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Anläßlich der momentanen Promo-Tour (in Zusammenarbeit mit Karstadt) hatte ich Gelegenheit, mit Heiko Dörr (Gitarre) der LOVELESS SONS zu sprechen. Seit ihrer ersten Mini-CD
"Sleepless" hat sich einiges bei den "Lieblosen Söhnen" getan. Deshalb ist es auch nicht weiter verwunderlich, daß sie nun endlich einen Deal bei dem aufstrebenden Label "Dream Circle"
erhalten haben.
Aus welcher Gegend Deutschlands kommt ihr eigentlich? - Zwei von uns sind aus Duisburg und zwei aus Rheinberg, nahe bei Duisburg.
Mit der ersten Veröffentlichung hat eine
Newcomer-Band meistens Anlaufschwierigkeiten. Welche Erwartungen habt ihr an eure CD "Hand it down"? - Wir wollen zunächst einmal das Vertrauen, welches uns das Label entgegen bringt, mit einem
Achtungserfolg, hinsichtlich der Verkaufszahlen, rechtfertigen. Denn erst wenn das erreicht wird, können wir auch mit einem neuen Album richtig einsteigen. Wir sind nicht so blauäugig zu denken, daß wir als
Newcomer-Band aus Deutschland, zumal wir auch in Englisch singen, direkt mit diesem Album den riesigen Erfolg landen werden.
Es ist auf diesem Album auffällig, daß alle Songs von dir geschrieben wurden. Hat
dies einen bestimmten Grund oder können bzw. wollen die anderen nicht? - Es war eigentlich schon immer so, daß ich alle Songs geschrieben habe, vielleicht liegt es daran, daß ich Englisch studiert habe.
Möglicherweise ist es den anderen auch ganz recht so.
Fahrt ihr mit "Hand it down" mehr auf der kommerziellen Schiene, oder habt ihr genau das Verwirklichen können was ihr wolltet? - Gott sei
Dank haben wir von unserem Label die Gelegenheit bekommen, genau das zu machen was wir wollten. Der Stil unserer Musik ist schon seit mehreren Jahren der gleiche geblieben. Speziell mit Michael (Vocals) läuft dies schon
seit fast 7 Jahren. Da jetzt ein bißchen mehr Geld vorhanden ist, durchs neue Label, hat sich im Gegensatz zu unserem letzten Album vor allem die Technik geändert.
Mußtet ihr eigentlich den harten Weg aller
unbekannten Bands gehen, sprich euch bei vielen Labels selber bewerben, oder hat man euch entdeckt? - Ich kann ehrlich sagen, daß "Dream Circle" unser Wunschlabel ist. Obwohl wir diese CD eigentlich bei
"Mainstream Records" aufgenommen haben, wurde nach dortigen Vertriebsschwierigkeiten, das jetzige Label angeschrieben. Ole, der Chef vom Label, wollte uns sofort haben und so unterschrieben wir bei ihm.
Warum seit ihr nicht sofort an eines der großen Label herangetreten? - Erstmal nicht, weil ich mir nicht vorstellen kann, daß ein solches Label sich so um uns kümmern würde wie "Dream Circle". Zudem
bin ich lieber in einem kleinen Stall das beste Pferd, als in einem großen eines von vielen. Das es auch mit wenigen Mitteln geht, sieht man auch daran, daß wir auch schon in diversen größeren Zeitungen besprochen
wurden.
Wie lange spielt ihr eigentlich in diesem Line-Up? - So wie hier spielen wir seit ca. September letzten Jahres. Zu dieser Zeit kam unser neuer Basser (Stefan Burczyk) dazu. Er paßt aber auch zu
uns wie die berühmte "Faust auf's Auge", obwohl er das Album nicht mit einspielte.
Zum Abschluß noch die obligatorische Frage nach der Tour-Planung, wie sieht's aus? - Leider ist die geplante
Tour mit den BRANDOS geplatzt. Im Sommer sind dann erstmal diverse Open-Airs und im Herbst haben wir eine eigene Tour geplant. Es soll aber auf Anraten von unserem Label, keine Support-Tour werden, sondern wir wollen
dann mit örtlichen Bands in den jeweiligen Städten spielen. Die momentane Karstadt-Tour läuft noch bis 6. Juni 1996, die uns noch quer durch Deutschland führt. Dann erstmal vielen Dank für das Interview und
hoffentlich sieht man euch spätestens im Herbst zur eigenen Tour auch mal in heimischen Gefilden. Story: Bernd Honnet |