|
Es ist schon eine längere Zeit her, daß Glen Hughes seine Fans in Deutschland mit einem Album verwöhnt hat. Jetzt wurden aber direkt, innerhalb von kurzer Zeit, zwei Scheiben veröffentlicht,
nämlich das Live-Teil ´Burning Japan´ und das Studioalbum ´Feel´. Auf ´Feel´ zeigt sich Glen Hughes ganz anders, als ihn die meisten kennen. Wer kennt nicht die phantastische Rockstimme, die schon bei DEEP PURPLE zu
Ehren kam. Jetzt aber genug der Vorrede und lassen wir Glen Hughes doch lieber selbst zu Wort kommen.
Das neue Album ist eine Mischung aus Soul, Rock, Funk und teilweise Jazz. Wie kam es denn zu dieser etwas
außergewöhnlichen Kombination? - Das ist ganz leicht zu erklären, denn bevor ich den Job bei DEEP PURPLE als Sänger annahm, war ich mehr in die Soul und Funk-Schiene intrigiert. Ich mag zwar den Rock bzw. den
Hardrock sehr gerne, aber mein Ding sind eigentlich die Sachen, womit ich aufgewachsen bin.
Also ´Back To The Roots´! - Richtig, denn auf ´Feel´ konnte ich einfach wieder ich sein. Es sollte auch ein
Album werden, daß den Leuten zeigen sollte woher ich überhaupt komme. Das nächste Album wird mit Sicherheit noch intensiver werden.
Glenn Hughes hat in der Vergangenheit auch schon einiges andere gemacht. So
z.B. schrieb er zusammen mit KLF den Song ´America, What Time Is Love?´ und für ´Highlander 2´ den Song ´Haunted´. Hast du auch noch an anderen Projekten gearbeitet? - Ja, so habe ich im letzten Jahr beim neuen
MÖTLEY CRUE-Album mitgearbeitet, ebenso schrieb ich auch noch andere Soundtracks für diverse Filme. Ich mag es so ganz unterschiedliche Sachen zu machen, denn wenn man sich nur für eine Richtung entscheidet, wird das
Ganze auf die Dauer langweilig.
Für die Produktion ´Feel´ arbeitete Glenn Hughes mit einer ganz anderen Band, Pat Thrall (guit), Gary Ferguson (dr.) und Todd Hunter (Keyboards), als wie für ´Burning Japan
Live´. Warum dieser Wechsel? - Das ist eine sehr interessante Frage. Mit meiner alten Band, die komplett aus Schweden kommt und welche alle hervorragende Musiker sind, habe ich sehr gut zusammen gearbeitet und
ich bin auch sehr stolz auf unsere gemeinsamen Sachen, die wir gemacht haben. Aber für das neue Album waren sie einfach nicht die Richtigen, denn sie besitzen zu viel Temperament, um diese Stücke von der neuen CD
einzuspielen. Sie sind Hardrocker und hatten nicht das Soul- und Funk-Feeling. Das war der Hauptgrund für den Musikerwechsel.
Bist Du denn schon beim Via Rock Festival in Belgien mit dieser Band aufgetreten?
- Ja und es war sehr gut gewesen mit solch verschiedenen Bands auf einer Bühne zu stehen.
Apropos Bühne. Werden deine deutschen Fans dieses neue Material denn auch in nächster Zeit live erleben dürfen?
- Ich hoffe ja. Vielleicht im Dezember, wenn alles gut geht. Ich werden denn auch mit einer neuen Truppe zusammen spielen. Am liebsten würde ich in kleineren Klubs spielen, denn das Feeling ist in solchen
Räumlichkeiten viel besser. Es wäre doch schön, wenn eine Kombination Joe Lynn Turner und Glenn Hughes zusammen kommen würde, die sich musikalisch jedenfalls großartig ergänzen würden. Story: Gisela |