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Die englische Band SLADE, die ja nun auch schon ihr 20jähriges Bandbestehen schon einige Zeit hinter sich haben, waren Ende ´93 auf großer Deutschlandtour. Der Supportact wurde von der
dänischen Band B-JOE übernommen, die ja als heißer Insidertip gehandelt werden. B-JOE überzeugten an diesem Abend nicht nur mich, mit ihrer gekonnten Show und vor allen Dingen mit der sehr guten musikalischen Leistung,
welche die Musiker der Band brachten, sonder auch sehr viele Leute im Publikum. Aber leider gehen immer noch zu wenig Leute in Konzerte der ´kleineren Bands´. Ich hoffe jedenfalls, daß es in der nächsten Zeit einmal ein
Umdenken gibt und man auch solch ´kleinen´ und sehr guten Bands eine Chance gibt, denn erstens kosten diese weniger und in den meisten Fällen sind diese Gigs qualitativ besser wie manches ´große Konzert´. Aber jetzt
genug davon und kommen wir lieber zu SLADE. Bei ihrem genialen Konzert, indem sie nicht nur ihre alten Gassenhauer sondern auch neues Material brachten, ging das Publikum voll mit und sie konnten beweisen, daß sie von
der alten Power noch nichts verloren haben. Auch ihr neuer Sänger hatte die Fans auf seiner Seite, was bei einem solchen Publikum manchmal wirklich sehr schwer ist.
Nach ihrem Set unterhielt ich mich dann noch
ganz zwanglos mit Dave Hill (guitar). Als sich SLADE´s neuer Sänger endlich genug über meine ´nice boots´ ausgelassen hatte, konnte ich meine erste Frage an Dave loswerden.
´Will Slade eigentlich wieder ein neues Album veröffentlichen?´
wollte ich wissen. Auf diese Frage antwortete Dave mit einem klaren ja und dieses soll Anfang 1994 auf den Markt kommen. Eine Single gäbe es schon Ende 1993.
SLADE bestritt in der letzten Zeit sehr
viele Oldie-Festivals und das mit sehr großem Erfolg. Was mich also interessierte, wieso SLADE sich nun zu einer Solotour entschieden haben. Dave meinte dazu, daß er gemerkt habe, das auch sehr viele junge Kids
auf ihre Musik abfahren würden und es gäbe ja auch jetzt das neue Material, was sie ja verständlicherweise bei einer Oldienacht nicht bringen könnten. Er bemerkte auch, daß das Publikum in Deutschland auch viel offener
ist für neue Musik als wie die Leute in England. Aber vor allem wären es die jungen Leute, die für eine solche Musik offen sind, denn das hätten sie auch jetzt immer wieder bei den Oldienächten bemerkt, wo SLADE in der
letzten Zeit des öfteren ´Top Of The Bill´ waren. Es war meistens so, daß die jüngeren bis zum Schluß ausharrten. Der Vorteil einer Solotour ist auch der, daß wirklich nur echte SLADE-Fans ins Konzert kommen und die
Musiker mit einer ganz anderen Einstellung in ein Konzert gehen und somit den Fans wirklich zeigen könnten, daß sie noch in der Lage sind neue und unverbrauchte Lieder zu spielen.
Sie schwelgen also nicht in alten Erinnerungen, was auch für mich sehr wichtig ist. Dave findet auch, daß die meiste Musik und sehr viele Leute, vor allem wiederum die jüngeren von dem Sound der Sixties und
Seventies beeinflußt wurden.
Worauf ich natürlich sofort fragen mußte wovon Dave denn beeinflußt worden sei.
Bei Dave wurde es etwas schwierig, denn er führte einiges auf. Wie z.B. höre er sehr gerne Pop-Musik, Chris Rea usw., aber auch natürlich Stevie Winwood und auch Van Morrison. Zum Schluß meinte Dave noch, daß die
60er und 70er Jahre sehr gute Zeiten waren und heute durch die ganzen Kriege, die in der Welt herrschen, fühlen sich viele wieder wohl, wenn sie die Musik der 60er und 70er Jahre hören. Man kann dieser
sympatischen Band wirklich nur alles Gute für ihre weiteren Aktivitäten wünschen, denn bei ihrer Show kommt auch heute immer noch sehr viel Freude auf und das ist es ja was die Musik bewirken soll. Wir sollen einfach
Fun bei der ganzen Musik haben. Ich kann euch nur sagen, ich hatte meinen Spaß beim Konzert. Story: Gisela |