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Mit MAGHAZI aus dem Ruhrgebiet, steht eine hoffnungsvolle Band in den Startlöchern. Ihr Debutalbum steht seit dem Frühjahr in den Plattenläden. Ihre Richtung, die sich aus Metal der härteren
Gangart zusammensetzt, ist sehr facettenreich. Eine Hörprobe gab es ja auch schon auf dem letzten Sampler in diesem Heft (Nr.17). Nun war es aber endlich an der Zeit etwas näheres über diese junge Band in Erfahrung zu
bringen. Mit Gitarrist Tobias führte ich dann auch das nachfolgende Interview.
MAGHAZI, die es seit 1993 gibt, spielen seit ca. 2 Jahren in der gleichen Besetzung. Trotz der Vielfältigkeit in ihrer Musik, gibt es
diese Mucke doch auch schon von anderen Bands. Wie seht ihr denn eure Chancen? - Wir machen uns da auch keine Illusionen über eine große Karriere. Wir machen aber das was wir tun, sehr gewissenhaft - und vor
allem ganz oder gar nicht.
Ihr habt ja auch noch den Vorteil, daß ihr eine sehr junge Band seid. - Das ist richtig, denn wir können immer nur dazu lernen. Durch den Plattendeal sind wir auch sehr
optimistisch geworden. Es ist nun mal so, daß es hier im Ruhrgebiet sehr viele Bands dieser Gangart gibt und man sehr großes Glück hat, einen Deal zu ergattern.
Hattet ihr denn schon Gelegenheit gehabt vor großen Bands ein Konzert zu eröffnen? - Das ist eigentlich das größte Problem überhaupt. Jetzt haben wir zwar sehr gute Resonanzen auf unser Album bekommen, aber mit
Konzerten hat sich bisher nichts getan.
MAGHAZI haben aber doch schon vor Bands wie z.B. Dismember, einer reinen Death Metal-Combo, gespielt. Aber für MAGHAZI dürfte dies nicht problematisch gewesen sein, da
sie mit ihrem Sound bei vielen Metalbands spielen könnten, denn ihr Songwriting ist sehr vielseitig. - Ja bei uns läuft es auch so, daß jeder seine Einflüsse mit in das Songwriting einfließen lassen kann. Die
musikalischen Interessen sind ziemlich breit gestreut. Das ist natürlich ein Vorteil für uns: Wir würden jetzt keinen Song in der Stilistik des Deathmetal, oder als Thrashmetal schreiben. Wir verwischen diese Grenzen
sehr gerne.
Ich finde dieses Schubladendenken sowieso nicht gut, warum kann man die Musikrichtungen nicht einfach unter Rock laufen lassen? - Das sehe ich genau so, denn im Grunde gehen die Richtungen
doch sowieso alle ineinander über. Auch ich kann mit diesen ´Schubladen´ nichts anfangen.
Das Album ist doch schon eine Weile auf dem Markt. Habt ihr denn in der Zwischenzeit schon wieder an neuem Material
gearbeitet? - Es sind schon einige Stücke neue entstanden, aber das Wichtigste für uns ist jetzt das Live spielen. Wir hatten auch schon einige Angebote, aber leider wurde daraus nichts. Jetzt hängen wir erst
einmal ein in der Luft. In unserem Umkreis werden wir auf jeden Fall weiter Konzerte geben. Wir freuen uns auch über jedes Angebot für einen Live-Gig. Wir warten jedoch die Zeit ab. Das heißt aber nicht, das wir nicht
mehr am Ball bleiben. Das ist auch das Wichtigste, denn eine junge Band muß unermüdlich an ihrem Weiterkommen arbeiten - ist erst einmal ein Plattenvertrag da, fängt die Arbeit richtig an. Story: Gisela |