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SUBWAY 1994

SUBWAY, die gerade in Los Angeles ihr zweites Album 'Taste The Difference' eingespielt haben, schicken sich an, in den deutschen Rock-Olymp aufzusteigen. Das Potential dazu besitzen sie auf jeden Fall. Henry Sauter, der zusammen mit Bemy Bitzer auf Promotour war, beantwortete mir auch, im Kölner Maritim-Hotel, gerne meine Fragen, zu diesem und jenem.

Das Erste was mich interessierte, war natürlich das, warum SUBWAY ihr neues Album in L.A. aufgenommen haben.
- Es standen mehrere Sachen zur Auswahl, sowie auch mehrere Kombinationen von Produzenten. So konnten wir in der Schweiz, wo auch unser Debut aufgenommen wurde, 'Low Budget'-mäßig alles durchziehen. Aber die Medienwirksamkeit ist dabei ja doch nicht so gegeben. Auch stand das Wisselord-Studio in Holland zur Diskussion. Ja und zufällig war Andy Schilling, von unserem Label, in Amerika und lernte dort Mikey Davies kennen. Andy machte uns dann den Vorschlag in L.A. aufzunehmen und nach längerem überlegen sind wir dann zu dem Entschluß gekommen, diesen Vorschlag anzunehmen. Der Hauptbeweggrund war eigentlich der, daß wir damit einen anderen Eindruck und vor allen Dingen einen professionellen Einfluß, seitens des Produzenten, bekamen.

Was man, finde ich, auch merkt
- Ich denke auch, wobei ich aber andere Produzenten nicht schlecht machen will, aber Mikey Davies hat seinen Job sehr gut gemacht. 'Taste The Difference' ist zwar im selben Stil wie unser Debut ausgefallen, aber eben professioneller und rougher.

Die Songs sind ja auch auf dem neuen Album härter und aggressiver geworden.
- Das war von Anfang an unsere Absicht. Jetzt nicht nur aus dem Grund, weil unser Debut auf Sicherheit getrimmt war, sondern wir haben einfach gemerkt, daß sich unser Sound in diese Richtung entwickelt hat.

Ich finde auch, daß wenn man SUBWAY schon einmal live gesehen hat, wird man zugeben müssen, daß 'Taste The Difference' dem Potential der Band sehr nahe kommt.
- Genau, das haben wir auch gemerkt, daá manche Leute sehr erstaunt waren , als sie uns live gesehen haben. Wir haben uns auch gewundert, daá unser Debut so gut lief.

'Taste The Difference' kommt Eurem Potential schon sehr nah.
- Das stimmt, obwohl ich jetzt nicht damit sagen will, daß es schon das NON PLUS ULTRA für mich persönlich ist. Aber trotzdem bedeutet dieses Album einen Schritt nach vorne für uns. Das wollten wir auch damit erreichen. Es ist aber trotzdem noch genug Spielraum für uns vorhanden.

SUBWAY hat ja auch im letzten Jahr sehr viele Liveerfahrungen sammeln können. Erst einige Einzelgigs, dann Tour mit TALISMAN und zum Schluß die Tour mit AXXIS und SCHUBERT.
- Richtig, beide Touren sind sehr gut gelaufen, wobei die Tour mit TALISMAN in einem kleineren Rahmen verlief und die Tour mit AXXIS, die wir unbedingt machen wollten, lief natürlich in größerem Rahmen. Die Plattenfirma wollte erst nicht so recht, denn es ist ja auch ungewöhnlich, daß eine Newcomerband zwei Touren hintereinander absolviert. Im Nachhinein muß man aber sagen, daß die Entscheidung mehr als richtig war.

Die Band weilte gerade zu der Zeit in L.A., wo auch das große Erdbeben die Stadt erschütterte. Habt Ihr denn viel davon mitbekommen?
- Mitbekommen ist, glaube ich, leicht untertrieben. Aber das wir in Lebensgefahr waren, haben wir eigentlich nicht so recht mitbekommen, denn dieses ist uns erst später bewußt geworden, als wir das Ausmaß des Erdbebens gesehen haben. Wir hatten zwar nicht allzu viele Schäden im und am Hotel, aber der Schock saß tief und ich glaube, daß wir dieses nicht so schnell vergessen werden. Ich glaube auch, daß nicht die Stärke des Bebens maßgebend war, sondern die Länge und die Vielzahl der Nachbeben, die auch noch extrem stark waren. Wir haben Glück gehabt, daß wir nicht an der Stelle waren, wo es am schlimmsten war. Das Zentrum des Bebens lag ca. 5 Km von unserem Hotel entfernt.

Wie sehen denn jetzt die Pläne von SUBWAY für die nächste Zeit aus?
- Also geplant ist bis jetzt, außer ein paar Einzelgigs, noch nichts. Wir sind aber immer auf dem Sprung, aber im Moment können wir nur abwarten. Aber ich denke, daß auf jeden Fall eine Tour ansteht, denn ich finde, daß unser Vorteil im Live-Bereich liegt.
Wo ich Henry Sauter voll zustimmen muß. Aber auch ich glaube an eine Tour von SUBWAY. Warten wir ab, was da noch auf uns zukommt.
Story: Gisela