man es nicht machen können.

Bevor es ins Studio ging, warst du ja auch mit für die Arrangements mit verantwortlich.
Michelle ist ja schon ein musikalisches Chamäleon, denn ihm gefielen meine Ideen, die jetzt nicht so dem Metal zugewandt sind sehr gut. Wir haben auch im Vorfeld 15 Songs geschrieben. Er entwickelt auch Ideen, die man von ihm als Sänger von End Of Green gar nicht von ihm erwarten würde. Michelle hat zu Hause ein komplettes Album für unser Projekt Andy Death, zudem hat er noch fertige Ideen für End Of Green und zusätzlich noch das Material für seine Soloscheibe. Dadurch, dass wir so eng im letzten Jahr zusammen gearbeitet haben, bat er mich um Hilfe. Bevor er dann ins Studio ging, zogen wir uns für ca. 3 Wochen zurück und haben die Musik überarbeitet und sind alle Arrangements noch einmal durchgegangen. Zusätzlich sind wir dann auch noch die Texte durchgegangen und ich habe dann an einigen Stellen die Texte noch ein wenig nachbearbeitet um sie ausdrucksstärker zu machen. Nach dieser Zeit waren die Songs dann fertig gewesen um im Studio aufgenommen zu werden.

Mir gefällt auch der Cover-Song von Joy Division „Love Will Tear Us Apart“ richtig gut, denn die Interpretation ist sehr eigenständig.
Sie gefällt mir auch sehr gut. Die Idee diesen Song mit auf das Album zu nehmen entstand eigentlich bei einem Open Air, welches wir mit ANDY DEATH spielten. Wir wussten erst nicht welchen Song wir auf diesem Open Air covern sollten und die Idee zu diesem Song kam dann ziemlich spontan. Michelle hat es dann so gut gefallen, dass er diesen Song dann auch auf seinem Soloalbum haben wollte. So kam es zu diesem Coversong. „Love Will Tear Us Apart“ ist aber auch eine Hymne und sie passt wunderbar auf dieses Album.

Ich mag die Songs denn sie haben alle sehr viel Seele. Zudem mag ich auch die unterschiedlichsten Richtungen im Sound, Hauptsache ein Song ist gut.
Das ist ja auch kein Fehler. Ich mag auch Leute die andere Sachen hören, denn es gibt so viel schöne Musik und es muss nicht immer die gleiche Gangart sein.

 

War dieses Album jetzt eine kleine Herausforderung gewesen?
- Für mich schon, denn ich war froh, als er in den Flieger nach Finnland stieg. Ich dachte nur: „Gott sei dank ist er jetzt erst mal weg!“ Wichtig war für mich dann, dass er alles sehr gut umsetzt. Es war schon eine anstrengende Zeit, aber Michelle sagte auch bevor alles ins rollen kam, dass er so viele Songs in der Schublade hätte und er müsste einfach diese für ein Album nehmen. Er hat mittlerweile schon 5 Scheiben mit End Of Green gemacht, die auch in den Charts vertreten waren und das wird auch weiterhin seine Band bleiben. Er ist aber ein Mensch, der noch mehr machen muss und für mich er schon ein kleiner musikalischer Workoholic.

Das kann ich mir schon vorstellen anhand was du mir jetzt so alles aufzählst.
- Er sitzt sehr viel vor dem Rechner und probt auch noch mit einer anderen Band, welche er als Sideproject ansieht. Dann haben wir ja noch als Band Andy Death einige Konzerte gegeben. Er ist ein Mensch, der immer was machen muss, also in Bewegung bleiben und deswegen haben sich im Laufe der Jahre viele Songs und Ideen dazu auf seinem Computer angehäuft. Aber um noch mal auf deine Frage von vorhin zu kommen, es war schon eine Herausforderung für mich, denn ich wollte unbedingt mein Bestes dafür geben, damit er noch mehr aus sich herausholen kann. Die Produzenten in Finnland haben da aber auch noch ihren Teil mit dazu beigetragen haben. Es sind nämlich noch einige Sachen auf dem Album, die wir vorher nicht so vorkonzipiert haben.

Die dann sicher spontan im Studio entstanden sind.
- Genau und auch die Sache mit den Gastmusikern finde ich richtig toll und wurden sehr gut umgesetzt. Die Krönung sind dann noch die Bilder, welche von Felix Flaucher bei ihm zu Hause geschossen wurden. Felix wohnt mit seiner Freundin in einer Kirche und das war schon eine spannende Sache.

Vor allem er hat ja in der Kirche und außerhalb die Fotosession gemacht.
- Vor der Kirche ist ein ganz verwilderter Garten und Felix meinte nur, dass sein Rasenmäher kaputt sei. Dies bot aber ein wunderbares Ambiente für Fotos. Das Frontcover ist ja auch dort entstanden, denn dort liegt Michelle im Gras und ich muss sagen, es hat was.

Steht hinter dem Album ein Konzept, denn der Titel lässt eigentlich darauf schließen?
Das kann man so nicht sagen, aber die Songs sind eigentlich sehr persönlich. Michelle schreibt sehr oft über tiefe Stimmungen. So kommen auch die dunklen Seiten vom Leben darin vor. Man kann aber sagen, dass es einen roten Faden gibt, in Hinblick auf Songs, die ihm sehr viel bedeuten und die er gerne mal auf einem persönlichen Album gebannt haben wollte.
Das ist Michelle Darkness auch sehr gut geglückt, denn die Songs gehen ans Herz und machen irgendwie süchtig. Tolles Album von einem tollen Künstler!
www.myspace.com/michelledarkness
Story: Gisela