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Mit ihrem Debut ´Scorched Earth´ haben die Amerikaner von WARDOG ein sehr ausgereiftes Album vorgelegt. Ich war von der ersten Sekunde an ziemlich angetan von dieser Scheibe. Endlich mal wieder
ein traditionelles Album im Stile von JUDAS PRIEST und IRON MAIDEN unter der Flut von Trends, die ich so zugeschickt bekomme. Für mich war klar, mit dieser Band, sollte man sich einmal näher befassen. Gesagt, getan!
Hier nun ein kleiner Einblick in das, was Chris Catero, Sänger und Bassist von WARDOG mir so erzählte.
Die Band wurde im Herbst 1993 von Tom Gattis (gui.), Ross Martinez (dr.) und Chris gegründet. Erzähl uns doch
ein wenig mehr über die Band. - Wir drei kannten uns schon von der New Mexiko State University. Tom spielte zu dieser Zeit noch, zusammen mit Marty Friedman (MEGADETH) in einer Band namens DEUCE. Richtig zusammen
kamen wir, als wir nach einem Konzert von Tom eine Jamsession veranstalteten. Das funktionierte so gut, daß wir sofort mit dem Songwriting anfingen und auch kurze Zeit später eine Demo-CD aufnahmen. Einige CD´s
schickten wir nach Europa und Detlef Dengler, ein Journalist von dem Magazin ´Heavy oder was?´, war begeistert von dem Songmaterial. Er gab dann auch das Material an Michael Trengert, der für Metal Blade arbeitet und
kurze Zeit später hatten wir eine Vertrag bei diesem Label.
Ungewöhnlich ist es für eine Metalband, daß sie mit zwei Sängern arbeiten. Welche Gründe hattet ihr dafür? - Es macht die Arbeit einfach
leichter für uns. Wir sind somit nicht so sehr an eine Stimmlage gebunden. Der Gesang wird somit viel unterschiedlicher und das finden wir sehr interessant, denn wir können uns somit viel besser an die Songs anpassen.
WARDOG bestehen nur aus drei Musikern. Ist dies auch für die weitere Zukunft geplant? - Nein, wir haben uns vor kurzem dazu entschlossen noch einen Rhythmusgitarristen in die Band aufzunehmen. Paul
rundet durch seine Gitarre erst richtig den Live-Sound von WARDOG ab.
Vor kurzem wechselte die Band ihren Standort von Las Cruces nach Phoenix. Welchen Grund hattet ihr für diesen Umzug? - Wir wollten
einfach in einer Umgebung sein, wo die Musikszene größer ist. Hinzu kommt noch, daß unser Management es für vorteilhafter empfand in Phoenix eine bessere Ausgangsposition zu haben.
Als ich den Song ´Sounds Of War´ das erste Mal hörte, dachte ich, Bruce Dickinson zu hören. - Das wird sicher daher kommen, daß Tom ein typischer Sänger im Stile von Rob Halford und Bruce Dickinson ist. Mir
persönlich liegt mehr die Stimme von Paul DiAnno, daß ist auch die Richtung aus der ich meine Einflüsse erhalten habe.
´Scorched Earth´ ist sehr traditionell angelegt. Trotz allem hört man sehr viele moderne Element heraus. - Das ist richtig. Die Basis der Songs ist auf der traditionellen Schiene der ´80 ausgelegt. Wir lieben es
aber auch neuere Elemente mit in unser Songwriting einzubauen, denn wir hören ja auch Musik die im Moment angesagt ist. Wir wollen aber nicht, wie viele andere Bands auf die Melodie verzichten. Diese ist uns sehr
wichtig. Das finde ich auch, denn die Menschen ist schon aggressiv genug und ich finde es immer gut, wenn Metalbands auf Melodie Wert legen. Bleibt jetzt nur noch zu hoffen, daß WARDOG demnächst auch hier bei uns
zu Gast sind, denn live möchte ich sie mir doch anschauen. Story: Gisela |