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Das Washingtoner Trio GODHEAD, welche schon vor gut einem Jahr mit ihrem Beitrag auf der ´America Now´-Compilation für Furore sorgte, veröffentlichen in diesen Tage ihr erstes vollständiges
Album. Sie präsentieren in ihren 13 Songs sehr gekonnt den modernen Düster-Rock. Jason Miller, Sänger und Bassist von GODHEAD, der mir schon im letzten Jahr gegenüber saß, weilte vor kurzem in Köln um auf meine Fragen
Rede und Antwort zu stehen.
Nach SORRY ABOUT YOUR DAUGHTER seid ihr nun die zweite Band mit einem kompletten Album. Warum hat es denn so lange gedauert? - S.A.Y.D. hatten schon vor der ´America
Now´-Veröffentlichung ihr komplettes Album im Kasten gehabt. Wir gingen aber erst von März bis April mit unserem vollständig neuem Material ins Studio.
Von den fünf Songs, die auf dem ´America Now´-Album
vertreten waren, hat es aber nur ein Stück (´The Answer´) geschafft auf das Debut zu kommen. Warum denn nur ein Lied? - Wir wollten einfach nur neue Songs auf unserem Debut haben, denn die fünf Stücke des
Samplers waren alle schon etwas älter gewesen. Wir kamen zu dem Entschluß, daß wir nur ´The Answer´, ohne besonderen Grund, mit auf das Album nehmen. Alle anderen sind komplett neu geschrieben worden.
Die
Texte der Lieder sind ja alle sehr emotional. So z.B. handelt der Song ´I Am´ vom Selbsthass. Was speziell willst du in diesem Stück ausdrücken? - Man nimmt im Laufe der Jahre so viel in sich auf, daß man
irgendwann zu einem Punkt kommt, wo man sich für manche Sachen selbst haßt. Das ist eigentlich die textliche Grundlage für diesen Song gewesen. Man muß aber für sich selbst versuchen den Haß wieder abzubauen.
Spürst du denn diesen Selbsthaß in dir? - Ja des öfteren, aber es hilft mir diesen abzubauen, wenn ich darüber schreibe. Nimm auch den Song ´Paper Needle´, der von Leuten die ich kenne handelt und die heute an
der Nadel hängen. Es ist furchtbar und so kommt es, daß ich über diese Sachen schreiben muß.
Das Debut wurde von Warren Croyle der schon mit so verschiedenen Bands wie House Of Lords, Reverend und Overdose
arbeitete. Konnte er euch einige Tips geben? - Warren war wirklich eine große Stütze für uns. Er hat so viel Erfahrung, daß es schon überwältigend ist. Auf dem Industrial-Sektor ist er auch sehr gut.
Hat sich durch den Deal mit Marlboro Music etwas für euch in Amerika geändert? - Auf jeden Fall. Wir haben zwar schon früher immer sehr viel und in den verschiedensten amerikanischen Bundesländer gespielt, aber
ohne den Deal mit Marlboro Music hätten wir wohl nie beim diesjährigen Foundation Forum in L.A. auftreten können. Das glaube ich auch. Aber jetzt im Januar ist erst einmal komplett Europa angesagt. Ob Headliner
oder Support, ihr solltet sie auf jeden Fall anchecken, denn es lohnt sich. Story: Gisela |