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RUBBERMAIDS 1993

Im Rahmen der PopKomm wurde im Bel Air ein ganz origineller Gig der RUBBERMAIDS als LOS RUBEROS zum Besten gegeben. Ich kann Euch nur sagen, daß das Ganze eine Mordsgaudi war. Die Besucher, die es sich im Biergarten des Bel Airs bequem gemacht hatten, tobten nur so vor Begeisterung. Auch mich hat der Set der LOS RUBEROS überzeugt. Es war eine Show, bei der richtig Freude aufkam. Am nächsten Tag konnte ich dann, auf dem Messegelände, mit Sänger Padron Gagrillo Estragon von den RUBBERMAIDS ein Interview führen.

Wie kamt Ihr eigentlich auf die Idee als LOS RUBEROS aufzutreten?
- Das Ganze war eigentlich eine Schnapsidee. Im letzten Winter hatten wir keinen Proberaum und so probten wir bei mir im Wohnzimmer. Nach unseren eigenen Liedern haben wir dann Songs vom Plattenteller nachgespielt. Das hat uns so viel Spass gemacht, daß einer auf die Idee kam als LOS RUBEROS aufzutreten. Wir dachten: ´Oh toll, wir verkleiden uns jetzt.´ In dieser Verkleidung spielten wir dann als LOS RUBEROS in Hamburg einen Gig, der tierisch gut ankam. Daraufhin gründeten wir noch die NEW RUBMANTICS, welche genauso gut ankamen. Jetzt ziehen wir die ganze Kiste durch und sind somit 3 Bands.

Habt Ihr schon einige Auftritte als LOS RUBEROS und NEW RUBMANTICS hinter Euch?
- Ganz wenige, meistens nur in Hamburg. Aber die Stimmung ist immer sehr gut, denn es ist ja Partymusik die jeder kennt. Wir machten uns bei diesen Auftritten noch als BUTTERKEKS und DIE HEMPELS einen Namen. Womit wir schon 5 Bands wären.

Ihr seid ja richtig vielseitig.
- Das kann man wohl sagen.

In den letzten 5 Jahren wart Ihr viel auf Tour. Welche Erfahrungen habt Ihr in dieser Zeit gemacht?
- Zuerst einmal haben wir den Ausdruck ´Die Bretter die die Welt bedeuten´ in ´Die Bretter die kein Geld bedeuten´ umbenannt. Das war eigentlich die größte Erfahrung die wir machten, das alles sehr viel Geld kostet. Eine Tour und das Ganze drumherum ist nicht gerade billig und wir sind mit einer großen Summe Schulden herausgegangen. Wir versuchen jetzt mit einem geringeren Kostenapparat durch die Gegend zu touren. Eine schöne Erfahrung war diese, wir haben in den letzten 5 Jahren sehr viele nette Menschen kennengelernt.

Ihr habt in Hamburg das MARQUEE gegründet. Wem soll dieser Club, wo Livegigs stattfinden, dienen?
- Er dient vor allen Dingen dazu, daß junge und unbekannte Bands einmal in Hamburg spielen können. Es gibt zwar noch einige Läden auf und um den Kiez wo Bands spielen können, aber wir sind der einzige unkommerzielle Laden. In den anderen Läden kostet es eine Band ca. 400-800 DM um überhaupt dort spielen zu können. Wir haben es bis jetzt so gehandhabt, daß die Band nichts zu zahlen braucht und auch das Eintrittsgeld einstecken kann. Sie können auch in den Kellerräumen, die wir umgebaut haben, mit ihren Schlafsäcken übernachten. Mittlerweile müssen wir aber etwas Geld für den Türsteher und den Mixer verlangen. Die meisten Bands haben es nicht auf die Reihe bekommen die Eingangstüre zu bewachen. Auch kennen unsere Türsteher die Leute besser in der Gegend. Im Grunde stellen wir jeder Band den Laden zur Verfügung. Die Bands können nebenbei auch die Eintrittspreise selber bestimmen. Es gab da schon Gruppen die 15 DM Eintritt verlangten und noch nicht einmal ihre Instrumente halten konnten. FAITH NO MORE spielten vor einiger Zeit für 5 DM Eintritt bei uns im Laden. Das ist auch so eine Sache für sich. Ich finde, daß viele kleine Bands einfach auf dem Teppich bleiben sollten.

Eure Tour, die im September beginnt, führt Euch wohin?
- Deutschland einmal rauf und runter, dann in die Schweiz, Österreich und Frankreich, wo wir schon lange nicht mehr waren. Wir freuen uns sehr auf diese Tour.
Ich finde es echt super was die RUBBERMAIDS da mit ihrem Club MARQUEE machen. Es sollten sich wirklich einige Leute daran ein Beispiel nehmen.
Story: Gisela