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HEAVENS CRY 1997

HEAVENS CRY ein neuer Stern am Horizont? Ich glaube schon. In Kanada ist es ja sehr ruhig geworden. Es kommt nicht allzu viel zu uns herüber. Aber mit dieser Band kann man endlich wieder Hoffnung haben. Sie zelebrieren Mucke, die sich zwischen dem Sound von DREAM THEATER, PSYCHOTIC WALTZ oder SHADOW GALERY einordnet. Mit Gitarrist und Sänger Pierre St. Jean hatte ich dann auch einen sehr redseligen Telefonpartner an der Strippe, der uns einiges mitzuteilen hatte.

HEAVENS CRY wurde schon im Jahre 1993 gegründet. Es dauerte also doch einige Zeit um einen Plattenvertrag zu bekommen. Sehr interessant ist die Tatsache, daß die Band mit zwei Sängern arbeitet. Warum eigentlich?
- Das hat sich eigentlich mit der Zeit so ergeben. Es ist demzufolge auch bei Konzerten nicht zu anstrengend für uns und vor allem wird der Sound dadurch auch sehr variabel.

Ich persönlich stehe eigentlich nicht so sehr auf DREAM THEATER, weil mir der Sound einfach zu kompliziert ist. HEAVENS CRY haben es geschafft einen guten Weg zu finden, daß ihr Material sehr eingängig ist, aber trotzdem noch die Klasse der zu Anfang genannten Bands, beinhaltet. Ich würde den Sound als Progressiv Metal versehen mit Powermetal bezeichnen.
- Das ist eine sehr gute Beschreibung, der ich nur beipflichten kann. Für und mich ist es sehr wichtig, daß die Songs melodiös sind. Ich glaube auch, daß wir einen Sound gefunden haben der am besten zu uns paßt.

Pierre arbeitete auch schon für die Band VOIVOD. Erzähl uns doch ein wenig davon.
- Ich arbeitete vor ca. 2 1/2 Jahren mit VOIVOD als Sessionmusiker, für ihre damalige Scheibe ´´ zusammen. Das Ganze ging über 2 Monate und die Zeit war sehr lehrreich für mich. Ich habe in dieser Zeit sehr viele Erfahrungen sammeln können.

Neben den ausgesprochen guten Songs gibt es mit ´Passenger´ auch einen Instrumentalsong. Wie kam dieser denn auf das Album?
- Wir mögen alle PINK FLOYD und da lag es nahe auch einen Instrumentallied aufzunehmen. Ich finde, daß solche Songs sehr viel Gefühle freisetzen. Man fühlt sich einfach nur entspannt bei solchen Stücken. Wir wollten aber auch mit diesem Song beweisen, daß wir auch Gefühlsmenschen sind. Der Song paßte auch ausgezeichnet in das Konzept des Albums. ´Passenger´ ist das emotionalste Lied neben den doch sehr düsteren Stücken.

HEAVENS CRY benötigten für die Recordings 2 Monate. Sie arbeiteten 6 Tage in der Woche für 11 Stunden. Seid ihr sehr kritisch?
- Im Grunde war es ein regelrechter Lernprozeß für uns. Es war ja auch unsere erste professionelle Aufnahme in einem Studio. Wir sind auch sehr kritisch und wollen immer nur das Beste aus uns heraus holen.
Wir können jetzt nur hoffen, daß diese Band bald bei uns zu sehen ist. Einen Termin habe ich euch schon anzubieten. HEAVENS CRY spielen am 13.09. in der Hirschauer Stefan-Hartmann-Halle auf dem diesjährigen BANG YOUR HEAD-Festival. Hoffentlich geht es denn im Anschluß daran auf Tour.
Story: Gisela