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Im letzten Jahr waren EXILIA ziemlich erfolgreich auf ihrer Tour im Vorprogramm von IN EXTREMO. Im November kehrten sie für einige Einzelauftritte nach Deutschland zurück. Mittlerweile gibt es
endlich das langerwartete Album, welches den Namen "Unleashed" trägt. Kurz nach Veröffentlichung stiegen sie auch sofort in die Charts ein. Als sie kurz danach bei einer Uni-Party auftraten, nahm ich die
Gelegenheit zu einem erneuten Interview wahr, denn im letzten Jahr und seit unserem letzten Gespräch, hatte sich doch viel ereignet. Zusammen mit Sängerin Masha und Drummer Ge versuchte ich Neues von der Band zu
erfahren.
Zuerst muss ich euch zu diesem tollen Album gratulieren, denn es rockt total. Ich bin schon richtig süchtig danach. Masha: Ich bin froh das du das sagst.
Wann habt ihr die Songs geschrieben. Waren schon alle bei unserem letzten Treffen fertig gewesen? Masha:
Nach unseren Shows im letzten November gingen wir an die Pre-Produktion und ans Arrangieren. Wir hatten, da die Songs schon alle fertig waren, die Möglichkeit auch noch andere Variationen auszuprobieren. Ge:
Da wir doch einige Songs mehr geschrieben hatten, konnten wir uns auch die besten Stücke aussuchen.
Ihr habt also mehr Songs geschrieben, als auf dem Album vertreten sind? Ge:
Es waren über 20 Stücke gewesen. Wir sind auch vollkommen mit dem Ergebnis zufrieden. Es hat sich gelohnt diese Zeit zu investieren.
Auf "I Guess You Know" hat ja Micha von IN EXTREMO mitgesungen.
Hat er sich dazu bereit erklärt einen Song mit euch zu machen? Masha:
Wir haben ihn nicht gefragt, ob er einen Song mit uns machen würde. Nach der Tour rief er uns in Italien an und sagte, dass er uns mag und gerne einen Song mit uns zusammen machen würde. Wir waren total begeistert und sagten nur: "Ja, bitte!"
Ge:
Wir schickten ihm dann einige Songs, welche im Rough Mix schon fertig waren und wir baten ihn sich für einen Song zu entscheiden. Nach kurzer Zeit sagte er uns, dass "I Guess You Know" der beste Song auch für seine Stimme ist. Wir sagten dann noch zu ihm, dass wir mit dem Label noch wegen der Bezahlung reden müssten. Darauf meinte er nur, er würde es nicht für Geld machen, sondern nur deswegen, weil er uns mag. Das war schon ein tolles Gefühl.
Masha: Musik ist wie eine Passion für ihn. Er lebt die Musik und das was er sagt, kommt wirklich von Herzen.
Ihr habt vor kurzem die Tour mit OOMPH! beendet. Was war das für ein Gefühl, vor so vielen Menschen aufzutreten? Masha:
Natürlich ist das eine Sache, die wir uns immer erträumt hatten. Das wir mit unsere Musik, vor einem so großen Publikum, präsentieren konnten war schon fantastisch. Trotz allem würden wir auch vor einem kleineren Publikum genau so alles geben, denn das ist man den Fans einfach schuldig. Es ist wichtig für eine Band 50 oder aber auch 1000 Leute zufrieden zu stellen. Wir lieben es auch in kleineren Clubs zu spielen, denn dort ist das Feeling wesentlich intensiver.
Wart ihr eigentlich sehr nervös vor den Shows? Masha:
Nicht wirklich, denn wir wurden sehr schnell von allen akzeptiert. Das war schon sehr beruhigend für uns, denn auch OOMPH! hat uns sehr gut behandelt. Ge:
Die Tour war auch nicht allzu stressig für uns. Wir haben uns eigentlich im Vorfeld mehr Gedanken über die Tour gemacht.
Ihr habt ja im Moment sehr viel Erfolg in Deutschland. So seid ihr mit eurem Debut
sofort in die Charts auf Platz 59 eingestiegen. Hat sich euer Status mittlerweile in Italien auch gebessert? Ge:
Nein, denn in Italien hat man fast keine Möglichkeiten. Unser Album ist auch bis heute noch nicht in Italien veröffentlicht worden. Ebenso wird das Video im Fernsehen oder die Single im Radio gespielt. Es gibt auch nicht so viele Radio- und Fernsehstationen in Italien. Das ist hier in Deutschland doch sehr stark ausgeprägt. Wir hoffen aber trotz allem, dass uns einige Metal-Magazine in Italien unterstützen und das wir vor allem auch auf Tour gehen können. Rock ist in unserer Heimat totaler Underground. Wir haben schon einige Fans, aber es ist eben eine kleine Szene. Wir hoffen jetzt, dass ein größeres Label interessiert ist, unser Album auch in Italien zu vertreiben. Natürlich müsste dort auch Promotionarbeit geleistet werden.
Ich habe ja eben den Charteinstieg erwähnt. Wart ihr sehr überrascht darüber? Ge:
Wir warn schon sehr überrascht, denn in den Charts befinden sich nicht wirklich viele Rockbands. Für EXILIA wäre es auch zu diesem Zeitpunkt undenkbar, dass wir in die italienischen Charts einsteigen würden. Die Charts bei uns werden auch ganz anders berechnet. Da läuft es so, dass wenn ein Label z.B. 500000 Einheiten einer CD pressen lassen würde, sich diese Band auch auf dem ersten Platz befinden würde. Auch wenn sie vielleicht nur 10 davon verkaufen würden. In Deutschland geht das nach verkauften Einheiten und in Italien nach gepressten Exemplaren.
Das ist aber sehr ungerecht, denn wenn viel Geld hinter einem Label steckt, stehen sie immer in vorderster Front. Ge:
Richtig und die Independentlabels haben das Nachsehen. So gibt es sehr viele Bands die gut verkaufen, aber nie in die Charts kommen würden. Der Grund ist schlicht der, dass die Auflage so gering ist. Die meisten Labels haben nicht das Geld dazu, so viele CD`s zu machen und da sieht man wieder, dass Geld die Welt regiert.
Noch eine Frage brannte mir unter den Nägeln. Ich habe im Booklet nicht nur Micha als Special Guest gelesen, sondern auch auf dem Song "Shout Louder" las ich den Namen Shaky als Special Guest. Masha
das ist doch dein süßer kleiner Hund. Masha:
Richtig und das ist auch mehr ein Joke gewesen. Es war aber sehr anstrengend sein Bellen aufzunehmen. Ich bin auf alle Viere hinter ihm hergekrochen, um das Bellen aufzunehmen. Für mich war es nun langsam an der
Zeit die Band vor ihrem Auftritt in Essen noch ein wenig Ruhe zu gönnen, denn das was sie auf der Bühne im Anschluss boten war wieder mal vorzüglich. Ich kann nur jedem empfehlen sich diese Band in der nächsten Zeit
anzuschauen und ihr werdet mir mit Sicherheit beipflichten: "EXILIA rocks" Die Möglichkeit dazu werdet ihr zur Genüge bekommen, denn für Herbst ist wieder eine große Tour geplant. www.exiliaweb.com Story: Gisela |