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Auf der STRATIOVARIOUS Tour machte im Vorprogramm eine Osnabrücker Band gehörig auf sich aufmerksam und erntete allerorts sehr positive Resonanzen. Auch vom eigentlichen Headliner. Grund genug
ENOLA GAY Sänger Peter Diersmann kurz in Kamp Linfort vors Mikro zu zehren.
Ihr seit eine recht junge Truppe und es ist eure erste Tour. Wie sind so deine Eindrücke? - Großartig, wir bekommen nach jeder
Show soviel Zuspruch und positive Resonanzen entgegengebracht. Damit hätte ich niemals gerechnet. Außerdem haben wir mit dem Tourleiter und unserem Merchandiser zwei professionelle Leute mit dabei, die uns mit
Ratschlägen und Tips von Show zu Show immer weiter aufgebaut haben.
Warum hast du da nicht mitgerechnet? Eure musikalische Seite ist doch recht ansprechend. - Danke, aber das Problem liegt einfach
darin, das uns kein Schwein kennt. Die Leute kommen wegen STRATOVARIUS und werden erst auf der Show auf uns aufmerksam. Wir haben auf Tour fast genauso viele CDs verkauft, wie seit unserem Veröffentlichungstermin im
freien Handel. Die nächste Problematik besteht darin das wir auf der Tour durch Deutschland in nur zwei Recordstores unseren Silberling gefunden haben. Einmal für 37DM, einmal für 38DM.
Woanders waren die vielleicht ausverkauft? (Gelächter)- Es hinkt gewaltig beim Vertrieb, denn ich glaube 2CD in 18 Städten in Deutschland sagt doch alles. Außerdem hat sich unser Name in den Vorankündigungen der
Clubs von Tag zu Tag geändert. ENOLA DAY-ANGOLA BAY- ENGOLA GRAY. Echt klasse, aber Witzigkeit kennt ja bekanntlich keine Grenzen.
Und wie siehts in Japan aus? - Ich denke bezüglich auf den Bandnamen
haben wir in Japan einen schweren Stand, ENOLA GAY hieß bekanntlich der Flieger der die A-Bombe über Hiroshima fallen ließ. Und das bekommen wir auch von den dortigen Magazinen in Interviews an den Kopf geworfen. Unser
letztes japanische Interview z.B. begann mit der Frage: Do you hate little yellow japs.( Haßt ihr kleine gelbe Japaner) So ein Blödsinn. Der Name gefiel uns und wir haben auch nicht darüber nachgedacht, das unserer Name
so eine Welle aufwühlt. In eben angesprochenem Interview wurden wir mit der Vermutung konfrontiert- Adolf Hitler wäre mit einem U-Boot geflohen und bereite ein viertes Reich vor. Da ist mir echt der Kragen geplatzt und
habe mit leichter Ironie von mir gegeben: Selbst wenn es Hitler noch geben würde, wäre er 104 Jahre alt und könnte ihnen nichts mehr tun. Verdammt, wir haben mit dem Scheiß nichts am Hut. Super-Statement, Peters
Witzigkeit kennt wirklich keine Grenzen und die 5 Jungs sind alle superumgänglich und sind nicht durch die Kinderstube geflogen!!!! Story: Volker Raabe |