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Lang genug gibt es sie ja schon, die holländische Power-Metal-Band HARROW. Die Band, um Harry Wijering, den ex-Gitarrentechniker von Adrian Vandenberg wurde bereits im Jahre 1984 gegründet.
Während eines Telefongespräches, welches ich mit Gitarrist Harry und Sänger Frank van Gerwen führte, konnte ich aber auch noch einiges an Hintergrundwissen von den Beiden erfahren, was sicher auch für euch interessant
ist.
Die Band, die wie schon erwähnt 1984 gegründet wurde, veröffentlichte erst 1991 ihr erstes Demo. Warum habt Ihr eigentlich solange mit einem Demo von Euch gewartet? Harry:
Es gab in den Anfangszeiten sehr viele Besetzungswechsel innerhalb der Band, so daß wir kein gescheites Demo aufnehmen konnten. Aber seit 1990 haben wir ein festes Line-up, welches auch bis heute Bestand hatte. Somit konnten wir denn mit den Arbeiten zu unserem ersten Demo beginnen. Es wurde auch in meinem eigenen Studio aufgenommen und auch von uns selbst produziert.
Im Anschluß an dieses Demo, worauf die Band sehr gute Resonanzen bekam, wurde denn eine EP ´The Rising Phoenix´, ebenfalls in Eigenregie, aufgenommen. Mit dieser EP gelang es der Band dann endlich einen Deal
in Deutschland zu bekommen. Ist es denn so schlecht in Holland einen Deal zu bekommen? Harry:
Wir sind damals mit dieser Produktion, die auch wieder sehr gute Kritiken von der Presse bekam, zu den Plattenfirmen in Holland gegangen. Aber wir bekamen leider immer nur zu hören, daß diese Musik im Moment nicht angesagt sei.
Ist denn die härtere Schiene angesagt? Harry:
Ja vor allem Grunge und Crossover, aber auch die ganz harte Schiene liegt derzeit sehr im Trend. Wir waren damals auch ganz froh gewesen den Deal bei Noise zu bekommen. Wir liegen zwar mit unserem klassischen Metal derzeit nicht im Trend, aber trotzdem hatte Noise dieses Vertrauen zu uns, was uns wirklich glücklich machte.
Euer Debutalbum ist jetzt auch wieder in Deinem Studio aufgenommen worden? Harry:
Ja, außer die Drumparts, die wurden im Gelsenkirchener Rash-Studio aufgenommen. Wir haben auch dieses Mal das Album nicht selber produziert, sondern mit Sven Conquest einen wirklich tollen Produzenten gehabt, der uns mit Rat und Tat zur Seite stand. Wir haben ja früher immer alles selber gemacht, aber es ist doch sehr hilfreich, wenn man immer wieder noch etwas hinzulernt.
Kommen wir doch jetzt einmal auf das Songwriting zu sprechen. Bei der jetzigen Scheibe ´The Pylon Of Insanity´ wurde ja das ganze Songwriting, außer den Texten, für die ja Frank verantwortlich ist, alleine
gemacht. Wollt Ihr diese Arbeitsweise auf dem nächsten Album beibehalten? Harry:
Nein, denn auch die anderen Mitglieder haben sehr gute Ideen und ich denke mir, daß unsere Musik, durch die Mitarbeit von den anderen, einen großen Sprung nach vorne machen wird. Beim jetzigen Album war es so, daß die ganzen Songideen von mir kamen, aber ausgearbeitet wurden sie von allen zusammen. Ich denke auch, daß wir mit unserem neuen Material sehr viel druckvoller sind.
Was verarbeitet Ihr denn in Euren Texten? Frank:
Ich schreibe die Texte nach zwei Gesichtspunkten. Auf der einen Seite Autobiografisch und auf der anderen das, was so um uns herum passiert. Ich stelle auch alles sehr symbolisch dar, daß jeder das heraushören kann, wie er es will. Ich will mit meinen Texten keine Message verbreiten.
Eure Scheibe ist ja jetzt doch schon einige Zeit auf dem Markt. Wie sieht es denn jetzt mit einer Tour aus? Frank:
Geplant ist im Januar eine Tour als Support für eine größere Band. Wer es ist, kann ich im Moment noch nicht sagen. Aber wir hoffen, daß dieses auch alles funktioniert. Das hoffe ich auch, denn wenn viele sagen,
Power-Metal wäre tot, kann ich nur noch sagen, Power-Metal wird nie totzukriegen sein. Story: Gisela |