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PIST.ON 1997

Die aus Brooklyn stammende Band PIST.ON bietet uns auf ihrem Debutalbum ´Number One´ ein Soundmaterial, welches man in keine der üblichen Schubladen stecken kann. Sie verbinden sehr viele Stilistiken in ihrem Sound, aber trotzdem sind die Songs sehr homogen und eigenständig. Zusammen mit Sänger Henry Font und Bassistin Val Ium kam dann auch das nachfolgende Gespräch zusammen, welches ich euch nicht vorenthalten möchte.

Als ich das Album zum ersten Mal in den CD-Schacht schob, war ich sehr überrascht vom Sound der mir vorkommt wie ´TYPE-O-NEGATIVE meets METALLICA´.
Henry:
Das sehen wir eigentlich genauso, denn ich habe fast die gleichen Gesangslinien wie James Hetfield, zwar noch nicht so ausgereift, aber es kommt der Sache schon ziemlich nah. Obwohl ich doch mehr von Type-O-Negative beeinflußt wurde, liegt mir persönlich mehr der Gesang von Metallica.

PIST.ON tourte in Amerika schon mit den unterschiedlichsten Bands, wie KORN, LIVE OF AGONY, TESTAMENT oder auch TYPE-O-NEGATIVE. Warum tretet ihr mit solch unterschiedlichen Bands auf?
Val:
Der Grund ist der, daß unsere Musik im Grunde von vielen gehört wird, weil unser Stil für viele zugänglich ist. Wir sind sehr heavy und dann kommt noch dazu, daß unsere Songs auch Hardcore, klassischen Heavy Metal oder aber auch alternativen Sound enthält. Wir haben deswegen keine Probleme mit den unterschiedlichsten Bands aufzutreten. Es kam sogar schon vor, daß Deathmetal-Fans auf unseren Sound abgefahren sind.
Henry: Das Wichtigste für uns ist aber, daß wir auf solchen Shows immer mehr Leute oder besser gesagt Fans für uns gewinnen können. Das bezieht sich vor allem auf Fans aus den verschiedensten Kategorien des Metals, die unsere Musik akzeptieren.

Das ist ja auch in der heutigen Zeit so, das für jede Richtung des Sounds wieder ein neuer Name gesucht wird. Ich zähle ´Number One´ zu einem reinen Metal-Album.
Val:
Wir auch, denn die Plattenfirmen denken sich die Namen für die unterschiedlichen Sounds aus, damit sie vielleicht wieder einen neuen Trend schaffen können.
Henry: Nimm nur z.B. RUSH. Für mich ist es Metal, aber für die Plattenfirmen ist es Progressive Rock. Klassische Beispiele aus den 70er Jahren sind KISS und AC/DC die ihren eigenen Sound kreierten und alle sprangen dann auf diesen Zug auf.

Für mich persönlich hört sich ´Number One´ sehr traditionell an. Trotz allem wurden moderne Elemente mit verarbeitet.
Val:
Das ist richtig, denn wir haben ja auch die unterschiedlichsten Einflüsse. Wir haben auch in Bezug auf neue Stilistiken keine Berührungsängste.

PIST.ON waren im letzten Jahr schon mit LIVE OF AGONY in Deutschland auf Tour. Wie waren denn die Reaktionen auf eure Gigs?
Val:
Die waren unglaublich, denn im Grunde kannte uns überhaupt niemand. Wir waren sehr überrascht.
Henry: Wir absolvierten 10 Shows innerhalb von 10 Tagen und gingen nach der deutschen Band KIND TOT auf die Bühne. Wir waren so sehr überrascht über die Reaktionen vom Publikum, daß wir es zuerst nicht glauben konnten, denn im Grunde haben wir uns nicht so viele Hoffnungen gemacht.
Ihr könnt euch aber jetzt Hoffnungen machen, denn schon im März kommen PIST.ON wieder nach Deutschland zurück um einige Clubgigs zu absolvieren. Ich bin schon gespannt darauf.
Story: Gisela