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Nach der Veröffentlichung ihrer Live-Scheibe ´1996´ haben die Dänen von ROYAL HUNT ihre Fans nicht lange warten lassen und mit ´Paradox´ einen würdigen Nachfolger von `Moving Target´
abgeliefert. Ende Mai befanden sie sich im Vorprogramm von SAXON und erfreuten die Zuhörerschaft. Obwohl sie so einige Probleme mit dem SAXON-Publikum hatten, konnten sie doch eine große Resonanz bei den NWOBHM-Kids
erlangen. Nach dem Auftritt konnten wir uns dann auch ein wenig relaxed im Nightliner unterhalten. Mit Andre Anderson, Jacob Kjaer, Steen Mogensen und D.C. Cooper stand mir, bis auf den neuen Drummer Allan Sörensen auch
die komplette Band zur Verfügung.
Nachdem ich mir das neue Material von ROYAL HUNT angehört hatte, fiel mir auf, daß auf ´Paradox´ die Melodien viel mehr im Vordergrund stehen. Mir kommt es auch verspielter vor.
Steen: Ich finde es eher progressiver. Aber die Meinungen gehen schon bei der Stilistik auseinander. Andre:
Wir haben auch sehr viele unterschiedlichen Meinungen erhalten. Ich finde, daß jeder das Album sehen kann, wie er will. Die Geschmäcker sind unterschiedlich.
Auf dem Album befinden sich ja auch noch 6 Bonustracks. Warum kamen diese mit auf das Album? D.C.: Das war die Idee der Plattenfirma und es handelt sich um Radioedits. Es ist nicht schlecht für unsere Fans auch
etwas für ihr Geld zu bekommen, aber ich denke, daß dadurch das neue Material ein wenig in den Hintergrund gestellt wird.
Ihr müßt aber auch bedenken, daß dieses ältere Material nur über Japan zu beziehen ist
und die Preise dadurch etwas höher sind. Andre:
Das ist richtig, aber wir wollen auch nach vorne schauen und vor allem kennen die neuen Fans auch nur das neue Material. Wir wollen auch viel mehr nach vorne schauen und nicht zurück. Die Fans werden das schon akzeptieren.
Ihr lebt ja auch nicht in der Vergangenheit und es ist besser sich auf neues Material zu konzentrieren. Andre:
Deswegen wollen wir auch nicht mehr die ersten Alben mit dem Gesang von D.C. einspielen. Wir arbeiten konzentriert an neuen Songs. Fakt ist für uns, daß Henrik die ersten beiden Alben eingesungen hat und D.C. jetzt seit zwei Veröffentlichungen unser neuer Sänger ist. Für uns zählt nur die Zukunft.
Wenn ihr das neue Album ´Paradox´ mit der letzten Veröffentlichung vergleicht, welche Unterschiede fallen euch selber auf? D.C.:
Da gibt es einige, aber der größte Unterschied für mich ist, man kann sehr gut heraus hören, daß wir als Band zusammengewachsen sind. Das Songmaterial ist homogener als das von ´Moving Target´. Es wirkt auch sehr viel natürlicher.
Das ist ja auch sicher auf die intensive Zusammenarbeit in der Band zurückzuführen. Steen:
In der ganzen Zeit in der wir nun zusammen sind, haben wir uns genau kennengelernt und wir wissen genau wie die Arbeitsweise eines jeden ist. Darauf stellen wir uns ein. Wir sind auch als Band sehr stark zusammengewachsen und das spiegelt sich dann auch auf das Songmaterial wieder.
Jakob: Wir versuchen auch immer alles zu geben und auf ´Paradox´ war die Arbeit wirklich einfach und es funktionierte alles sehr gut. Das kommt natürlich auch daher, daß wir uns alle blind verstehen.
Ich empfinde ´Paradox´ auch als ein homogenes Album, mit dem ROYAL HUNT im Oktober, wenn sie es auf ihrer ersten Headlinertour vorstellen, ganz gut ankommen werden. 5 geniale Musiker, die leider hier in Deutschland noch
etwas unterbewertet werden. Hoffentlich ändert sich das bald. Story: Gisela |