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Eine Band aus dem totalen hohen Norden möchte ich euch nun vorstellen. Genauer gesagt kommt XIII aus Island. Ja ihr habt richtig gelesen! Das es auch dort gute Bands gibt stellen sie auf ihrem
zweiten Album ´Serpentyne´ unter Beweis. Eine innovative Band, um Mastermind und Songschreiber Hallur Ingolfsson. Genau diesen hatte ich auch an der Strippe, um ihn einige Löcher über dies und jenes in den Bauch zu
fragen.
Hallur hat sich nun schon seit 14 Jahren der Musik verschrieben. Am Anfang spielte er noch Schlagzeug, welches er aber 1993 für den ersten Live-Gig von XIII mit der Gitarre vertauschte. Warum eigentlich
dieser Wechsel? - Ich wollte mich einfach weiterentwickeln und unser damaliger Sänger hatte seine Grenzen. Da ich sowieso die ganzen Songs selber schreibe und auch selber eingespielt habe, ist mir auch die
Gitarre und das Mikro nicht fremd. Mir macht es auch richtigen Spaß zu singen und Gitarre zu spielen.
Mit den besagten Schubladen gibt es bei XIII so einige Probleme, denn ich kann sie beim besten Willen nicht
einordnen. Welchen Namen würdest du denn eurem Sound geben? - Das ist schwer zu sagen, denn ´Serpentyne´ ist eine Kombination von Musik, die ich gerne höre. Ich nehme von jeder Musik die ich mag nur das Beste,
denn ich bin im Grunde offen für alle Musik die mir gefällt. Sei es jetzt Sister Of Mercy oder aber auch Alice In Chains.
Gehen wir doch jetzt ein wenig in der Zeit zurück. bei eurem ersten Auftritt habt ihr
ohne Drummer gespielt, ihr hatte eine Drummaschine. Welche Reaktionen zeigten denn die Leute? - Die Leute waren sehr skeptisch als sie sahen, daß wir keinen Drummer hatten. Aber wir leben nun mal in einem sehr
kleinen Land, daß die Leute einfach froh waren überhaupt Live-Musik zu hören. Ihnen war nur eines wichtig, einen schönen Abend mit guter Musik zu verbringen. Das ist nunmal der Nachteil in einem so kleinen Land.
Wie mir Hallur erklärte ist die momentane Lage für Livekonzerte sowieso sehr schlecht, denn vor kurzem schloß der einzige Club in Island wo Bands noch live auftreten konnten. Der Grund war Rückgang der
Besucherzahlen. Gibt es denn sehr viele Bands in Island? - Nicht so viele, aber es gibt doch einige aus der Sparte Seattle-Rock.
Ganz wichtig sind für mich die Texte, die sehr tief und emotional, weil sie aus dem tiefsten Innern von Hallur kommen. - Es sind meine Erfahrungen, die ich von der Welt habe. Es gibt so viele Frustrationen
auf der Erde und ich denke sehr viel darüber nach, daß ich manches Mal auch in der Nacht davon träume. Mit dem Schreiben von Songs kann ich denn meine Frustration abbauen. Das sollte man sich wirklich doch zum
Vorbild nehmen, denn jeder könnte auch auf seine Weise mit angenehmen seine Aggressionen und Emotionen abbauen. Jetzt können wir nur noch gespannt sein welche Emotionen Hallur denn für sein neues Album hat, welches
Anfang des nächsten Jahres erscheinen soll. Story: Gisela |