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G´LOYD 1996

Die Düsseldorfer Band G´LOYD veröffentlichte vor kurzem ihr neuestes Album ´Where The Eagle Flies´. Auf diesem stellen sie ganz klar in den Vordergrund, daß sie ein wenig Abstand von ihren Southern-Roots genommen haben. Ein frisches Album, welches in die heutige Zeit paßt. Mit Sänger Peter Steinmann und Drummer Dirk ´Grizzly´ Hansmann kam dann auch das nachfolgende Interview zustande. Zu dem Interview muß ich noch bemerken, daß es an einem Ort stattfand, an dem ich mich noch nie mit einer Band unterhalten hatte, nämlich im Gang zur Toilette. Leider gab es keinen anderen Platz für uns, denn alle anderen Räume waren einfach viel zu laut.

Das neue Album von G´LOYD ist eine gesunde Mischung aus Hardrock, Metal und nur ein klein wenig Southern-Rock. Wie kam es denn dazu, daß auf ´Where The Eagle Flies´ diese Richtung eingeschlagen wurde?
Peter:
Das war eine schrittweise Entwicklung, denn unser Gitarrist Ronnie von Assen kommt ja aus dem Metal-Bereich. Seine Vorlieben liegen von SAXON bis JUDAS PRIEST und die läßt er immer wieder ins Songwriting einfließen. Wir sind aber im Moment wieder dabei, einige groovigere Sachen zu machen.

Obwohl ich dieses Album viel zeitgemäßer finde.
Grizzly:
Das war ja auch der Grund dafür, daß Ronnie damals zur Band stieß. Wir wollten einfach frisches Blut für unsere Musik haben.
Peter: Wir wußten damals ja auch gar nicht, wie sich das Ganze entwickeln würde.

Für euch war aber, nach dem Einstieg von Ronnie, klar das ihr etwas härter werden würdet.
Grizzly:
Auf jeden Fall, denn sonst hätten wir uns auch einen klassischen Gitarristen suchen können. Wir wollten einfach ein wenig weg von dem Rock´n Roll-Klischee.
Peter: Die interessante Mischung kommt aber erst dadurch zustande, daß wir nun zwei völlig unterschiedliche Gitarristen haben und alle beide müssen aufeinander eingehen.

Wie ist das Album denn von eurer Fangemeinde aufgenommen worden?
Grizzly:
Es hat uns einige Fans gekostet, aber wir haben wieder neue Fans dazu gewonnen.

Ich gehe davon aus, daß es meist jüngere Fans sind, die ihr dazu gewinnen konntet (Zwischenzeitlich mußten wir, dadurch das der Headliner TUSK anfing zu spielen, in die Damentoilette weiterwandern).
Peter:
Wir haben auch sehr stark gemerkt, daß sich ein sehr starker Fanwechsel vollzogen hat.
Grizzly: Wir finden es auch gut, daß langsam wirklich wieder die Leute kommen, die eine Band spielen sehen wollen, nur um der Musik willen.

Peter du sagtest vorhin, daß ihr wieder etwas grooviger geworden seid.
Peter:
Ja, denn nur das Harte kann es auf Dauer auch nicht sein. Wir wollen aber jetzt nicht wieder zurück zu unseren Wurzeln, aber das ein oder andere Stück wird demnächst sicher wieder so ausfallen.
Wünschen kann man G´LOYD, daß sie in Zukunft mit ihren Liedern, die textlich die Belange eines jeden ansprechen, noch vielen Leuten Spaß bereiten werden. Schaut sie euch doch einfach mal an, wenn sie in eurer Nähe spielen. Das werden sie auf jeden Fall machen, denn auftrittsmäßig sind sie sehr stark vertreten.
Story: Gisela