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GUN BARREL zählen zu den am härtesten arbeitenden Bands in Deutschland. Sie nehmen jede Möglichkeit wahr um ihre Songs live darzubieten. Das auch immer mit großem Erfolg, denn den Leuten gefällt es immer. Ihr schweißtreibender Metal fasziniert eben. Im letzten Jahr brachten sie auch wieder ein neues Werk auf den Markt, was auch wieder sehr viele Anhänger fand. Knapp ein Jahr nach der Veröffentlichung des Albums „Bombard Your Soul“ traf ich die Kölner bei einem Konzert in Neuss, um nach der Show von Sänger Xaver Drexler, Gitarrist Rolf Tanzius, Bassist Tom Kintgen und Drummer Toni Pinciroli auf einige Fragen eine Antwort zu bekommen.

Kurz vor den Recordings zu „Bombard Your Soul“ hatten GUN BARREL den Posten des Sängers neu zu besetzen. Diesen Part löste man exzellent mit der Verpflichtung von Xaver Drexler, der früher schon in Diensten der ziemlich erfolgreichen Bonner Band STS 8 Mission stand. Wie kam es überhaupt dazu, dass Xaver jetzt bei euch ist?
Rolf:
Wir kannten uns schon längere Zeit. Zu der Zeit, als wir auf der Suche nach einem neuen Sänger waren haben wir auch einige getestet. Bei Xaver waren wir eigentlich nicht sicher, ob er überhaupt zusagen wird, denn er war zu dieser Zeit noch bei einer anderen Band. Wir sind keine Band die eine andere zerstört. Deswegen waren wir nicht sicher gewesen, obwohl er die beste Wahl gewesen wäre.
Xaver: Und ich habe gedacht, dass doch endlich mal einer von der Band anrufen muss.
Rolf: Das habe ich wohl vermutet und so habe ich mich denn bei ihm gemeldet. Wir haben uns dann getroffen und ich habe ihm dann einige Sachen zugeschickt. Dann kam auch sehr schnell Feedback von ihm, wo wir eigentlich so schnell nicht mit gerechnet hätten. Er kam dann auch zu den Proben.
Toni: Wo wir auch nicht mit gerechnet hatten.
Rolf: Richtig, aber wir waren alle drei sehr begeistert, dass Xaver zu uns kam. Danach hat er uns 2 Tage lang auf die Folter gespannt, denn wir haben natürlich auf eine Zu- oder Absage gewartet. Dann rief er mich endlich an und hat eigentlich nur Blödsinn geredet. Zum Schluss sagte er dann ganz beiläufig, dass er dabei ist.

Also warst du auch schon bei den neuen Songs mit dabei?
Xaver:
Das in jedem Fall, vor allem was die Texte angeht.

Wie entstehen denn die Songs im Allgemeinen bei euch?
Rolf:
Ich bringe meistens Ideen mit und dann arbeiten wir sie gemeinsam aus. Jetzt bei den neuen Stücken wird Xaver noch mehr in das Songwriting mit eingebunden. Das war bei dem jetzigen Album leider aus Zeitdruck nicht so der Fall gewesen, weil das Grundgerüst von den Songs schon fertig war. Und er nur noch für die Gesangslinien zuständig war.

Ihr seid ja auch auf dem Livesektor immer sehr aktiv. Wie hat das denn geklappt?
Rolf:
Das war für Xaver richtig harte Arbeit, denn kurz nach seinem Einstieg hatten wir schon Auftritte gebucht. Er musste also das alte, sowie das neue Material in kürzester Zeit einüben.
Xaver: Toll war vor allem der Zusammenhalt, der in dieser Zeit in der Band war. Jeder hat jedem geholfen, damit wir alles gut über die Bühne bekamen.

 

Dann seid ihr wohl in dieser kurzen Zeit schon richtig zu einer Band zusammen gewachsen.
Rolf:
Das kann man sagen. Es hat zwar lange gedauert, aber wir haben es noch erlebt.

Ihr habt ja jetzt bei LMP einen richtig professionellen Deal an Land ziehen könne. Das hat euch doch sicher ein großes Stück weiter gebracht.
Rolf:
Das kann man wirklich so sagen. Durch diesen Deal ist alles wesentlich professioneller geworden, denn vorher war das eher amateurhaft gewesen. Durch diesen Deal hatte wir in der vergangenen Zeit auch die Möglichkeit bei den größeren Festivals aufzutreten.

Und vor allem auch auf Konzerten im Ausland. Wie sind eigentlich so die Reaktionen auf eure Shows, denn im Business seid ihr ja eigentlich noch ein „unbeschriebenes Blatt“. Viele sagen ja auch, dass eure Musik aus Rock und Metal ein wenig „old Fashion“ ist, was ich überhaupt nicht nachvollziehen kann.
Xaver:
Was wir gemerkt haben, viele Leute sind dankbar, dass wir eine solche Musik noch machen. In der heutigen Zeit ist das doch schon schwierig, denn viele laufen einfach den Trends hinterher.

Vor allem bei eurer Spielfreude auf der Bühne ist sehr hilfreich, denn ich denke schon das der Funke schnell überspringt.
Xaver:
Das ist wirklich so und man merkt das auch auf der Bühne. So wie wir auf der Bühne zusammen spielen, so werden auch bei uns die Songs geschrieben. Wir setzen uns nicht unter Stress, sondern wir schreiben Songs, die aus unserem Herzen kommen. Es ist sehr entspannend, wenn wir neue Stücke schreiben und wir sind mit Spaß dabei. Das merkt man natürlich dann auch auf der Bühne.

Ich finde es immer toll, dass es noch solche Bands gibt, die Spaß an der Sache haben.
Rolf:
Wir haben zusätzlich noch Glück, dass die Plattenfirma uns ins Songwriting nicht reinredet.
Toni: Wir lassen uns auch nicht beeinflussen von dem, was gerade angesagt ist, Wir kommen nun mal aus der Zeit und wir wollen die Musik machen, die wir schon immer gerne gehört haben.

Trotzdem aber in einem moderneren Gewand.
Toni:
Das schon aber trotzdem leben wir nach dem Spruch „Schuster bleib bei deinen Leisten“. Bei uns sind die Geschmäcker ziemlich verschieden aber wir bekommen dies sehr gut unter einem Hut und am Ende sind alle zufrieden.
Das sind wir auch und ich denke, dass es bald wieder etwas Neues von GUN BARREL geben wird. Für noch mehr Infos könnt ihr auch die Homepage der Band besuchen. Die erreicht ihr unter:
www.gunbarrel.de
Story: Gisela