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Da flatterte mir doch diese Woche eine CD und ein Info ins Haus von einer Band mit dem Namen FRONTLINE. Leider hatte ich noch nichts von der Band, die in Nürnberg zu Hause ist gehört. Die CD
ist echt eine Granate (dazu aber im Laser-Report mehr). Einen Tag nach Erhalt des CD, habe ich dann von Stephan Bayerlein, Drummer bei FRONTLINE, in einem Gespräch, mehr Information über die Band bekommen, was ich euch
natürlich sofort mitteilen muß.
Wie lange besteht die Formation FRONTLINE? - Genau seit vier Jahren und in unveränderten Besetzung. Das Ganze kam damals so, unser jetziger Bassist, Sänger und ich spielten
damals in diversen lokalen Bands. Ich z.B. in einer Oldie-Coverband und Robby war zu der Zeit noch bei TALON. Mit dieser Band hatte er auch schon eine CD-Produktion hinter sich. Aber es gab irgendwelche Probleme, weil
jeder sein eigenes Ding durchziehen wollte. Robbie stieg dann aus um sein eigenes Projekt zu gründen. Ich habe davon erfahren, daß er an Songs schreibt und irgendwie trafen wir uns dann und setzten uns zusammen. Es gab
nur ein Problem, wir hatten den Sänger, der bei uns einsteigen sollte, noch nie singen gehört. Er bekam ein Tape mit zwei Songs und der Aufforderung, sich etwas dazu einfallen zu lassen. Als er uns dann, am besagten
Freitag unserer Gründung, die Songs vorsang, ist uns fast die Tasse aus der Hand gefallen. FRONTLINE war also geboren.
Von wem wurde Euer Debut-Album produziert?
- Die Produktion hat ganz alleine unser Gitarrist Robby übernommen.
Wie sieht es denn mit einem Plattendeal aus? - Unser Manager, der uns auch finanziell unterstützt hat, gründete vor kurzer Zeit ein
eigenes Label. Er hat auch jetzt schon einen Vertrieb für unser Debut-Album gefunden. Die Gesellschaft Koch International, die sich ja hauptsächlich mit volkstümlicher Musik befaßt, wird unser Album national vertreiben.
Koch International hat nämlich jetzt auch eine Abteilung für Rockmusik gegründet. Die Außendienstmitarbeiter der Gesellschaft sind auch sehr gut und ich denke, daß wir mit dieser Gesellschaft sehr gut bedient sind.
Ihr macht laut Info 'zeitgemäßer Hardrock'. Was versteht Ihr darunter? - Ja, wir spielen Melodic-Hardrock. Das einzige Problem ist das, im Moment liegt alles auf der Seattle-, Crossover- und Grungeschiene.
Aber das war noch nie unser Ding und wir werden die Richtung auch nie einschlagen, weil wir denn nicht mehr überzeugen könnten.
Genau man sollte bei dem bleiben, wovon man selber überzeugt ist. - Richtig, denn früher oder später, werden die Leute darauf anspringen, weil sich der Trend geändert hat oder du machst etwas, was gerade nicht im
Trend liegt und gerade deswegen hast du Erfolg. Aber auf die Frage ob unsere Musik zeitgemäß ist, muß ganz alleine unser Publikum entscheiden.
Ihr habt in der letzten Woche in Nürnberg und auch vorher schon Gigs bestritten. Wie sind diese verlaufen? - Also das RESI in Nürnberg ist letzte Woche richtig voll gewesen. Wir waren angenehm überrascht. Die
Werbung ist auch sehr gut gewesen, obwohl wir hierbei nicht herausgestellt haben, daß wir eine Nürnberger Band sind. Wir wollten auch nicht, daß das hervor gehoben wird. Die anderen Gigs, die wir bestritten, stießen wir
zum Teil auf sehr gute Resonanzen, sodaß wir im Endeffekt zufrieden waren.
Und wie sieht es jetzt mit Eurer Zukunft aus? - Wir möchten jetzt einige Clubsachen machen, die wir alleine abdecken können, so
etwa bis zu dreihundert Personen. Dann machen wir noch ein paar Shows mit BONFIRE, welche gerade in Planung sind. Wir haben mit BONFIRE auch schon zusammen gespielt und das lief ganz gut, weil wir soundmäßig ja auf dem
gleichen Level sind. Dann später wäre es ganz gut vielleicht als Support einer Band in größeren Clubs spielen zu können. Aber dazu kann ich im Moment noch nichts sagen. Ja, nach der CD, bin ich echt einmal
gespannt auf die Live-Qualitäten der Band. Wenn sie genausogut rüberkommen wie auf dem Album, dann gibt es einen heißen Winter. Story: Gisela |