|
ROKO (Robert Kohlmeyer) gründete 1990 seine Band und veröffentlichten im selben Jahr noch ihr Debutalbum. Im Jahre 1992 folgte dann das zweite Album ´Open Invitation´. Nach einigen
Charterfolgen trennte sich die Band Ende 1992 von ihrem Managment. Aber jetzt sind sie wieder am Start. Ihr neues Album, welches im bandeigenen Studio fertiggestellt wurde. Zusammen mit MAGNUM und LITTLE EGYPT befanden
sie sich auf Tour und genau bei dieser konnte ich mir ein Bild von der guten Livepräsenz der Band machen. Im Anschluß an ihrem Gig in Köln konnte ich Robert einige Fragen, die mich und sicher auch euch interessieren
werde, stellen.
Die veröffentlichung des Albums ´Open Invitation´ unter dem Label Polydor liegt jatzt auch schon zwei Jahre zurück. Nach Anhören Eures neuen Werkes ´Think About Tomorrow´ fiel mir auf, daß die
Songs sehr viel direkter und härter rüberkommen, als Euer älteres Material. Warum eigentlich? - Eines muß ich direkt am Anfang klar stellen, daß wir keinen direkten Vertrag mit der Polydor hatten. Das ging damals
über unser ex-Managment und der Produktionsfirma. Nach dem Bruch mit unserem Managment gaben wir uns wieder ans Songwriting. Unsere Sache war es eigentlich immer die Songs rougher zu machen, denn unseren ersten beiden
Alben waren teilweise doch etwas überproduziert. Wir hatten auch damals nicht allzu viele Möglichkeiten an den Produktionen etwas zu ändern. Nach dem Auflösen der Verträge hatten wir endlich die Gelegenheit zu machen
was wir wollten.
Ihr habt also ´Think About Tomorrow´ selber produziert? - Genau, denn so konnten wir das Album sehr ehrlich und rougher machen. Wir haben die Songs auch erst live eingespielt, und erst
als der Song gut klang, haben wir ihn aufgenommen. So haben wir sehr viel Live-Charakter reinbekommen.
Die Songs kommen ja auch textlich sehr ehrlich rüber. - Die Texte von uns handeln auch nicht mehr
nur über Herz und Schmerz, denn wir sind viel reifer mit der Zeit geworden und die ganzen Einflüße aus unserer Umwelt fließen mit in unsere Texte ein.
Sind es denn mehr eigene Erfahrungen die Ihr in den Songs verarbeitet oder? - Unter anderem auch, aber eigentlich ist dieses Album mehr ein Konzeptalbum geworden. Den das was mit unserer Umwelt im Moment
passiert, zieht sich wie ein roter Faden durch alle Lieder durch. Es spiegelt sich in unseren Liedern das Weltbild, so wie es im Moment aussieht wieder. Die Erde schreit schon was da abgeht, man nehme nur die
Arbeitslosigkeit, Armut, Hunger, dann die Abholzung des Regenwaldes und was weiß ich sonst noch. Es gäbe da noch so viele Sachen die man aufzählen könnte. Man sollte endlich die Augen öffnen, was da alles so abgeht und
wenn wir unser Denken nicht ändern, wird es immer schlimmer werden. Deshalb haben wir auch ganz bewußt unseren Albumtitel ´Think About Tomorrow´, also an das Leben von Morgen denken, gewählt. Auch die Generationen, die
nach uns kommen, haben ein Recht darauf auf diesem Planeten zu leben. Genau deswegen sehe ich dieses Album als ein Konzeptalbum.
Recht hat Robert damit, denn die Menschen leben wirklich nur noch nach dem
Motto: Jeder ist sich selbst der nächste und auch ich hoffe, daß sich die Menschheit besinnt einfach umzudenken. - Richtig, wir müssen umdenken, denn dann können wir etwas verändern. Es gibt nur einen Weg,
nämlich durch positives Denken, positive Energien freizusetzen, dann kann man meines Erachtens einiges ändern.
Das wäre wirklich toll, wenn die Menschen umdenken würden. Aber ich finde, daß es auch höchste
Zeit dafür wird. Kommen wir aber jatzt zu etwas anderem, nämlich zu Eurer Tour mit MAGNUM und zu Euren nächsten Aktivitäten. - Ja als erstes Steht jetzt die Tour an, welche wir auch erfolgreich beenden wollen.
Dann möchten wir natürlich unser Album auch weltweit veröffentlichen, aber dazu kann ich noch nichts genaues sagen. Das muß erst abgecheckt werden. Die erste Single ´I´m On Fire´ wurde bereits ausgekoppelt und im
November werden wir dann eine Maxi-CD mit 4 Balladen veröffentlichen. Mit einem Video wissen wir im Moment noch nicht. Das bleibt abzuwarten, wie alles so läuft. Denn eine Videoproduktion kostet sehr viel Geld. Wir
wollen auf jeden Fall so viel wie möglich live auftreten um uns einfach wieder dem Publikum zu präsentieren. Die Präsentation von ROKO fiel zwar in Köln vor einer geringen Zuschauerzahl aus, weil die Band schon um
18.45 Uhr ihren Set beginnen mußte (Freitag und Samstag ist im Kölner E-Werk immer schon ab 22.00 Uhr Disco). Was ich auch nicht korrekt finde, denn auf den Tickets stand Beginn der Veranstaltung: 20.00 Uhr, aber kurz
nach acht spielte MAGNUM schon. Also aufgepaßt: Demnächst bei einem Konzert, ob Freitag oder Samstag, immer etwas früher zum E-Werk kommen, denn sonst könnte es euch passieren, daß ihr so tolle Bands, wie z.B. ROKO
verpaßt. Story : Gisela |