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Endlich ist es soweit, die neueste Scheibe ´Exit Clause´, der Newcastler Death-Metal Band REIGN, wird auf die Menschheit losgelassen. Es gab zwar einige Verschiebungen im Releasedatum,
aber am 27. Januar erblickte das Album nun auch in Deutschland das Licht der Welt. Mit einige Änderungen im Sound, fiel die neue Produktion sehr heavy aus. Zusätzlich wurde ´Exit Clause´ noch mit diversen modernen
Elementen bestückt, so das eine sehr kraftvolle Produktion herauskam. Im Januar weilte ich für einige Tage im kalten Norden von England und konnte somit das nachfolgende Interview mit Sänger und Bassist John Cook,
Gitarrist Mark Robinson und Drummer Ronnie McLean führen.
Die Veränderungen im Sound von ´Exit Clause´ hört man sehr gut heraus. Wodurch kam es zu diesen Wechsel? Seid ihr als Band mehr zusammengewachsen?
Ronnie:
Ich denke, daß wir in der ganzen Zeit, in der wir jetzt zusammen spielen einfach immer mehr mit den Einflüssen arbeiten, die jeder von uns hat. Das hat die Zeit einfach mit sich gebracht. Wir hatten für das neue Songwriting so viele Ideen gehabt, daß die Songs ganz von selbst anders ausfielen. Die neuen Songs repräsentieren REIGN nun auch viel besser, weil es wirklich eine Bandarbeit war.
Es war also, im Gegensatz zur ersten Platte ´Embrace´, eine Zusammenarbeit der kompletten Band?
Mark: Wir haben so viel Zeit mit dem Songwriting verbracht, denn jeder von uns hatte immer wieder neue Ideen gehabt. John:
Es liegt vielleicht auch daran, daß das Material von ´Embrace´ schon vor einigen Jahre geschrieben wurde. Es waren klasse Songs, aber wir würden nie wieder solche Sachen schreiben. Ich würde auch textlich nicht mehr so vorgehen, denn die Texte sollen positiv sein, aber mit einer aggressiven Umhüllung. Wir mögen auch nicht, wenn nur einer die Songs schreibt, denn dann wären wir einfach keine Band mehr.
Ronnie: Wir haben zwar alle unsere Einflüsse, aber wir hören jetzt nicht darauf, was andere Bands gerade machen, wir würden somit nur unsere Identität und unsere Ehrlichkeit verlieren.
Es gibt sehr
viele Einflüsse bei der Band. Ronnie z.B. ist ein sehr großer Fan von Ronnie James Dio oder aber auch von URIAH HEEP, was mich sehr verwunderte. Jetzt aber wieder zu ´Exit Clause´. Bei dem Debut ´Embrace´ fiel mir auf,
das einige Songs länger (ca. 7 Minuten) als normal waren. Dies ist ja nun bei ´Exit Clause´ auch wieder der Fall? John:
Das liegt daran, daß wir einfach nicht darauf achte, ob der Song jetzt lang oder kurz wird. Es kann aber auch genau so gut vorkommen, daß wir irgendwann mal einen 2 Minuten Song schreiben. Es kommt einfach so, wie es kommen soll.
Mark: Wenn der Song 10 Minuten lang wäre, käme er auch auf die CD. Darüber sind wir uns alle einig.
Das zeichnet REIGN eben aus. Sie verlieren ihre Spontaneität in keinster Weise, obwohl sie damit
ja sehr viele Chancen für einen Radioeinsatz einbüßen. Ronnie: Das stimmt, aber es gibt ja auch noch andere Songs, die nicht so lang sind.
Ihr müßt ja auch mit euren Songs zufrieden sein, denn ihr
alleine müßt sie ja auch live dem Publikum vortragen können und das können sie mit Sicherheit. ´Exit Clause´ wurde in Amerika schon vorab veröffentlicht, nämlich im November. Warum bekommen die deutschen Fans euer neues
Album erst so spät? John: Wir lieben Amerika! (Gelächter im Raum) Nein ich kann es dir nicht sagen. Ronnie: Die Amerikaner hatten es dieses Mal sehr eilig. Woran das lag können wir nur vermuten. Es war aber
auch alles viel besser vorbereitet in Amerika, was die Promotion anging. John:
Wir haben auch sehr viele positive Reaktionen vor dem Release in Amerika bekommen. Ich denke, daß dies auch der Grund für die frühere Veröffentlichung war.
Einen ganz interessanten Titel habt ihr euch ja für
den Song ´Alles Im Arsch´ ausgesucht. Wie kamt ihr denn gerade auf diesen Titel? John:
Unser Manager fragte uns nach einem deutschen Titel. Eigentlich sollte der Song ´Disconnect´ heißen. Aber ein Stück von QUEENSRYCHE trug schon den selben Namen und so entschlossen wir uns zu diesem deutschen Titel, obwohl dieser Titel im Text überhaupt nicht vorkommt.
Ich habe auch gehört, ihr dreht jetzt ein Video. Gab es einen besonderen Grund, daß ihr ´Violate´ ausgewählt habt? Mark:
Nein, einen besonderen Grund gab es nicht. Wir finden das sich ´Violate´ sehr gut macht, denn es ist nicht so extrem lang. John: Man muß ja auch in der heutigen Zeit mit einem Video vertreten sein.
Ronnie: Vor allem muß es auch ein Song sein, denn man live sehr gut bringen kann.
Jetzt kommen wir schon zu den Liveaktivitäten. Ihr geht ja jetzt in der nächsten Zeit auf Tour. Ronnie:
Ja zuerst mit AT THE GATES für 8 Auftritte im Februar in England und dann im Anschluß daran für ca. 3-4 Wochen Deutschland, Holland, Italien, Portugal und Spanien.
In Europa spielt ihr aber als Headliner.
John:
Ja, wir spielen in England als Support von AT THE GATES und den Rest bestreiten wir mit DORSAL ATLANTICA. Wir hoffen jetzt natürlich, das wir eine erfolgreiche Tour haben werden, denn wir würden gerne im Sommer noch einige Sommer-Festivals in Europa spielen.
Das will ich doch auch hoffen, denn man will ja nicht immer nach England fahren um REIGN zu sehen. Ich muß mich aber auf diesem Wege noch einmal für die Gastfreundschaft von John bedanken, die er und seine Mutter
mir während der Woche, die ich in South Shields weilte, entgegenbrachte. Ich möchte ihnen hiermit noch einmal alles Gute für die nächste Zeit wünschen. Story: Gisela |