|
Welcher Schreiber kennt diese Situation nicht. Ein Telefoninterview wurde für 19.00 Uhr vereinbart und man sitzt am Telefon und wartet...und wartet....und wartet.....und wartet....und ring
ring, aber es ist nur ein Bekannter der belanglose Sachen belabbern will. Am nächsten Tag der Anruf zum Management. ,,Was der Junge hat dich nicht angerufen. Ich stell das klar, paßt dir das Interview morgen um 18.30
Uhr? Und dann sitzt man am nächsten Tag um ausgemachte Zeit vorm Rohrpostgerät und? Richtig, man wartet....und wartet...und wartet. Ein dritter mit dem Management ausgemachter Termin klappt dann endlich wiedererwartend,
aber statt der vereinbarten Zeit von 16.30 Uhr klingelt mein Telefon diesmal schon eine geschlagene Stunde früher. Musiker zu sein, ist wahrscheinlich die größte Last, die einen treffen kann. So konnte ich aber endlich
mit Gitarrist Martin Wöbcke das nicht mehr für möglich gehaltene PARAGON-Interview führen.
Ich glaube bei euch in Hamburg gehen die Uhren völligst falsch? - Erst mal sorry für die fehlgeschlagenen
Interviewtermine. Die Schuldfrage liegt klar bei mir, ich bin halt noch berufstätig und habe nach meiner normalen Arbeit aufs Ohr gehauen und beide Termine völligst verpennt.
Entschuldigung angenommen. Jetzt erzähl erst mal etwas über PARAGON und eure Entstehungsgeschichte. - Gegründet wurde PARAGON im Februar 1990. Ich wollte einfach mit anderen Leuten etwas zusammen auf die Beine
stellen. Nicht nur immer zu Hause vor sich hin duddeln, denn das wurde auf Dauer ein bißchen langweilig. Ich habe mich dann auf eine Anzeige eines Trommlers und eines Rhythmusgitarristen gemeldet, die einen Mitstreiter
für eine Bandgründung suchten. Das Ganze fing auch nicht sehr ernsthaft an und klang am Anfang nach, Ok ich mach nach dem Job mal ein bißchen Musik und das war es. Dann wollten wir das alles aber etwas ernster betreiben
und die ersten Stücke wurden geschrieben, die ersten Gigs fanden statt. So in etwa Jugendzentrum Neuwulmsdorf. (Finde ich leider auf keiner Landkarte) Nach zwei Demos (Enter the Crypt, Meaelstrom of decline) erschien
ein Track von uns auf dem 3 Peace Eater Sampler. 1994 erstellten wir dann in Eigenregie unsere 5-Track CD ,,Into the black" wovon immerhin ca. 3000 abgesetzt werden konnten. Die Aufnahme verzögerte sich dann aber,
weil unser Sänger ein bißchen aufs falsche Gleis abrutschte und für uns auf Dauer nicht mehr tragbar war. Die Suche nach einem neuen Frontmann gestaltete sich dann extrem schwierig und verzögerte die Aufnahmen natürlich
gewaltig.
Wie ging es dann mit PARAGON weiter? - Aufgrund dieser CD wurde Tricolore Music auf uns aufmerksam und boten uns einen Deal an, welcher uns dann die Aufnahmen im Studio M in Celle ermöglichten.
Wie würdest du euren Sound beschreiben? - Unser Grundkozept ist sehr traditionell veranlagt aufgebaut. Wir streuen nur vereinzelt Trasheinflüsse ein. Bands wie etwa GRAVE DIGGER oder X-WILD sind dann
doch auf ganzer Ebene traditionell.
Ihr habt auf ,,World of sin" 2 Tracks mit drauf die schon auf euer Mini-CD zu hören waren und selbst die Cover sind fast identisch. Mangelt es an Ideen bei PARAGON?
- Die Plattenfirma fand das Motiv sehr nett und wollte es nochmal verwenden. Wir haben uns dazu breitschlagen lassen, weil zu der Zeit einfach keine andere Idee greifbar war . Die Mini CD war eigentlich nur als Demo
gedacht, halt in CD Form und wir haben die unser Meinung besten Songs nochmal mit auf ,,World of sin draufgenommen, da ja kein Mensch PARAGON kennt. Das wird sich ja sicher ändern, denn die Jungs sind Ende Januar
als Support bei ein paar Einzelshows mit der Frankfurter Biercombo TANKARD unterwegs. Na denn Prost Mahlzeit. Story: Volker Raabe |