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Nach dem ersten Gig von LETTER X mit ihrem neuem Sänger Thomas Kroel, mußte ich mich einfach um ein Interview mit der Band bemühen. Der Set dieser Truppe war schlichtweg gesagt super. Die
sympathischen Jungs von LETTER X waren auch sofort, nach einer kleinen Verschnaufpause, bereit zu einer Informationsstunde, die ich dann mit Jürgen Stahl (keyboards) und Thomas Kroel (vocals) führte.
Ihr hattet in den letzten Jahren nicht allzu viel Glück mit Eurer Besetzung. Wie sieht es denn heute bei Euch aus? Jürgen:
Von Pech kann man eigentlich nicht reden, es waren halt zeitgemäße Begebenheiten und ich glaube jede Band macht so etwas durch. Die Sache mit unserem letzten Sänger (Michael Bormann jetzt BONFIRE) war sowieso eine Notlösung und wir wußten, daß er uns irgendwann verließ. Ja und die verbliebenen fünf sind jetzt schon doch seit einiger Zeit zusammen und mit unserem neuen Sänger Thomas Kroel hoffen wir, daß das auch auf längere Zeit so bleibt.
Wie sieht es denn mit einem Plattendeal aus? Jürgen:
Wir haben da so eine Idee und zwar wollen wir, wie es FURY IN THE SLAUGHTERHOUSE vorgemacht haben, mit einem Geldgeber ein eigenes Label gründen. Wir können somit alles selber kontrollieren. Geldgeber sind auch schon in Aussicht, genauso wie der Vertrieb.
Wie sieht es denn mit neuen Songs aus? Habt Ihr schon genug Material zusammen und wann wollt Ihr ins Studio gehen? Thomas: Wir wollen schon Jürgen:
Bei uns sieht es im Moment so aus, daß wir in der letzten Zeit ohne Sänger viel getextet und komponiert. Aber auch Thomas schreibt Songs und wir wollen natürlich auch sein Material mit ins Programm nehmen. Wir spielen jetzt erst einmal Gigs. Es war ja auch heute der erste Auftritt von Thomas in unserer Band und er muß sich in das Material von uns einsingen. Es sieht ja so aus, wenn du eine Platte veröffentlichst, machst du anschließend eine Tour und dazu muß die Band fit sein. Wir werden bevor wir ins Studio gehen, mindestens noch 10-15 Gigs bestreiten. Einen Vorteil hat das Ganze, wir gewöhnen die Fans somit auch schon an das neue Material.
Soundmäßig wollt Ihr Eure alte Richtung beibehalten oder verarbeitet Ihr im neuen Material noch andere Einflüsse? Jürgen:
Andere Einflüsse gibt es immer. Schon ein neuer Gitarrist bringt neue Einflüsse mit in die Band. Wir wollen auch jetzt nur das spielen, was im Endeffekt herauskommt und das was locker und easy kommt, gefällt uns sowieso am Besten.
Thomas:
Ja, auf jeden Fall das, was den Leuten und auch uns am besten gefällt. Musik wo sie richtig drauf abfeiern können. Falls von meiner Seite etwas mit ins Programm kommt, wird es ehrlich und direkt sein, denn das ganze aufgesetzte und geposerte Singen ist nicht meine Sache. Das zieht auch nicht mehr so, denn die Leute wollen wirklich nur noch abfeiern und ihren ganzen Streß für kurze Zeit vergessen.
Sind bei Eurem Songwriting alle beteiligt? Jürgen: Ja, auf jeden Fall, denn die Grundlinien zu den meisten Songs entstehen im Proberaum und jeder kann etwas zu Songwriting beitragen.
Ihr seid ja auch eine Band. Thomas: Das ist ganz wichtig, denn LETTER X ist eine Band, die zusammenhält und wo jeder hinter jedem steht.
Könnt Ihr schon etwas zu den Lyrics sagen? Thomas:
Auf jeden Fall haben wir sozialkritische Songs dabei. Ich finde diese Lyrics müssen einfach sein. Schau Dich doch nur einmal um. überall herrscht Verzweiflung. Natürlich werden auch Liebeslieder vertreten sein.
Jürgen: Genau, es gibt in der heutigen Zeit zu viele Probleme und wir wollen vor allem, daß die Leute diese bei unseren Shows für kurze Zeit vergessen. Die beiden haben wirklich total recht damit, aber viele
können ihre Probleme nicht verdrängen. Man kann dieser unkomplizierten und sympathischen Band nur viel Glück für die Zukunft wünschen. Vielleicht kann ich euch demnächst noch mit einem Studioreport dienen. Schauen wir
mal! Story: Gisela |