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Als Side-Projekt startete Michael Amott im Jahre 1992, zusammen mit Freunden, die Band SPIRITUAL BEGGARS. Michael, der ja langjähriges Mitglied der Death-Band CARCASS ist, begibt sich mit
dieser neuen Band, auf vollkommen neue, musikalische Wege. Zusammen mit Michael Amott konnte ich dann auch einige an Fragen abarbeiten, die ich zu seinem neuen Projekt hatte.
SPIRITUAL BEGGARS wurde ja, wie schon
im Vorwort erwähnt als Side-Projekt von CARCASS durch Michael ins Leben gerufen. Soll dieses jetzt nur ein Projekt bleiben, oder ist diese Band ein fester Bestandteil in der Metal-Szene?
- Die Band SPIRITUAL BEGGARS ist von jetzt an meine Hauptband. Es ist kein Side-Projekt mehr von CARCASS.
Der Sound von ´Another Way To Shine´ ist ganz anders als der von CARCASS. Was denn der Grund für dich
gewesen einen solchen gewaltigen Wechsel zu vollziehen? - Für mich war es einfach an der Zeit, einen anderen Sound zu kreieren. Ich wollte einfach ein paar Schritte weiter gehen. Mit den neuen Musikern, die jetzt
bei SPIRITUAL BEGGARS sind, hatte ich dann auch diese Möglichkeit. Es ist sozusagen ein neues Kapitel in meinem Leben.
Soundmäßig ist das Material stark an die 70ties-Zeit angelehnt. Liegen denn deine Einflüsse in den 70iger Jahre? - Ja, denn das sind die Bands, mit denen ich aufwuchs. In meiner Album-Kollektion sind auch fast
ausschließlich nur alte Scheiben zu finden. Wir haben auch sehr viel Wert darauf gelegt, dieses Material auch so aufzunehmen, wie es in den 70iger Jahren recordet wurde. Wir hoffen nun natürlich, daß die Leute dies auch
mögen.
SPIRITUAL BEGGARS besteht ja nur aus drei Musikern. Soll dies in der nächsten Zeit auch so bleiben? - Nein, wir haben noch einen vierten Musiker in der Band, der aber nur für die Percussion, wie
z.B. Kongas, zuständig ist. Die Zusammenarbeit ist bei drei Musikern auch viel besser und sie bringt uns in andere Dimensionen.
Diese anderen Dimensionen erlangt die Band auch durch die Aufnahme, denn die Basic-Track wurden Live eingespielt. - Das war sehr wichtig für uns, denn in der heutigen Zeit gibt es einfach zu viele Alben, die
überproduziert sind. Diesen Platten fehlt einfach die Live-Energie und diesen Fehler wollten wir auf unserem Album nicht machen. Wir haben auch bewußt auf altes Equipment bei den Aufnahmen zurück gegriffen. Wir wollten
diese 70iger Atmosphäre auch mit den Instrumenten aufbauen.
Man die Songs eines Album ja auch live genau so gut bringen, wie sie auf Platte sind. - Das war ja auch der Grund für diese Art der Aufnahmen.
Bei CARCASS waren wir damals einfach zu lang im Studio und es wurde auch mit zu vielen Overdubs und Effekten gearbeitet. Das gefiel mir einfach nicht mehr. Ich wollte einfach wieder natürlicher arbeiten und deswegen
habe ich mich auch entschlossen eine Band zu gründen, wo ich diese Arbeitsweise wieder umsetzen kann. Was auch in der heutigen Zeit sehr wichtig ist, denn überproduzierte Platten gibt es wirklich wie Sand am Meer.
Story: Gisela |