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Special

ADORNED BROOD
Hammerfeste
Black Bards
Seit nunmehr 17 Jahren treiben sich ADORNED BROOD schon im Musik-Biz herum und haben mit tollen Scheiben wie „Asgard´“ und „“Erdenkraft“ für Furore gesorgt. Die Pagan/Viking-Szene hat man jedenfalls im Sturm erobert. Beim letzten Album „Noor“ überschlug sich sogar die Presse. Nun gibt es mit „Hammerfeste“ das neue Werk der Grevenbroicher zu huldigen. Brachial startet das Album mit dem Titelsong, der mit starken Gitarrenriffs aufwartet und zudem noch überirdisch gute Refrains beinhaltet. Dasselbe trifft auf „Pagan Knights“ zu und Sänger Frost zeigt deutlich auf, dass er auch in einer Black Metal Band singen könnte. Trotz allem dominieren die cleanen Vocals und genau das steigert den Hörgenuss. Dies stellt er sehr deutlich bei „in Battle“ unter Beweis. Mit Highspeed geht es bei „Death In Disguise“ weiter. Etwas melancholischer wird es bei „Triumph“, der textlich wunderbar umgesetzt wurde. Stark progressiv angehaucht kommt „Hellea“ zu deutsch Hölle rüber. „Kaperfahrt“ ist ein Song, der ein altes Traditional der deutschen Seemannschöre darstellt. Mit „Bless Our Warriors“ schippern ADORNED BROOD dann wieder in den Hafen ein. Also, Freunde von ENSIFERUM und Co., zieht euch warm an, denn das Album kann mehr als mithalten. Fans können sich auf das neue Album freuen, denn wer auf Viking Metal steht, kann hier absolut nichts falsch machen. Jedenfalls eine Scheibe die nur Spaß verbreitet.
Tracklist:
1. Intro, 2. Hammerfeste, 3. Pagan Knights, 4. In Battle, 5. Death In Disguise, 6. Triumph, 7. Hellea, 8. Lead My Ship, 9. Kaperfahrt, 10. Bless Our Warriors
http://adornedbrood.de
8/10 Punkte
Gisela
VÖ: 01.10.10

AMBERIAN DAWN
End Of Eden
Spinefarm Records
44:31
Fleißig sind AMBERIAN DAWN ja, das muss man wirklich sagen. Mit „End Of Eden“ veröffentlichen sie in gut 2 Jahren schon ihr drittes Album. Die finnische Band um Frontfrau Heidi Parviainen haben sich dem symphonischen Powermetal verschrieben, wie ihn schon Nightwish mit Tarja Turunen als Sängerin praktiziert haben. Sie klingen auch fast so und vom Gesang her klingen sie auch noch klassischer, aber genau das ist der Punkt. Durch das Hauptaugenmerk, welches auf keyboardlastige Songs gelegt wurde, klingen die Songs ein wenig kühl und besitzen nicht den Charme ihrer Landsleute. Es klingt einfach zu überladen als wenn man alles in einem Song hätte verpacken wollen. Die Arrangements hingegen wirken sehr professionell. Das Problem ist aber, dass die Songs sich irgendwie nicht ins Ohr festsetzen wollen. Vielleicht liegt das daran, dass man zu sehr auf das Hervorheben von Gitarre und Keyboard Wert gelegt hat. Man legt zwar viel Wert auf Abwechslung, aber zu viel kann auch störend wirken. Man wagt sich sogar an ein Opern-Metal-Duett mit Bariton Markus Nieminen heran. Trotz allem können die Songs nicht wirklich überzeugen und verpuffen, ohne ihre Wirkung zu entfalten. Auf mich hinterlassen die meisten Songs keinen sehr großen Eindruck. Um an ihre Landsleute Nightwish heranzukommen müssen AMBERIAN DAWN noch einiges dazu lernen. Vielleicht sollten sie mal etwas mehr Zeit verstreichen lassen und sich mehr Zeit für das Songswriting nehmen. „End Of Eden“ ist kein schlechtes Album, aber irgendwie haben sie ihre Richtung noch nicht gefunden. Man sollte sich doch mehr auf das Gefühl verlassen und nicht krampfhaft nach neuen Ideen suchen. Ich denke, dass „End Of Eden“ nur was für totale Fans dieses Genres ist.
Tracklist:
1. Talisman 3:41, 2. Come Now Follow 3:47, 3. Arctica 4:59, 4. Ghostly Echoes 5:44, 5. Sampo 3:12, 6. Blackbird 3:58, 7. Field Of Serpents 3:39, 8. City Of Corruption 4:20, 9. Virvatulen Laulu 3:46, 10. War In Heaven 7:24
http://www.amberiandawn.com
6/10 Punkte
Gisela
VÖ: 22.10.10

7 DAYS AWAKE
Interference
Abandon Records
55:37
Um Zugang zum Album „Interference“, der Bielefelder Band 7 DAYS AWAKE, zu bekommen muss man sich die Scheibe schon einige Male anhören. Ihren Stil, den man grob als Independent Rock bezeichnen kann, tummeln sich Stilistiken aus Indie-Sounds, psychedelischen Backings und emotionalen Modern-Rock. Ein wenig viel auf einmal denkt ihr wohl sicher jetzt, aber nach mehrmaligem Anhören bekommt man immer mehr Zugang, aber ich hatte so meine Probleme damit. Die Band nimmt einem mit auf eine interessante  musikalische Reise. Ihr mittlerweile drittes Album beinhaltet Experimente die den Gitarrensound und die Arrangements betreffen. Ihren Sound, den man zwischen Muse und Radiohead einsortieren kann, ist wirklich nur für extreme Indiefans ein wahrer Leckerbissen. Mir bleibt er jedenfalls verschlossen. Ich denke mal, das größte Problem an den Songs ist, es entsteht kein Fluss, den man einfach nicht entwirren kann. Für mich sind die Songs ein Sammelsurium an Ideen die einfach nicht ausgegoren sind. Sorry aber ich kann mit den gesammelten Stücken von 7 DAYS AWAKE nicht viel anfangen. Vielleicht sollte man sich doch auf das Wesentliche, die Unterhaltung der Fans beschränken und nicht ein Gemisch aus allen Independent Rock-Ecken anbieten. "Interference" ist von der ersten bis zur letzten Sekunde eine richtig schwierige Geschichte, die sicher ihre Sympathisanten finden wird. Wie heißt es so schön: Weniger ist mehr!
Tracklist:
Guiding Star, Memento II, Destination Zero, Sacrileague, Cascading Style Sheets, Greener, Black Holes, Tightrope, Your scene Sucks, Chemtrails, Atlas 2050, Flight Operations
http://www.7daysawake.de
5/10 Punkte
Gisela
VÖ: 08.10.10

ASIA
Spirit of the Night – Live in Cambridge 09
Frontiers Records
57:27
Diese Live CD, die zusammen mit einer DVD auf den Markt brettert, bietet Asia in Originalbesetzung, dabei „ungeschminkt“ und in einem sehr homogenen Livesound. Gerade dieser Klang ermöglicht einen ganz anderen Blick auf die, in der Vergangenheit  doch recht pompös produzierten Songs und somit erhalten die Stücke  in meinen Ohren zuweilen einen neuen, anderen Charakter. Gerade beim Gesang zeigt sich der Unterschied sehr deutlich auf:  So erinnert mich Sänger und Bassist John Wetton einige Male auf dieser CD unglaublicherweise an Chris de Burgh. Ein Vergleich, der mir zuvor niemals gekommen wäre und den sicherlich viele Leser mit Kopfschütteln quittieren werden!   Auch bemerkt man hier und da einmal kleinere Unsicherheiten, die durch die Umstände bei einem Livegig  immer wieder einmal auftreten und das macht die ganze Geschichte einfach  authentisch und sympathisch. Letzteres gerade deswegen, weil man an diesem Umstand technisch hätte sicherlich etwas verändern können. So bleibt es aber echt und das ist gut so! Das die Masters aus dem persönlichen Archiv der Musiker kommen und diese die Show somit eigenverantwortlich  ausgewählt haben, lässt  die Abicht erahnen, dass es durchaus gewollt ist, Asia einmal in diesem Gewand anzubieten. Diese Präsentation hat durchaus ihren Reiz! Der gesamte Sound wirkt also nicht aufgedonnert und die Songauswahl ist zudem sehr gelungen,  bietet sowohl Songs des Comebackalbums „Phönix“ sowie natürlich die Klassiker der Bandgeschichte. Fans der Band werden ihre Freude daran haben!
Tracklist:
Only Time Will Tell, Time Again, An Extraordinary Life, My Own Time, Open Your Eyes, Fanfare For The Common Man, Here Comes That Feeling, Never Again, The Heat Goes On, Sole Survivor, Don’t Cry, Heat Of The Moment, Midnight Sun (Bonus Track).
8/10 Punkte
Guiid
VÖ: 15.10.2010

ALTER BRIDGE
ABIII
Roadrunner Records
66:02
Drei Jahre nach ihrem 2. Album Blackbird haben Alter Bridge ihr neuestes Werk am Start. Und ein weiteres Mal hat sich Michael Baskette der Produktion angenommen. Langsam geht es los mit Slip To The Void, Myles Kennedy flüstert die ersten Worte fast, aber dann entwickelt sich der Song zu einem harten progressiven Metal-Track. Textlich sind die Songs lose miteinander verknüpft, es geht um den Glauben und die damit verbundenen Zweifel. So sind die Songs auch leicht düster, aber ohne zu melancholisch zu sein. Isolation ist ein Gitarren-basierter Rocker mit einer tollen Melodie. Ein echter Ohrwurm, da ist es auch nicht erstaunlich, dass man den Songs als erste Single ausgewählt hat. Weniger metallisch geraten ist Ghost Of Days Gone By, dafür ein wenig melancholisch aber auch mit einem Funken Hoffnung. Myles Kennedy und Mark Tremonti liefern die schweren Riffs und melodiösen Gitarrenläufe ab, während Bassist Brian Marshall und Drummer Scott Phillips für die rhythmische Basis verantwortlich sind. Ein echtes Highlight ist All Hope Is Gone, auch wenn der Song etwas anders geraten ist und so hervor sticht. Anfangs etwas Jethro Tull-mässig - klingt fast als hätten Alter Bridge Jethro Tull gecovert -, wird es doch noch zu einem harten Rocker im Alter Bridge Stil. Wirklich cool. Fans des Alternative Rock sollten Gefallen finden an Make It Right, besonders die langsamen melancholischen Passagen werde gefallen. Wonderful Life ist eine wunderschöne Ballade, die einen wirklich berührt. Es wird Zeit für einen echten Rocker! I Know It Hurts geht sofort ins Ohr und rockt richtig. Kennedy / Tremonti zeigen ein weiteres Mal ihr Können, aber nie ohne in Ego-Trips zu verfallen. Nach den Rock-Tracks Show Me A Sign und Fallout haben die Jungs aus Florida noch einen balladesken Rocker zu bieten mit Breathe Again. Coeur d'Alene beginnt langsame, dann ein Gitarren-getriebener Part bevor man wieder langsamer wird. Der Song ist eine musikalische Achterbahnfahrt, aber auch definitiv einer der Höhepunkt des Albums! Nach Life Must Go On kommt man mit Words Darker Then Their Wings zum Ende. Ein sehr gefühlvoller Song, der ans Herz geht. Man kann eigentlich jeden Song empfehlen, es gibt keine schlechten Songs auf der Scheibe. Es sind vielleicht nicht alles Knaller, aber wenn einem ein Song nicht so gut gefällt, ist es mehr eine Frage des Geschmacks als ein Mangel an Qualität oder Können.
Track list:
1. "Slip to the Void" 4:55, 2. "Isolation" 4:15, 3. "Ghost of Days Gone By" 4:28, 4. "All Hope Is Gone" 4:51, 5. "Still Remains" 4:47, 6. "Make It Right" 4:18, 7. "Wonderful Life" 5:22, 8. "I Know It Hurts" 3:57, 9. "Show Me a Sign" 5:58, 10. "Fallout" 4:24, 11. "Breathe Again" 4:24, 12. "Coeur d'Alene" 4:33, 13. "Life Must Go On" 4:34, 14. "Words Darker Than Their Wings" 
http://www.alterbridge.com/
9/10 Punkte
Claudia Ehrhardt
VÖ: 08.10.10

ARTHEMIS
Heroes
Crash & Burn Records
ARTHEMIS kommen aus Italien und bestehen schon seit einigen Jahren. Sie vermischen traditionellen Heavy Metal mit Power Metal und Thrash Metal-Elementen. Durch diesen Mix klingen sie nicht wie die typische italienische Band, die häufig mit Synthesizern überladen und oft auch sehr komplex sind. „Heroes“ ist ihr 6. Album und den Anfang macht „Scars On Scars“, ein echter Headbanger - und der gibt einen guten Vorgeschmack auf den Rest der Scheibe. Die 10 Songs sind ohne Ausnahme eingängige Metal-Songs, die starke Tiffs und melodischen Gesang kombinieren. Fabio D's Stimme ähnelt der von Iron Savior & Savage Circus Sänger Piet Sielck mit einer kleinen Dosis des großartigen Ronnie James Dio an einigen Stellen. Das klingt nach einer typischen Rock-Röhre, einer Stimme, die klar und kraftvoll ist, die Biss hat und die einen Song tragen kann - und die hat Fabio D. Bass und Drums sind sehr gut, besonders die Double-Bass-Drum knallt und die Rhythmus-Fraktion treibt die Band an, die wie eine gut geölte Maschine funktioniert. Das Album macht Spaß, auch wenn die Band nichts Neues präsentiert, so klingt die Scheibe frisch und macht schlicht Spaß beim Hören. Die Band vermeidet klischeehafte Texte und technische Spielereien, die nur der Ego-Befriedigung dienen. ARTHEMIS ist eine Band, die gut Songs schreiben kann, Songs, die ins Ohr gehen und zum Headbangen einladen!
Track list:
1. Scars on Scars, 2. Vortex, 3. 7 Days, 4. This is Revolution, 5. Home, 6. Crossfire, 7. Heroes, 8. Until the End, 9. Resurrection, 10. Road to Nowhere
http://www.arthemisweb.com
http://www.myspace.com/arthemisweb
8/10 Punkte
Mike Thompson
VÖ: bereits veröffentlicht

ANNIHILATOR
Annihilator
Earache Records
48:50
ANNIHILATOR, bei diesem Namen horchen sofort die eingefleischten Metal-Fans auf. So gibt es wieder ein neues Album zu verkünden, welches schlicht „Annihilator“ benannt wurde. Schon seit Ende der 80iger Jahre beweist Mastermind Jeff Waters das er in Bezug auf das Songwriting immer richtig lag, so auch bei diesem Album. Obwohl sich die Band im Laufe der Zeit von einer Band in ein „Jeff-Waters-Soloprojekt“ wandelte stehen jetzt die Zeichen bei ihrem dreizehnten Studioalbum wieder auf einer kompletten Band. Jeff Waters bricht mit seinem Sänger Dave Padden zu neuen Großtaten auf. Das Album startet mit dem 7-minütigem Opener „The Trend“ wirklich furios, denn nach einem fast 2-minütigem melodiösem Intro bricht der Orkan in Form von einem Trasher, versehen mit Killerriffs los. Zeit zum Ausruhen gibt es nicht, denn weiter geht es mit einem tollen Uptemposong („Coward“), der neue und alte Stilistik von Annihilator widerspiegeln. Mit dem nächsten Song „Ambush“ bleibt der Hochgeschwindigkeitszug auf der Spur. Mit „Betrayed“ und „25 Seconds“ begibt man sich dann in etwas ruhigere Fahrwässer. Bei „25 Seconds“ wird aber zum Ende hin das Gaspedal wieder richtig durchgetreten und genau der Wechsel zwischen Midtempo-Passagen und den Screams von Dave Padden machen den Song so interessant. Bei „Nowhere To Go" geht es wieder etwas langsamer zu und der harmonische Sound gibt dem Song eine gewisse Radiotauglichkeit, was sicher auf dem eingängigen Chorus zurückzuführen ist. Das nächste Stück „The Other Side“ kommt sehr groovig daher und unterstreicht die Abwechslung auf dem Album. Mit Death In Your Eyes“ und „Payback“ werden wieder 2 tolle Uptempo-Songs geboten, die aber sehr variantenreich sind. Den Abschluss des Albums bildet eine Coverversion von Van Halen. Ja ihr habt richtig gehört, „Romeo Delight“ in Annihilator-Manier – klingt super und macht süchtig. Der Van Halen Song wurde in ein gewaltiges Heavy-Gewand gesteckt und es macht einfach Laune sich diesen Song anzuhören. Auf „Annihilator“ ist besonders die Gitarrenarbeit von Jeff Waters und die Gesangsleistung von Dave Padden hervorzuheben. Dave beweist auf diesem Album, dass er sehr variantenreich singen kann. So deckt er das Feld von melodisch bis wütend-aggressiv komplett und kompetent ab. Ins ist aber klar mit „Annihilator“ ist der Band mal wieder ein Album gelungen welches sich nahtlos in den Reigen von tollen Alben einreiht. Jeder Thrashfan sollte sich dieses Album zulegen, denn es ist einfach Spitze!
www.annihilatormetal.com
Tracklist:
01. The Trend, 02. Coward, 03. Ambush, 04. Betrayed, 05. 25 Seconds, 06. Nowhere To Go, 07. The Other Side, 08. Death In Your Eyes, 09. Payback, 10. Romeo Delight
9/10 Punkte
Gisela
VÖ: 17.05.2010

101 SOUTH
No U-Turn
AOR Heaven
61:36
101 South sind Sänger Gregory Lynn Hall und Keyboarder Roger Scott Craig. No U-Turn ist ihr 3. Album seid sie das Projekt 1999 aus der Taufe gehoben haben. Musikalisch hat sich das Duo dem AOR verschrieben and es finden sich Parallelen zu REO Speedwagon, Foreigner, Journey und irgendwie auch Richard Marx. Die Gitarren bedienten Mike Turner, Billy Liesegang (z.B. Nina Hagen Band), Ian Bairnson (Alan Parsons Project) und David Pasillas, andere Gäste sind Chris Thompson - singt Blues Skies - und Alan Kroll (Saxophon / Blues Skies). Jimmy Turner spielte Bass und Hans Geiger saß hinter dem Schlagzeug. Bei All In The Game erinnert mich Gregory Lynn Hall ein wenig an Lou Gramm während die Gitarre etwas von Steve Miller hat... Ein sehr eingängiger balladesker Song. Der Stadion-Rocker What Are You Gonna Do Anyway geht gleich ins Ohr! Perfekt für Rock-Radiostationen! Einer meiner Favoriten ist Yesterday I Gone, ein flotter Rocker mit Blues-Touch. Take Me Home beginnt akustisch und setzt auf Gesang und Gitarre. Aber das absolute Highlight ist Blues Skies, das von Chris Thompson eingesungen wurde und das langsam mit Klavier ausklingt - und dann noch eine kurze Saxophon-Einlage. Okay, 101 South zeigen hier nichts wirklich Neues, aber die Songs sind gut geschrieben und gespielt. Ihre Musik ist eher amerikanischer Natur den europäischer. Aber wer auf Musik von Foreigner und Journey steht, der sollte sich das Album mal anhören!
Track list:
When You're In Love, All In The Game, Lonely Heart, What Are You Gonna Do Anyway, End Of The Game, From What You Know Now, Yesterday Is Gone, Take Me Home, Don't Tell Me It's Over, Blue Skies
http://www.101south.com/
8/10 Punkte
Claudia Ehrhardt
VÖ: 20.11.09

AT VANCE
Ride The Sky
AFM Records/Soulfood
48:30
AT VANCE´s Mastermind präsentiert sein 8. Album in 10 Jahren und seine Fans wissen was sie erwarten können – Powermetal mit großartigen Melodien. Zwei Jahre sind seit dem letzten Album “VII” ins Land gegangen und die wichtigste Nachricht ist wohl, dass Rick Altzi noch immer am Mikro ist. Die Band beginnt mit dem Titelsong „Ride The Sky“, einem ohrwurmlastigen Powermetal-Song der euch sofort erfreuen wird. Das Gitarrenspiel von Olaf Lenk unterstützt diesen Song durch einige Lead-Parts. Einen heavy Song wird uns mit „Torn - Burning Like Fire” präsentiert. Der coole Song glänzt durch emotionalen Gesang. Rick Altzi´s powervoller Gesang ist wirklich sehr ausdrucksstark. Nach “Last In Line” präsentieren uns AT VANCE den Free Coversong „Wishing Well“, großartiger Song, gut gemacht! Mit „Vivaldi, Summer 2nd Set” zeigt uns Olaf Lenk wieder einmal einen toll adaptierten Klassik-Song. Irgendwie stört dieser Song den Fluss des Albums, aber das ist eben Geschmackssache. Man muss aber zugeben, dass er es wirklich gut gemacht hat. Zurück zum Album mit dem powervollen Melodiksong „Power“. Danach ist erst mal zeit für Freunde der baladesken Töne. „You And I“ startet mit Akustikgitarren und dann folgt Rick Altzi mit tollen Vocals. Man kann regelrecht die Traurigkeit fühlen, vor allem wenn sich der Song zu einer Power-Ballade entwickelt. Genau da wird einem klar, dass durch seine Stimme der Song zu einem Highlight wird. Ich denke, dass einige von euch den Song ein wenig zu schmalzig finden werden, aber dann geht doch einfach zum nächsten Song „End Of Days“. Mit dem Hardrock basierenden Stück „Falling“ präsentieren sich AT VANCE ein wenig vielseitig und mit „Farewell“ verabschiedet sich die Band von euch. Wenn ihr aber jetzt erwartet, dass dieses Stück ein langsames Lied ist, dann liegt ihr falsch. Es ist ein Uptemporocker der sehr rifforientiert ist. Eine gute Wahl einen solchen Song am Ende des Albums zu setzen und ich denke das ist genau der Grund dafür, dass ihr „Ride The Sky“ gleich nochmals anhören werdet. AT VANCE bieten uns ein starkes Album mit tollem Powermetalsound plus einigen anderen Überraschungen. Als Anspieltipps kann ich euch “Last In Line”, “Power”, “Falling” und „Farewell“ empfehlen.
Track list:
Ride The Sky, Torn - Burning Like Fire, Last In Line, Wishing Well ( Free cover), Salvation Day, Vivaldi Summer 2nd Set, Power, You And I, End Of Days, Falling, Farewell
http://www.at-vance.com/
8/10 Punkte
Claudia Ehrhardt
VÖ: 18.09.09

AXXIS
Utopia
AFM Records/Soulfood
49:35
Axxis wurde 1988 von Sänger Bernhard Weiss gegründet. Keyboarder Harry Oellers stieß zum zweiten Album zur Band. Seit dem Release ihres Debutalbums “Kingdom Of The Night“ im Jahre 1989 sind nun 20 Jahre vergangen und pünktlich zum Jubiläum veröffentlichen AXXIS ihr neues Album „Utopia“. In der Band hat sich auch was getan, denn für Drummer André Hilgers war es an der Zeit sich zwischen Rage und Axxis zu entscheiden. Für ihn kam nun Alex Landenburg in die Band. Beim Intro „Journey To Utopia“ bekommt man sofort einen ersten Eindruck, denn mit einem dramatischen Sound wird man sehr gut auf die folgenden Songs vorbereitet. Beim Titeltrack handelt es sich um ein Stück mit Refrains die sofort ins Ohr gehen und zudem ist „Utopia“ ein flotter Rocksong. Eher symphonisch, mit bombastischem Sound unterlegt ist der Abgehrocker “Last Man On Earth”. Mit „Fass mich an“ haben AXXIS auch wieder einen deutschen Song im Repertoire, der sehr gekonnt mir heavy Riffs versehen wurde und einen sehr dunklen Touch beinhaltet. Klingt ein wenig nach Neuer Deutscher Härte. Auch dieses Mal gibt es wieder „Female Vocals“ zu hören. Ein Highlight auf dem Album ist „Sarah Wanna Die”, ein Song der bombastische Keyboards und heavy Riffs kombiniert. Trotz allem beinhaltet der Song auch noch Mid-Tempopassagen. Mit „My Father's Eyes” gibt es einen kleine Verschnaufpause in Form eines Songs mit balladeskem Sound. Dann geht es aber mit „The Monster Crawl“ stampfend und rockend weiter. Der einprägsame Refrain wird zu einem weiteren Highlight auf „Utopia“. Die Hauptbestandteil und wirksamsten des Songs „Eyes Of A Child“ sind die melodischen Vocals und im Gegensatz dazu die heavy ausgelegten Riffgewitter. Elektronischer Sound schlägt uns beim Stück „For You I Will Die“ entgegen. Beim Titel mag man wohl denken, dass es sich um eine Ballade handelt, aber so ist es nicht, sondern ein Up-Temporocker erster Güte. Auch auf „Underworld“ geht es sehr heavy und schnell zu. Mit diesem Album beweisen uns AXXIS, dass sie auch nach 20 Jahren euch immer noch in den Hintern treten können. Fans werden von „Utopia“ nicht enttäuscht werden, obwohl Axxis auch dieses Mal wieder neue Elemente in ihre Songs eingebaut haben. Checkt Songs wie “Sarah Wanna Die”, “Underworld” und “The Monsters Crawl” an und ihr werdet begeistert sein.
Track list:
Journey To Utopia, Utopia, Last Man On Earth, Fass Mich An, Sarah Wanna Die, My Fathers’ Eyes, The Monsters Crawl, Eyes Of A Child, Heavy Rain, For You I Will Die, Underworld
http://www.axxis.de
8/10 Punkte
Claudia Ehrhardt
VÖ: 28.08.09

A

B

C

D

E

F

G

H

I + J

K

L

M

N

O + P

Q + R

S

T

U + V

W-Z + Various