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T.M. Stevens, ein Name, den man sich merken sollte! Er brillierte schon als Bassist bei solch großen Persönlichkeiten wie Joe Cocker, Tina Turner oder aber auch Billy Joel. Nun hat er endlich
einmal seine eigenen Ideen auf ein kleines Metallteil gepreßt. Herausgekommen ist ein Album, welches viel heavier klingt, als man es vielleicht angenommen hätte. T.M. Stevens hatte nämlich bei diesem Soloalbum die
Möglichkeit das zu zeigen und vor allem zu beweisen, daß er ein ausgezeichneter Songschreiber ist. Es gibt aber noch sehr viel über diesen Ausnahmemusiker zu berichten, aber lassen wir ihn doch mal selbst zu Wort kommen.
Geboren wurde T.M. Stevens in der Bronx von New York. Seine ersten Kontakte waren der Soul und die Popmusik. Ist dies zurückzuführen auf deine Jugend in der Bronx? - Das kann man so sagen, denn meine
Mutter stand voll auf den Rhythm´n Blues Material und ich wuchs total mit dieser Musik auf. Ich hörte sie schon als kleines Kind. In der Folgezeit kam ich denn über Sly & The Family Stone zu Led Zeppelin. Das war
eigentlich der Beginn von dem, was ich heute an Musik mache.
Das ist im Grunde genau der selbe Weg, den ich auch durchgemacht habe. Bevor er sein Soloprojekt aufnahm arbeitete er schon, neben den zu Anfang
genannten Künstlern, mit Steve Vai oder Little Steven zusammen. Was war denn jetzt ausschlaggebend für dich ein Soloalbum zu recorden? - Das war im Grunde ein Resultat von dem was ich bis jetzt gemacht habe. Ich
habe wirklich sehr viel mit anderen Künstlern zusammen gearbeitet. Nach der letzten Joe Cocker Tour kam mir dann die Idee doch mal was eigenes zu starten. Es war zwar nicht ganz einfach, aber ich habe gemacht was ich
mir vorgenommen habe.
Ich glaube ich kann mich sogar noch an diese Tour mit Joe Cocker erinnern, denn auch ich mag den Sound von Joe Cocker. Schon damals fiel mir dieser Bassist, durch seine Leichtigkeit, in
Bezug auf das Spielerische, auf. - Oh je, hast du den schwarzen und verrückten Mann auf der Bühne gesehen, das war ich.
Auch Tina Turner steht auf der Liste von T.M. Stevens. Auf Tour warst du aber nicht mit ihr gewesen? - Nein, ich habe nur mit ihr zusammen ´Simply The Best´ und ´Foreign Affair´ aufgenommen.
Kommen wir
aber doch jetzt zu T.M. Stevens eigenen Album. Er arbeitet auf ´Boom´ mit sehr vielen bekannten Gastmusikern ( Al Pitrelli, Little Steven, Devin Townsend). Warum so viele und vor allem so unterschiedliche Musiker?
- Da ich keine eigene Band besitze, wollte ich durch gute Musiker die wirklich unterschiedlichen Songs den letzten Schliff erteilen. Es ist eine wirklich gute Kollektion geworden. Die Namen hören sich fast an,
wie eine All-Star-Band.
Mir kommt es auch so vor, nach dem ich das Album gehört habe, daß T.M. Stevens ein sehr breites Spektrum an Musik hat, welches er gerne hört. - Das ist vollkommen richtig. Ich
mag es diese verschiedene Stilistiken miteinander zu verbinden, denn ich experimentiere sehr gerne. Um noch einmal auf die Musiker zurückzukommen. Ich arbeite jetzt nicht ausschließlich mit bekannten Musikern zusammen,
denn es gibt auch sehr gute unbekannte.
Jetzt wirft sich für mich eigentlich die Frage auf, welche der vielen Richtungen denn die ist, die T.M. Stevens am liebsten mag. - Ich mag die funkige Art des
Heavy Rocks. Hinzu kommt aber dann noch der Rap. Aber die Basis ist für mich ohne Zweifel der Funk. Ich glaube das hört man den Songs auch an.
Das Album nennt sich ´Boom´. Aber dann folgt noch ein Zusatz der
lautet ´Out Of Control´. Was bedeutet dieser Satz? Bist du ´Out Of Control´? - Das hat mich noch keiner gefragt. Ich habe eigentlich nach einem Namen für die Band gesucht und ich erinnerte mich dann an eins, was
Joe Cocker Stagemanager einmal zu mir gesagt hat. Er meinte: ´T.M. you are Out Of Control.´ Das kam daher, als ich in die Band kam, erschien ich mit bemalten Leggins, oder besser gesagt Leggins wie sie nur die Tänzer
tragen. Dann hatte ich auch noch meine Haare gestylt und der Stagemanager meinte nur, das Joe Cocker im Grunde doch ein Bluessänger wäre und deswegen kam dann von ihm der Ausdruck ´Out Of Control´. Das hat mir so gut
gefallen. Das kann ich mir genau vorstellen, denn nach unserem Interview war ich der Überzeugung mit T. M Stevens einen wahrlich sympathischen Musiker kennengelernt zu haben. Jetzt können wir nur auf seine
Auftritte im März und vorab auf der Frankfurter Musikmesse gespannt sein. Story: Gisela |