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Nach seinem plötzlichen Ausscheiden von ANATHEMA, gründete Darren J. White, zusammen mit ex-CRADLE OF FILTH und EXTREME NOISE TERROR-Mitgliedern, seine neue Combo THE BLOOD DIVINE. Ganz andere
Töne werden auf ´Awaken´ angeschlagen. War es bei ANATHEMA noch Death-Metal, der die Oberhand hatte, so ist es bei THE BLOOD DIVINE der Gothik-Rock. Wie es zu dieser ganzen Änderung kam, konnte ich von Darren im
nachfolgenden Interview erfahren.
Darren hielt sich eine ganze Zeit in Indien auf. Welche Erfahrungen hast du denn in Indien gemacht? - Es war schon immer mein Wunsch eine Zeit lang in Indien, zusammen mit
meiner Freundin zu verweilen. Aber wir hatten nie Zeit dazu. Nachdem mich ANATHEMA aus der Band gekickt hatten, war die Zeit gekommen und wir konnten länger als erwartet dort bleiben. Die größte Erfahrung, die wir in
Indien bekommen haben, war die, daß die Leute viel emotionaler und vor allem sind sie viel zufriedener. Das hat dann auch auf mich abgefärbt und ich bin nach 2 1/2 Monaten viel ausgeglichener und zufriedener
zurückgekehrt. Ich würde gerne wieder zurück gehen, aber es ist ja alles so teuer.
Die Band setz sich ja aus stilistisch sehr unterschiedlichen Musikern zusammen. Wie kam es denn zu diesem Sound? - Wir
haben sehr viel herum experimentiert. Wir waren alle der Meinung, daß dies der einzige Weg sei, den wir in Zukunft gehen wollten. Jeder hat etwas dazu beigetragen und das macht das die Songs auch sehr natürlich und mit
der richtigen Heaviness versehen sind. Wir wollten auch mit unserer Musik wieder positiver werden. Alle in der Band haben in der Vergangenheit mit Bands zusammen gearbeitet, die alles schwarz sahen und genau das wollten
wir ändern. Keiner hatte die Idee dazu, es war vielmehr das Resultat einer großartigen Zusammenarbeit.
Die Texte von ´Awaken´ sind sehr ernst ausgefallen. Sind es Sachen die du fühlst oder denkst? - Das
ist richtig, denn das ist wie eine Therapie für mich. Nach dem Writing fühle ich mich viel besser. Es hilft mir einfach. Ich warte auch mit den Texten so lange bis ich einfach schreiben muß. Deshalb kommen sie auch so
emotional rüber.
Obwohl man das Album nicht in irgendeine Schublade einordnen kann, wirkt es doch sehr homogen. Die Songs besitzen zudem noch sehr viel Atmosphäre, weil sie teilweise noch mit Keyboards
untermalt wurden. Ich denke auch, das THE BLOOD DIVINE durch diese Veröffentlichung mehr Leute ansprechen, als sie es mit ihren früheren Bands getan haben.
- Ich hoffe es auch, denn die Leute werden mit Sicherheit sehr überrascht sein, von dem Sound.
Kannst du mir ein wenig von den Musikrichtungen deiner Mitstreiter erzählen? - Es sind drei Mitglieder von
der Band CRADLE OF FILTH. Benjamin Ryan unser Keyboarder mag sehr laute und abgedrehte Musik. Paul Ryan (guitar) liebt den Heavy Metal sehr, Paul Allender (guitar) steht total auf Rockmusik und ich liebe die 60ties und
70ties. Alle meine Top Ten Bands kommen aus dieser Zeit. Bassist Steve Maloney war in Vergangenheit in diversen Punkbands und Was, unser Drummer, liebt Frank Zappa über alles, aber auch Jazz zählt zu seinen Favoriten.
Das muß ja auch ein sehr interessantes Songwriting gewesen sein. - Jeden Freitag haben wir uns getroffen, haben dann die Riffs gespielt, die uns am Herzen lagen und jeder konnte dann seine eigenen
Ideen mit einbringen. Es war schon eine interessante Zeit
In der letzten Zeit sind die Dark Wave Bands ja auch wieder verstärkt im Vormarsch, aber nicht im Stiele der 80er Jahre, sondern mit moderneren
Elementen der 90er versehen. - Das fühle ich auch so. Der Sound von THE BLOOD DIVINE ist ebenfalls so ausgelegt. Wir sind auch stilistisch offen für alles was mit Musik zu tun hat. Die Hauptsache ist es aber, daß
es uns gefällt. Mir gefällt es und ihr könnt euch auch von der Qualität dieser Band überzeugen, denn sie gehen zusammen mit MY DYING BRIDE und CATHEDRAL im November auf Tour. Story: Gisela |