GÄSTEBUCH

HM BREAKDOWN
CD-Kritik
Konzerte
News
Tourdates
Archiv
Kontakt
Interviews
Pub-Führer
Studio-Report
Partnerseiten
Disclaimer
Special

UNDER SUSPICION März 2002

1999 kamen zwei zusammen – Klay Shroedel (drums &keyboards) und Peter Roberts (guitars) – um gemeinsam Hardrock Musik zu machen. Aber sie blieben nicht lange zu zweit. Jeff Adams gesellte sich dazu. Fortan nannten sie sich UNDER SUSPICION und brachten nun ihr Debütalbum gleichen Namens auf den Markt. Mit Klay sprach ich über ihr Album „Under Suspicion“.

Wie kamt ihr auf euren Bandnamen UNDER SUSPICION?
- Ja, wir waren alle schon einmal im Gefängnis... (lacht), aber Spaß beiseite. Nun, wir hatten einige Ideen bevor wir mit unseren Album starteten. Und als jemand sagte, dass „suspect“ interessant klingen würde, haben wir es in die engere Wahl genommen. Und aus „suspect“ wurde dann durch Wortspielereien UNDER SUSPICION.

Ist UNDER SUSPICION ein Projekt?
- Nein, wir sind eine Band und haben uns nicht für ein Projekt zusammen gefunden. Und auch unser Album ist nicht als Projekt zu verstehen. Wir haben eine Menge Songs geschrieben, die wir gar nicht alle für unser Debütalbum verwenden konnten. Ich denke, im nächsten Jahr werden wir ein weiteres Album machen.

Wir seid ihr zusammen gekommen? Alle habt ihr an vielen verschiedenen Projekten und Musikthemen gearbeitet.
- Auch wenn wir aus verschiedene Bereichen kommen, haben wir alle das letztendlich das gleiche Ziel. Wir wollten Hardrock machen und das hat uns wohl zusammen geführt. Keiner von uns will nur an einer Sache arbeiten und jeder von uns hat seine bisherigen Musikbereiche behalten. Gerade das ist ja für uns so interessant, einen Tag arbeitest du an einer Filmmusik und am nächsten Tag im Studio an Rockmusik mit harten Gitarrenriffs. Wir sind sehr geschäftig und die Chemie untereinander ist stimmig. Wir mögen uns und können gut miteinander arbeiten. Wir sind recht schnell, und es macht einfach Spaß zusammen im Studio an einem Album zu arbeiten.

Euer Cover ist sehr ansprechend.
- Nun, wir waren alle betrunken und hatten.... (lacht), wir hatten drei gute Ideen und schließlich wurde unsere letzte Idee genommen. Jemand ist in einer Kugel und versucht aus eben dieser heraus zu kommen. Aber er schafft es nicht. Soll bedeuten, dass diese Situation häufig im Leben vorkommen kann. Du versuchst etwas Bestimmtes zu erreichen und kommst irgendwie nicht dran.

Wer hat „Under Suspicion“ produziert?
- Peter und ich haben es produziert. Die meisten Songs haben wir in Peters Studio in Hollywood eingespielt. Der Song „Hold on“ wurde in meinem Studio produziert. Mein Studio ist momentan ziemlich stark frequentiert.

Wer ist verantwortlich für die Musik und wer für die Texte?
- Peter und ich haben die meisten der Songs – acht Stücke – komponiert und ich glaube ich habe von sieben oder acht Songs die Texte geschrieben. Für die restlichen Stücke sind Jeff und Freunde verantwortlich. Auf unserem Album haben auch ein paar Gäste mitgewirkt, wie z.B. Kip Winger, ein guter Freund von mir,  und Mickey Thomas von Starship.

Wie kamt ihr auf die Idee, die Songs „End of the game“ und „Fly“ als Duett zu singen?
- Ich denke, es ist für einige Songs viel interessanter und spannender. Zusätzliche Sänger oder Musiker geben einem Album eine zusätzliche, reizvolle Färbung. Auch Chöre im Background verleihen einem Album eine faszinierende Würze.

Euer Musikstil erinnert an die Rockmusik der achtziger Jahre. Was inspirierte euch?
- Es geschah einfach. Das erste was wir machen wollten war ein Rock Album. Das hat uns dann auch zusammen geführt. Es ist nicht so einfach Musiker zu finden, die diese Art von Rockmusik machen wollen. Ich denke, mit Rockmusik kannst du vieles ausdrücken und du kannst praktisch alles damit machen.

Gitarren spielen in euren Songs eine wichtige Rolle.
- Als Peter und ich zusammen an der Musik arbeiteten, war ich der Meinung, dass die Gitarren zu laut sind. Peter und ich trugen deshalb immer wieder kleine Kämpfe aus. (lachend) ... mal gewann ich und mal er,  und wenn er dann im Krankenhaus lag, dann konnte ich die Gitarrenlautstärke wieder etwas mäßigen. Aber Spaß beiseite: Rockmusik ist Gitarrenmusik. Harte Gitarrenrhythmen, die einfach laut sein müssen. Das ist der antreibende Moment der Rockmusik. „The Crunchy Guitar“.

Meine Meinung ist nicht, dass die Gitarren zu laut sind. Im Gegenteil, die Songs wirken sehr harmonisch und melodisch.
- Ja, ja ... danke schön (lachend). Das ist unser Ziel, wir mögen die Melodik und wir lieben es mit Harmonien zu spielen. Es entsteht ein hartes, aggressives Musikbett und darüber wird dann der schöne, harmonische, melodische Gesang gelegt. Wir mögen es sehr und ich denke, das macht die Rockmusik reicher. Die Songs gewinnen an Leben, weil sie durch die Harmonie Gefühle einverleibt bekommen. Interessant ist natürlich auch die Mischung, Songs die Powervoll sind und Songs, oder Parts, die voller Gefühl sind.

Was magst du lieber – power- oder gefühlvolle Songs?
- Ich mag beides. Ich denke, auch die momentane Gefühlslage wird hier eine große Rolle spielen. Das fängt schon beim Schreibprozess oder Entstehungsprozess eines Songs an: Bist du aggressiv, dann wird der Song heavy, bist du in einer gefühlvollen oder traurigen Stimmung, dann wird es sich sicherlich auch in den Songs wiederspiegeln.

Was ist deine Inspiration für euren Musikstil?
- Was ist meine Inspiration! Wir lieben die Musik und das Balancieren mit den Facetten. Es ist unser Leben. Es macht uns einfach Spaß zu spielen und dadurch steigt unsere Motivation auch für die Spielerei mit der Musik, mit den Instrumenten.

In euren Songs finden sich auch klassische Elemente.
- Gerade im Bereich der Rockmusik wird oft und gern  mit klassischen Effekten gearbeitet. Und klassische Musik ist halt auch mein Background. Rock und Klassik gehören einfach zusammen.

Wie war die Arbeit zu „Under Suspicion“?
- Es ist eine andere Art von Arbeit, als bei meinen anderen Projekten. Für einen Film arbeiten unzählig viele Menschen, das Ganze wird beinahe unüberschaubar. Ich mag es mit vielen verschieden Leuten arbeiten zu können. Bei der Produktion eines Albums hast du einen Deal mit einigen, wenigen Leuten der Record-Company, und natürlich mit den Bandmitgliedern. Es ist etwas ganz anderes, aber ist dennoch spannend. Ich denke auch intensiver.
Die Jungs haben recht viel zu tun und somit stehen in der nächsten Zeit diverse Projekten an. Aber UNDER SUPICION arbeitet auch an neuen Songs, und hat vor, im nächsten Jahr ein weiteres Album fertig zu stellen.
www.undersuspicion.net 
Story: Gabi Peiter