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H-BLOCKX 1994

Die deutsche Nachwuchsband H-BLOCKX zeigt, mit ihrem chilischarfen Crossover, daß sie keinen Bonus der Jugend brauchen, denn ihre Musik spricht für sich. In den vergangenen zwei Monaten waren sie wiedr unermüdlich in deutschen Landen auf Tour und mischten das Publikum so richtig auf. Bei einem dieser Gigs konnte ich dann auch dieses nachfolgende Gespräch mit MC-H und Dave Grave, beide für den Gesang bei den H-BLOCKX verantwortlich, führen.

So unkompiziert wie der Sound der Band, ist der Name H-BLOCKX ja nicht, denn er hat ja einen Hintergrund. Wie kamt Ihr denn auf so einen Namen?
MC-H:
Wir sind eigentlich mehr durch Zufall auf den Namen H-BLOCKX gestoßen. Aber mit der Zeit, haben wir gemerkt, daß diese Wahl nicht so gut war. Aber wir haben uns am Anfang wirklich nichts dabei gedacht den Namen eines Blocks im irischen Gefängnisses zu geben. Für uns war es wirklich nur eine Fun-Sache. Es hat auch für uns keinen politischen Hintergrund und verfolgen auch kein politisches Thema.

Die Band, hat ja doch schon einige Erfahrungen auf dem Gebiet der Live-Auftritte. Wie sind denn die Reaktionen aus Eurer Umgebung?
Dave:
Wir hören eigentlich jeden Tag eine gute Nachricht und das ist wirklich toll für uns. Wir können uns wirklich nicht beklagen. Die Reaktionen des Publikums sind auch toll, aber manchmal erschrecken wir regelrecht davor, denn es ist manchmal überwältigend.
MC-H: Ich finde auch, daß in der heutigen Zeit die deutschen Bands es sehr schwer haben. Ohne eine große Plattenfirma im Rücken wird es wohl keine dieser Bands schaffen. Wir sind auch deswegen ganz froh eine solche gefunden zu haben. Das war eigentlich der erste persönliche Erfolg für uns. Dann kam noch hinzu, daß das Album durchweg gute Kritiken in der Presse bekam und das war das Allerwichtigste für uns, denn wenn man von vorneweg schlechte Kritiken bekommt kann man fast schon wieder einpacken. Ich finde auch, daß wir auf der jetzigen Tour sehen werden, wo wir wirklich stehen. Im Moment bewegt sich die Zuschauerzahl zwischen 350 und 500 Zuschauer, was wirklich traumhaft für uns ist.

Ihr arbeitet ja auch mit zwei Sängern. Wie funktioniert das denn bei Euch?
MC-H:
Eigentlich ganz gut, denn wir haben dieses schon von Anfang an praktiziert. Es ist manchmal ganz schön schwierig das Songmaterial auf 50:50 aufzuteilen, aber mittlerweile klappt dieses auch ganz gut und wir sind sehr zufrieden damit.
Dave: Ich kann auf dem Hardcorebereich aus voller Seele meine Sachen bringen, wogegen MC-H dieses mehr auf der Rockschiene macht und das, finden wir, kann man auf dem Album sehr gut heraushören.

Die Band, die ihre Einflüsse aus der Metal- Rap und Hardcore-Ecke bezieht, sind demzufolge auch sehr vielseitig. Wie sieht es denn textlich aus?
MC-H:
Die Texte werden zum Hauptteil von Dave und mir geschrieben. Ich für meinen Teil kann zu meinen Texten sagen, daß es fast nur Herz-Schmerz-Geschichten sind. Ich habe in meinen Texten Probleme verarbeitet, die ich zur Zeit der Produktion hatte.

Ihr habt ja jetzt auch ein sehr tolles Video zu Move gedreht.
MC-H:
Ja, wir hatten auch bei diesem Video ein Mitspracherecht in dem Sinne, daß man uns ein Konzept vorlegte, welches genau unseren Vorstellungen entsprach. Wir sind auch sehr zufrieden mit dem Produkt und werden jetzt erst einmal abwarten, wie die Reaktionen auf das Album und unsere Liveauftritte sind.
Dem kann ich nur noch hinzufügen, daß es die H-BLOCKX mit ihrer ungezwungenen Art wirklich schaffen könnten. Wollen wir doch einfach mal abwarten.
Story: Gisela