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Im Jahre 1994 veröffentlichte eine dänische Band namens UNLEASHED POWER ihr Debutalbum ´Quintet Of Spheres´, welches sehr dem Power-Metal angelehnt war. Jetzt anno 97 stehen sie mit ihrem
zweiten Werk ´Mindfailure´ in den Startlöchern, worauf sie sich wesentlich progressiver vorstellen. Das ist aber nicht die einzigste Änderung, denn der Name wurde in U.P. umbenannt und es gab auch noch einige
Besetzungswechsel. Gitarrist Ken Jakobsen hielt sich auch in Deutschland auf, um auf die neugierigen Fragen mit einer ausgenommen freundlichen Gelassenheit zu antworten.
Es ist ja
eine lange Zeit verstrichen zwischen dem ersten Album und ´Mindfailure´. Was hat sich denn in der Zwischenzeit alles bei euch getan? - Nachdem das erste Album veröffentlicht war, startete ich das Songwriting für
das neue Album und ich plante auch wieder einen Studioaufenthalt. Dann verstarb im Sommer 1994 plötzlich unser Bassist John Lievano. Mein Drummer Edward Owen und ich entschieden uns denn Ende des Sommers für die
Auflösung von UNLEASHED POWER. Ich war aber immer darauf aus, ein neues Album aufzunehmen. Ich fand dann auch in Brian Thane Chaffee (vc), Tony Spagano (bs), und Jörg Michael (dr) Musiker, die dieselbe Liebe zur Musik
haben wie ich. Wir haben alle dasselbe Feuer in uns.
Der Gesang von Brian ist ja auch sehr powervoll. - Ich finde, daß er auch der beste Sänger ist, den ich bekommen konnte. Brian war auch so engagiert
bei der Sache, daß es eine wahre Freude war, die Platte zu recorden.
Das Album ist ja auch schon vor längerer Zeit recordet worden. Habt ihr denn schon wieder neues Material? - Ja und wir werden jetzt
auch wieder zwei Songs vom neuen Material aufnehmen, um diese denn als EP, vor unserer Tour im Herbst/Winter zu veröffentlichen. Eigentlich könnten wir schon wieder ein neues Album aufnehmen, denn in der Zeit, seit dem
letzten Studioaufenthalt haben wir sehr kreativ zusammen gearbeitet. Die Kollaboration zwischen Brian und mir ist sehr fruchtbar.
Der Stil von U.P. ist sehr schlecht einzuordnen, denn es gibt Powermetal-Parts
ebenso wie doomige oder aber auch progressive Teile auf ´Mindfailure´ zu hören. Ist dies der Weg, den ihr in Zukunft beschreiten werdet? - Ich denke, daß wir den progressiven Weg einschlagen werden. Für uns ist
es sehr schwierig, einfache Songs zu schreiben. Vielleicht denken wir zu kompliziert. Aber gerade das macht uns Spaß. Brian und ich gehen auch sehr konzentriert an das Songwriting und wir wissen nicht, was am Ende dabei
herauskommt. Wichtig ist für uns beide aber, das die Songs ihre Melodie nicht verlieren.
Sehr ungewöhnlich ist die Länge der einzelnen Songs. So gibt es mit ´Gateway To Deadly Sins´ (8:32) und ´Cataclysm´
(11:33) überaus lange Songs auf der Scheibe. - Das wird sicher daran liegen, daß ich in der Vergangenheit sehr viele klassische Scheiben gehört habe. Der Song ´Cataclysm´ ist wie ein Buch, welches 5 Kapitel hat.
Dieses Stück erzählt die Geschichte von einem Mann, der sehr konfus durch die Welt geht und von dem einzelne Lebensabschnitte erzählt werden. Das die Stücke so lang geworden sind mag vielleicht auch daran liegen, daß
für mich die Texte sehr wichtig sind und ich gerne Geschichten erzähle, die dann nicht gerade kurz sind. Wenn man sie kürzer halten würde, hätten sie ihren Sinn verloren. Ich finde auch, daß man sich die Texte auf
manchen Stücken genauer durchlesen sollte, denn sie sind wirklich sehr interessant. Gespannt bin ich jetzt nur, wenn U.P. unsere Hallen unsicher machen werden. Wollen wir hoffen, daß dies im Herbst oder Winter der Fall
sein wird. Story: Gisela |