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Eigentlich bräuchte die schottische Band GUN für ihren kompromißlosen Rock einen Waffenschein. Aber auch ohne diesen konnte man diese sympathische Band vor kurzem bei uns wieder live
begutachten und das mit zunehmender Besucherzahl, welches ja mehr als erfreulich ist. Mit Sänger Mark Rankin, der ein ausgezeichneter Gesprächspartner war, konnte ich dann auch einiges Wissenswertes über GUN in
Erfahrung bringen. Ich hatte ja schon Angst gehabt, daß ich ihn nicht sonderlich gut verstehen würde (wegen des starken Akzentes der Schotten). Aber Mark gab sich sehr viel Mühe ein sehr deutliches Englisch mit mir zu
sprechen. GUN haben ihr Line-up geändert. Von einer fünfköpfigen Band sind sie zu einer 4-Mann Truppe zusammengeschrumpft. Was war denn der Grund dafür? - Als wir das aktuelle Album ´Swagger´
vorbereiteten, verließen Gitarrist Alex Dickson und Drummer Scott Shields die Band. Scott schloß sich der Band unseres ex-Gitarristen Baby Stafford an und Alex ging zu Bruce Dickinson.
Wollt Ihr denn jetzt zu viert weitermachen? - Ja, wir werden zu viert bleiben. Selbst das ältere Material, welches ja noch mit zwei Gitarren eingespielt wurde, klingt heute frischer denn je. Mit einem Gitarristen
zu arbeiten heißt für uns weniger Komplikationen auf der Bühne bei den Live-Gigs. Es klingt auch viel natürlicher.
Das Album trägt den schichten Namen ´Swagger´ (Angeberei). Hat dieser Titel eine spezielle Bedeutung? - Eine spezielle Bedeutung hat der Titel im Grunde nicht. Aber als wir das Album fertig hatten, war unser
Gefühl so gewesen, daß wir ein gutes Album abgeliefert haben. Ich finde es ist ein guter Name, den man vor allem gut behalten kann.
Mit ihrem CAMEO-Cover ´Word Up´ ging es für GUN mehrere Schritte nach oben,
auf der Leiter des Erfolges, denn im Moment ist dieses Stück in aller Munde. Was haltet Ihr davon? - Ich denke, daß dies nicht nur auf ´Word Up´ zurückzuführen ist, denn wir sind hier in Deutschland schon seit
Jahren präsent. Hier in Köln haben wir alleine schon sieben mal gespielt. Die Leute, die zu unseren früheren Konzerten kamen, hatten immer sehr viel Spaß bei den Shows, so das sie bei den nächsten Auftritten immer noch
mehr Leute mitbrachten. So hat sich hier in Deutschland unsere Fangemeinde immer mehr vergrößert. Obwohl das Video auch einiges dazu beigetragen hat, denn auf diese Weise sind noch mehr Leute auf uns aufmerksam geworden.
´Swagger´ wurde in nur zwei Wochen aufgenommen. Welche Gründe hattet Ihr für das schnelle Recording? - Kurz vor den Recordings verließen uns zwei Bandmitglieder und bekamen somit ja einen neuen
Drummer. Der Druck war schon ziemlich stark gewesen. Aber wir sagten uns einfach: ´Laßt uns ins Studio gehen und unsere Songs einspielen. So schnell wie möglich.´ Das war zwar nicht perfekt, aber die Stücke klingen
durch die schnelle Art des Recordens sehr viel natürlicher. Wir haben jetzt auch den Vorteil dieses Material live viel besser rüber zu bringen.
GUN haben ja schon einige Erfahrungen in Bezug auf große
Open-Airs (Support für SIMPLE MINDS vor 72000 Zuschauer oder den Support für die ´Urban Jungle´-World-Tour der ROLLING STONES). Welche Gefühle hattet Ihr dabei? - Es waren unsere größten Erfahrungen die wir
gemacht haben. Es war einfach toll. Wir spielen ja auch keinen reinen Metal, sondern Rock mit viel Fun. Bei den Konzerten konnte man regelrecht spüren, wieviel Freude die Leute während unseres Gigs hatten und das ist
doch wichtig. Das ist das Wichtigste überhaupt, denn wozu gehen wir denn sonst zum Konzert? Natürlich um Spaß am Auftritt von unseren Lieblingbands zu haben und für eine kurze Zeit die Probleme zu vergessen.
Story: Gisela |