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Vor vielen Jahren spielte zu Hause ein kleiner Junge auf einer nicht vorhandenen Gitarre. Seine Großmutter sagte ihm, daß es, solange sie lebe kein solches Instrument in ihrem Haus geben werde.
Als die Großmutter starb kaufte sich der Junge von dem Geld, welches er erbte, eine Bassgitarre.- Heute stellt ihn sein Bandkollege mit den Worten ´The One And Only - Mr. Billy Sheehan´ vor. Das er nicht nur der beste
Bassist der Welt ist, sondern auch ein freundlicher und interessanter Gesprächspartner ist, bewies er uns im folgenden Interview.
Da das neue Album am gleichen Tag weltweit erscheinen soll, kann man das genaue
Datum noch nicht nennen, nur das es im September sein wird. Billy sagt, daß das Album sehr viele unterschiedliche Dinge enthalte, doch er könnte kein objektives Statement zur Platte abgeben, da die Aufnahmen
noch laufen und er noch viel zu nah dran sei.
Das die Eintrittspreise für Mr. BIG - Konzerte so niedrig sind erklärt Billy wie folgt: - Dadurch, daß Mr. BIG für eine recht geringe Gage spielen, können
wir die Preise so niedrig halten. Die Band bräuchte nur das Geld, was man zum Leben braucht. ´Ich spiele lieber vor 10.000 Leuten umsonst, als vor 1000 Leuten für viel Geld´, sagt Billy. Das Gefühl vor so vielen Leuten
zu spielen wäre besser als jedes andere, das könnte keine Droge erzeugen.
Die Band, die aus sehr guten Einzelmusikern mit starken Charakteren besteht, versteht sich trotzdem sehr gut, denn als sie Mr. BIG
gründeten haben, hätten die einzelnen Musiker ihre Vergangenheit hinter sich gelassen. Es sollte nur noch die Band zählen und nicht die Musiker. Billy hasst Leute die auf dem Egotrip sind. - ´Eine der wenigen
Situationen, wo ein Gast aus dem Backstagebereich fliegt ist wenn er rumläuft und sagt: Hey, weißt Du nicht wer ich bin?´. Das draußen so viele Leute warten um ihn und die Band zu sehen stört Billy nicht weiter. Er
macht sich auch erst kurz vor der Show Gedanken darüber. Seine Hauptsorge dabei ist, daß er den Leuten das geben will wofür sie bezahlt haben. Nach einigen kurzen Worten über die Verwandtschaft der englischen und
deutschen Sprache, die in die Geschichte wir als Einleitung benutzten gipfelte, verabschiedete sich Billy von uns.
Mit einer Stunde Verspätung, was aber nicht an unserem Interview lag, stürmten Eric Martin,
Paul Gilbert, Pat Torpey und der Clown im Rockbusiness Billy Sheehan, welcher den ganzen Set über Faxen machte, die Bühne. Das es in Strömen regnete störte weder die Band auf der trockenen Bühne noch die Fans im
knöcheltiefen Schlamm. Die Stimmung war bombastisch. Höhepunkt waren der Opener ´Daddy, Brother, Lover, Little Boy´, die beiden Balladen, zwei ganz neue Songs und ´Addicted To That Rush´, bei dessen Intro, Billy seinen
Kollegen Paul immer ganz entgeistert anschaute, wenn Paul sein Soloteil vorspielt und Billy diesen Teil kurze Zeit später locker nachspielt. Als Mr. BIG nach einem Gig, der 15 Minuten länger dauerte als geplant, die
Bühne verließen, wußte jeder auf dem Gelände, daß sie die tatsächlichen Headliner des Tages gewesen sind Story: Gisela |