GÄSTEBUCH

HM BREAKDOWN
CD-Kritik
Konzerte
News
Tourdates
Archiv
Kontakt
Interviews
Pub-Führer
Studio-Report
Partnerseiten
Disclaimer
Special

HEADROCKS 1995

Wie ja schon vor zwei Jahren berichtet, wissen die Konstanzer HEADROCKS mit furiosen Live-Gigs und mit über 1000 verkauften Demos ihre Anhängerschaft zu überzeugen. Nun endlich haben sie auch einen Plattendeal und eine Veröffentlichung, in Form einer CD, ist auch schon am Start. Mit Gitarrist Thomas Weber und Drummer Christian Häberlein hatte ich auch gute Gesprächspartner, die mir zu diesem und jenem genug Auskunft gaben.

Nach einer immens langen Zeit hat es ja nun endlich mit einem Deal geklappt. Warum hat es denn, nach solch guten Ausgangsmöglichkeiten, so lange gedauert?
Thomas:
Richtig, die Produktion und auch die Songs waren gut gewesen. Aber leider war der Sound zu diesem Zeitpunkt nicht gerade angesagt. Wir bekamen einfach nur absagen.

Ihr wart also nicht trendy genug.
Thomas:
Das war es. Ja und dann haben wir dann endlich Werner Kleinhans (ex-Bassist AXXIS) gefunden, der ja ein neues Label (Cheerio Rec.) gegründet hat. Man hat auch in der letzten Zeit gesehen, daß der ganze Sound etwas rückläufig ist. Somit haben wir auch wieder sehr große Hoffnungen in unser Album gesetzt. Das merkt man vor allem auf dem Live-Sektor.

Da der derzeitige Trend ja doch wieder zu einer natürlichen Produktion, sprich schnellen Recordings läuft, wie lange habt Ihr denn an Eurem Album gewerkelt?
Christian:
Wir haben, da wir ja mit Unterbrechungen aufnehmen mußten, ca. 6 Wochen gebraucht, bis alles im Kasten war. 

Kommen wir aber doch jetzt zum Album. Auf Eurer CD sind ja auch Songs vom Demo vertreten. Habt Ihr diese fast alle übernommen?
Christian:
Alle nicht, denn es befanden sich ja auch noch Songs aus älteren Zeiten auf dem Demo. Aber im großen und ganzen ist von der Vorproduktion einiges genommen worden.

Wie sieht es denn mit dem Songwriting bei Euch aus? Wird es von der gesamten Band gemacht?
Christian:
Bei uns ist es meistens so, daß wir das Gerüst für einen Song haben und danach fragen wir uns erst nach dem Charakter vom Song und was er überhaupt ausdrücken soll. Dann werden natürlich die Vorschläge vorgebracht, die natürlich von jedem kommen sollten. Wenn Wolfgang, unser Sänger mit diesem Song klarkommt, kann er sich ans Texte schreiben begeben, wobei aber das Thema immer von vorne herein festgelegt ist.. So entstehen die meisten Songs bei uns.

Mit welchen Thematiken arbeitet Ihr denn?
Christian:
Das geht bei uns querbeet. Angefangen von Freundschaften bis hin zu aktuellen Themen. Wir wollen aber mit unseren Songs keine Messages verbreiten, denn die Texte von uns sind fast alle persönlicher Natur. Wir legen auch auf dieses Songwriting sehr viel Wert.
Thomas: Es sind zwar alles persönliche Sachen von uns, aber im Grunde kann jeder, der sich das Album anhört einiges auch für sich heraushören und es auf seine Art interpretieren.

Ihr wart ja immer sehr fleißig, was die Auftritte angeht. Wie sieht es denn jetzt nach dem Release von Eurem Debutalbum aus?
Christian:
Bis jetzt war es eigentlich sehr ruhig gewesen. Aber ab März geht es richtig los. Für diesen Monat sind einige Auftritte geplant. Für April und Mai liegen auch wieder je 10 - 12 Auftritte an. Es ist ja auch so, daß man als kleine Band, die am Anfang steht, überhaupt fast gar keine Möglichkeit hat, an größere Touren ranzukommen. Die sind einfach zu kostspielig. Dies ist ein ganz zweischneidiges Schwert. Für die großen Bands ist man einfach zu klein und die kleineren Sachen bringen einem einfach nicht mehr weiter. Man bleibt auf einem Punkt stehen.
Wollen wir nur hoffen, daß HEADROCKS nicht auf den Punkt stehen bleiben, denn mit ihrer kraftvollen Mucke wäre es einfach schade, wenn sie nach einiger Zeit wieder in der Versenkung verschwinden würden.
Story: Gisela