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Mit ´Promised Land´ haben QUEENSRYCHE ein Album veröffentlicht, welches bei den Fans auf geteilte Meinung stieß. Auch ich hatte diese Probleme nach nur einmaligem Anhören der CD. ´Promised
Land´ ist ein Werk geworden, welches man erst entdecken muß. Aber das ist nun mal eben QUEENSRYCHE. Bei ihnen kann man nicht im voraus sagen, wie das nächste Album wird. Während ihrer Tour konnte ich, vor ihrem Auftritt
im Kölner E-Werk, noch einiges von Chris DeGarmo und Michael Wilton in Erfahrung bringen.
Seit dem Release im Oktober letzten Jahres ist ja nun schon einige Zeit vergangen. Wie haben denn die Fans auf Euer neues
Album ´Promised Land´ reagiert. Chris:
Die Reaktionen waren überall sehr gut auf das neue Album gewesen. Da die Geschmäcker nun mal verschieden sind, gab es natürlich auch Fans, denen das neue Album überhaupt nicht gefiel. Wir haben auch mit sehr vielen Fans gesprochen und dabei kam heraus, daß sie die unterschiedlichsten Lieblingsplatten von uns hatten. So hörte der eine lieber ´Rage For Order´ oder der andere eben unser letztes Album ´Empire´. Richtig ist aber, daß ´Promised Land´ im Gegensatz zu unseren vorherigen Veröffentlichungen ganz anders ausgefallen ist.
Man muß auch ´Promised Land mehrfach anhören um überhaupt einen Bezug zum Album zu bekommen. Michael:
Das ist richtig. Aber sehr viele Leute urteilen einfach nach dem ersten Eindruck, aber bei ´Promised Land´ muß man sich mit jedem Song intensiv beschäftigen. Es ist eben ein ganz anderes Album geworden.
Es wurden auf diesem neuesten Output auch sehr viele persönliche Sachen in Form von Texte mit eingebracht. So z.B. bei ´Something Else´. Auf diesem Song spielt Chris auch Piano. Chris:
Der Song ist ein Werk der gesamten Band. Außer die Texte, die stammen von Geoff alleine. In diesem Song besingt er seine frühere Zeit und er muß gestehen, daß er das, was er noch vor zehn Jahren gemacht hat, einfach nicht mehr versteht. Er kennt sich einfach nicht wieder. Man kann es jetzt also so auslegen, daß man im Laufe der Zeit sich immer wieder ändert und im Laufe der Jahre zu einer ganz anderen Person wird. Der Song ist auch so ausgelegt, daß dieses Pianospiel einfach dazugehört und wir wollen es auf keinen Fall mehr missen. Es war auf jeden Fall eine Sache, die wir noch nie zuvor gemacht hatten. Man kann aber wirklich sagen, daß ´Promised Land´ im Gegensatz zu unseren vorherigen Veröffentlichungen sehr persönlich ausgefallen ist.
Die Texte, finde ich sind zum Teil auch sehr depressiv ausgefallen. Das soll aber jetzt nicht heißen, daß QUEENSRYCHE ein depressives Album abgeliefert haben. Chris:
Das ist richtig, denn es gibt so viele Dinge, die im Moment passieren, die einfach nur depressiv machen. Das haben wir auch versucht mit unseren persönlichen Worten und Erfahrungen in die Texte mit einfließen zu lassen.
Kommen wir aber doch auf die Recordings zurück. Das Album wurde in einem Studio auf einer kleinen Insel aufgenommen. Warum gerade dort? Michael:
Der Hauptgrund war eigentlich der, daß wir ganz in Ruhe unser neues Album recorden wollten. Wir wollten fernab von der Hetze und dem Stress der Großstadt sein, um in Ruhe das Album aufzunehmen. Es war ja auch so gewesen, das der normale Ablauf, schreiben von neuen Songs, recorden, dann auf Tour zu gehen und dann im Anschluß an diesen Tourneen wieder neue Songs zu schreiben sehr stark an unsere Substanz gegangen ist. Die Kreativität ging dabei verloren. Auf dieser Insel haben wir diese Kreativität wieder zurückgewonne. Wir haben in dieser Zeit so viele neue Inspirationen bekommen, die sich dann im Endeffekt auf das neue Album ausgewirkt haben.
Ich finde es wirklich gut, was QUEENSRYCHE gemacht haben, denn somit haben sie wieder ein Album abgeliefert, welches man nicht mit den vorherigen vergleichen kann. Das ist eben das Besondere an dieser Band.
Abschließend hatte ich noch eine Frage, die mich besonders interessierte, nämlich wie die Band die Zukunft der Welt sehen. Chris:
Ich kann nur hoffen, daß wir in eine friedvolle Zukunft blicken können, die nicht so sehr von Kriegen beherrscht wird. Auch hoffen wir, daß die Umwelt irgendwann in der nächsten Zeit von den Menschen geachtet wird, denn wie sollten sonst unsere Kinder in dieser Welt noch leben, wo es keine Wälder und nur noch Umweltkatastrophen gibt. Das sind unsere größten Wünsche die wir haben.
Diese Wünsche haben wir alle und es bleibt zu hoffen, daß diese Wünsche auch alle in Erfüllung gehen. Story: Gisela |