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Grip. Inc. - starten mit Power durch! Um die Situation der Band auszuloten, traf ich mich mit Waldemar Sorychta in Offenbach. Die Band war
gekommen, um den Leuten mächtig Dampf zu machen, denn heute war Tourstart im Vorprogramm von Motörhead, mit denen es nun die nächsten 4 Wochen durch Europa gehen soll.
"Schwerpunkt ist dabei Deutschland", erfahre ich anfangs von Waldemar, "wir werden aber noch einige Headlinershows am Ende dieser Tour spielen."
Jetzt eine Frage, die kommen
muß. Erzähle mir doch bitte, wie ihr euch gefunden habt. Alles fing ja mit Voodoocult an, wie ging es weiter? "Richtig, ich lernte Dave Lombardo durch dieses Projekt kennen. Es stand von vorne herein fest,
daß wir weiter in Kontakt bleiben werden und uns sowohl menschlich, als auch musikalisch gut verstehen," erläutert der Gitarrist. "Weil wir zusammenspielen sollten, probten wir ein bißchen. Innerhalb von einem
Song, also 5 Minuten, kam uns beiden der Gedanke, daß wir zusammen bleiben müssen. Ich persönlich hatte den Eindruck, als ob wir schon ewig lange zusammen spielen würden. Es ist wirklich selten, daß man sich musikalisch
auf Anhieb so gut versteht! Ein paar Leute, die unsere Session hörten, dachten, wir hätten es ewig lange im Vorfeld geprobt."
Wie sieht eure Arbeitsweise aus, ist es nicht schwierig, da du aus Deutschland
und die anderen Mitglieder über dem großen Teich beheimatet sind? "Also, Jason (Bassist-früher bei Heathen) kommt aus Ohio, was ebenfalls sehr weit von Dave entfernt ist. Aus diesem Grund haben wir ein
Appartement in der Nähe von Dave's Haus gemietet, in dessen umgebauter Garage proben wir im Schnitt 7 Stunden, da die Zeit ja ausgenutzt werden muß. Es gibt immer nur ein Problem, es ist wahnsinnig heiß, denn draußen
sind es oft 40 Grad und dann kannst du dir vorstellen, wie es drin aussieht, ohne Klimaanlage!"
Wer Erfolg haben will muß schwitzen. Aber ich glaube, dessen ist sich Waldemar auch bewußt. Deshalb
eine letzte Frage zu Despair. Warum gibt es sie nicht mehr? "Wir waren sechs Jahre zusammen und hatten während dieser Zeit nur einen Besetzungswechsel zu verzeichnen. Uns verbindet eine tiefe Freundschaft
auch heute noch. Wir jammen des öfteren noch zusammen. Zum Schluß gab es doch musikalische Differenzen und wir stritten uns, wir wollten eben die Freundschaft nicht auf's Spiel setzen, wegen einer Band, die zwar Spaß
macht, aber bei der kein Durchbruch gelang und dieser offensichtlich auch noch nicht in Sicht war."
Kommen wir nun auf das Tagesgeschehen zurück. Wie haben Dave und du, die anderen Mitglieder gefunden?
"Gus, unser Sänger war ein halbes Jahr vor mir mit Dave in Kontakt gekommen. Dave favorisierte ihn, da er einen "richtigen" Sänger haben wollte. Zehn Jahre Slayer und das Gekreische waren genug und
es reichte ihm", so Waldemar. (Da kann ich ihm nur Zustimmen, Anm. d. Verf.)
Mir ist aufgefallen, daß er gar nicht so schön singt. Was sagst du dazu? "Das ist richtig, entgegnet mir
Waldemar, "er hat sich geändert, weil ich mit Dave gesprochen habe und ihm erklärte, daß sich aggressive Musik und schöner Gesang nicht verbinden lassen, daß fand ich bei Flotsam schon nicht so gelungen, irgendwie
sah Dave das auch ein!" Mit dem einsichtigen Mr. Lombardo verabschieden wir uns für den Moment. Ich wünsche den Jungs viel Erfolg, den sie mit Sicherheit haben werden, nach den Reaktionen der Leute zu
urteilen, und freue mich auf ein Wiedersehen mit dem sympatischen Waldemar. Story: Dirk Lehberger
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