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SUCH A SURGE 1995

Was sich am Anfang als Metal der Menschheit präsentierte, wandelte sich spätestens nach dem Erfolg von RAGE AGAINST THE MACHINE oder aber auch von der jetzigen neuen deutschen Hoffnung SUCH A SURGE in eine ganz neue Richtung. Diese Richtung, bei der sich Metal mit Rap und HipHop verschmelzen ist im Moment sehr angesagt. So natürlich auch SUCH A SURGE, die schon Touren mit BIOHAZARD und DOG EAT DOG aufwarten können. Aber es gibt natürlich auch noch einiges andere, welches ich Oliver Schneider, Michel Begesame (beide vocals)  und Axel Graf (bass) entlocken konnte.

Nach der ersten Veröffentlichung einer Maxi-CD folgte nun auch der Release ihres ersten kompletten Albums ´Under Pressure´. Diese wurde in den New Yorker Pyramide Studios unter Regie von Alex Perialas aufgenommen. Warum eigentlich gerade New York?
Oliver:
Als erstes muß ich berichtigen, daß das Studio im Bundesstaaat New York liegt und im gewissen Sinne kann man diese Art von Musik mit Brooklyn in Verbindung bringen. Deshalb war es für uns auch wichtig, dieses ganze Flair und das Feeling mit in unsere Musik einzubringen. Ich glaube nicht, daß wir dies in einem deutschen Studio so gut geschafft hätten. Ein anderer Grund dafür war auch der, daß wir einfach weg sein wollten, von alledem was uns sonst so umgibt. Wir wollten einfach den Kopf frei haben.

SUCH A SURGE arbeiten auch mit zwei Sängern. Warum eigentlich?
Oliver:
Das hat sich eigentlich so ergeben, daß wir mit zwei Sängern arbeiten. Michel war schon vor mir in der Band gewesen und er ist eigentlich ein Metalsänger, wogegen ich aus der HipHop-Ecke komme. Bei einer Jam-Session mit mir zusammen, gefiel uns auf Anhieb dieser Sound und dann haben wir uns eigentlich ziemlich spontan dazu entschlossen zusammen mit dieser Musik weiterzumachen.

Was auch sehr ungewöhnlich ist, ist die Tatsache, daß SUCH A SURGE in drei Sprachen auf dem Album singt. Warum habt Ihr Euch denn dazu entschlossen?
Oliver:
Die Erklärung hierfür liegt eigentlich auf der Hand. Daher das die Muttersprache unseres Sängers Michel französisch ist, lag dieses natürlich sehr nahe auch Songs in französisch zu bringen. Deutsch ist natürlich klar, wir sind nun mal eine deutsche Band und die Leute sollen Dinge, auf denen wir sehr viel Wert legen auch verstehen. Ja und Englisch, weil es sich einfach gut anhört.

Die Songs von SUCH A SURGE sind ja auch textmäßig sehr sozialkritisch ausgelegt, welches vor allem für die in deutsch gesungenen Songs zutrifft.
Oliver:
Das ist richtig, aber wir versuchen sehr viel Wert darauf zu legen, daß wir nicht nur über soziale Sachen zu bringen. Das die deutschen Texte jetzt so ausgefallen sind, ist auch viel Zufall gewesen. Wir schreiben eigentlich nur über Sachen, die uns so umgeben. Trotzdem versuchen wir dieses denn in Frage zu stellen, aber wir würden nie versuchen den Leuten vorzuschreiben was sie zu tun oder zu lassen hätten. Uns ist es sehr wichtig, die Leute nicht zu beeinflussen. Wir wollen eigentlich nur mit den Songs ausdrücken, was in uns selber so vorgeht.

Findet Ihr denn nicht, daß sich dieser Trend totläuft, denn im Moment versucht doch jede Band auf diesen Zug aufzuspringen.
Axel:
da kann man nichts daran machen. Mit Sicherheit wird dieser Trend mit der Zeit rückläufig werden, aber dann werden nur noch die stärksten Bands überleben. Das Trends nicht gut sind ist ja klar, aber wir können es einfach nicht verhindern.
Michel: Eins steht für uns aber fest, wenn diese richtig nicht mehr in ist, werden wir immer noch diese Art von Musik machen und sei es nur noch bei uns im Proberaum.

SUCH A SURGE befanden sich ja auch sehr viel auf Tour u.a. mit BIOHAZARD, MUCKY PUP oder jetzt zuletzt mit DOG EAT DOG, welche für die Jungs von SUCH A SURGE sehr gut verlief. Was liegt denn jetzt in der nächsten Zeit bei Euch an?
Michel:
  Genau, im März und April sind wir mit MR. ED JUMPS THE GUN auf großer Tour. Wir hoffen auch, daß diese wieder genau so wird, wie die Tour mit DOG EAT DOG, bei der sich mit den Jungs von DOG EAT DOG eine regelrechte Freundschaft entwickelt hat.
Hoffen wir es, daß diese Tour für SUCH A SURGE ein Erfolg wird, denn deutsche Bands haben es ja hierzulande sehr schwer die richtige Anerkennung zu bekommen.
Story: Gisela