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Special

COHEED AND CAMBRIA
Year Of The Black Rainbow
Roadrunner Records
53:58
Coheed And Cambria präsentieren mit Year Of The Black Rainbow ihr 5. Studioalbum und das Prequel zu der Science-Fiction-Story, die die ersten 4 Alben erzählt hat. Sänger und Gitarrist Claudio Sanchez schrieb das Buch The Amory Wars, das das textlich Konzept der Alben lieferte - und auch den Bandnamen, den Coheed und Cambria sind die Protagonisten der Geschichte. Aber Fans der Band wissen das natürlich. Die Emo Prog Rocker aus New York steigen ein mit One, einem langsamen, atmosphärischen Intro und mit The Broken geht's dann richtig los. Der Song ist heavy, progressive und Riff-lastig, aber der emotionale Gesang von Claudio Sanchez lädt einen ein auf eine musikalische Reise mit Coheed And Cambria. Offensichtlich hatte Rush einigen Einfluss auf die New Yorker, aber sie nehmen diesen Einfluss und kombinieren ihn mit modernen Sounds wie Post-Hardcore-Elementen. Dabei gelingt es dem Vierer komplexe Songs zu schreiben, die aber auch Eingängig sind, die eher traditionelle Elemente mit modernen Klängen verbinden. Ein besonderes Highlight ist Here We Are Juggernaut, der Song ist recht hart, wird mit elektronischen Klängen veredelt, aber es ist die Stimme von Claudio Sanchez, die dem Song das besondere Etwas verleiht. Mr. Sanchez bewegt sich zwischen fast geflüsterten Worten, kraftvollen melodischen Passagen und Screams. Eine emotionale Achterbahnfahrt. Es folgt Far, ein poppiger Prog Rock-Song. Richtig heavy wird's mit Made Out Of Nothing (All That I Am), allerdings nimmt der Gesang ein wenig von der Härte, auch wenn der Gesang gegen Ende etwas eintönig wird... Aber bevor man total genervt ist, ist der Song auch zu Ende - also alles im grünen Bereich. Im Kontrast dazu beginnt das langsame Pearl Of The Stars mit Gesang, steigert sich zu einem balladesken Rocksong, der einen zum Träumen verleitet. Travis Stever's Leads passen perfekt. Nach dem leicht verstörenden In The Flame Of Error kommen sie wieder auf Spur mit When Skeletons Live. The Black Rainbow schließt dann das Kapitel, vermittelt aber auch einen guten Überblick über das Album. The Black Rainbow hat sämtliche Elemente von Year Of The Black Rainbow vereint. Wenn der Song plötzlich abbricht sollte man den Track weiterlaufen lassen, denn nach einer kurzen Pause erklingen wieder atmosphärische Klänge, die sehr an One erinnern und so schließt sich der Kreis.
Das Album der New Yorker ist eine musikalische Achterbahnfahrt mit harten Prog Rock-Tracks und langsamen, eher atmosphärischen Stücken. Sehr komplex und doch eingängig. Genregrenzen werden nicht akzeptiert, wenn man Song schreibt, welche die Geschichte von Coheed und Cambria erzählen!
Track list:
1. One, 2. The Broken, 3. Guns Of Summer, 4. Here We Are Juggernaut, 5. Far, 6. This Shattered Symphony, 7. World Of Lines, 8. Made Out Of Nothing (All That I Am), 9. Pearl Of The Stars, 10. In The Flame Of Error, 11. When Skeletons Live, 12. The Black Rainbow
www.coheedandcambria.com
8/10 Punkte
Claudia Ehrhardt
VÖ: 09.04.10

CLAUSTROFOBIA
I See Red
Candelight-Records
52.11
Das Album von der brasilianischen Combo CLAUSTROFOBIA ist zwar schon letztes Jahr veröffentlicht worden aber trotzdem ist das Album es wert auch nach langer Zeit nach dem Release besprochen zu werden. Die Jungs vom Zuckerhut stehen für brutalsten technischen Überschall Thrash/Death Metal. Ich bin zwar nicht immer von Bands begeistert die Tonnenweise vertrackte Riffs und gefühlte eine Millionen Tempo-Wechsel in 3-4 Minuten Songs unterbringen, aber was hier auf "I See Red" (perfekter Titel für dieses Werk) alles so passiert ist schon beeindruckend und begeistert mich doch sehr. Technisch sind die Jungs absolute spitzte, was hier aus den Klampfen über einen herein bricht ist die pure Raserei und der Drummer holt unmenschliches aus seinen Schlagzeug heraus. Im Überschaltempo feuern die Brasilianer aus allen Rohren Blastbeats, fette Groove-Parts und treibendes Thrash-Geschrubbe auf den Hörer ab mit einer Präzision vor der man schon Angst bekommen kann. Melodien gibt es so gut wie keine, ist mir aber auch verdammt egal was hier zählt ist einfach nur knallharter brutalster Druck, Druck und nochmals Druck. Und wenn einem der Sound schon nicht schwindlig macht so besorgen CLAUSTROFOBIA das schon mit ihren Songs die wie ein Hurrikan über einen hinweg donnern. Musikalisch kann man sie wohl beschreiben als Sepultura auf Extasy, verschmolzen mit Krisiun und abgerundet mit Morbid Angel und Dying Fetus. Das ganze technische brutale Brett also! Die großen Sepultura werden auch mit einer noch schnelleren Version von "Beneath The Remains" gehuldigt und das melodiöses und punkigste Lied ist der Hidden-Track von der Gruppe Ultraje A Rigor (Ich hoffe das stimmt auch) "Filha Da Puta". Ich bin total von diesem musikalischen "Chaos" begeistert und hoffe diese Band wird mal so richtig Bekannt. Wer auf technischen und brutalen Stoff steht der ist mit " I See Red " sehr gut versorgt. Danke Brasilien für deine extrem Metal Bands!
Tracklist:
1. Discharge, 2. War Stomp, 3. Minefield, 4. Evil University, 5. Alarm, 6. Raining Shit, 7. Dont Kill The Future, 8. Our Blood, 9. Natural Terrorism, 10. I See Red, 11. Tiro De Meta, 12. Subconscious In Flames, 13. Nóia, 14. Untitled , 15. Beneath The Remains
www.myspace.com/claustrofobia
9/10 Punkte
Carsten
VÖ: bereits veröffentlicht

CATAMENIA
Cavalcade
Massacre Records
46:04
Die Finnen Catamenia haben schon seit ihrer Bandgründung vor 12 Jahren 9 Alben veröffentlicht und haben sich von Jahr zu Jahr von ihrem Black Metal Sound gelöst und diesen Weg gehen sie auf ihrem neusten Werk "Cavalcade" weiter. Mit Black Metal hat dieses Album nur noch wenig zutun, stattdessen fließen immer mehr Amorphis, Sentenced und alte In Flames Einflüsse in den Gesamtsound. Auch Zutaten aus dem klassischen Heavy Metal Bereich finden Zugang zu ihren Songs und immer mehr gewinnt der cleane Gesang von Kari die Oberhand. Keif-Gesang und tiefes Growlen hat man zwar nicht komplett abgelegt, aber man merkt deutlich dass die Finnen auf mehr Melodien wertlegen. Gleich beim Opener "Blood Trails" fallen die Sentenced Einflüsse besonders auf und das auch gerade Ex-Sänger Ville Laihiala hier als Gastsänger auftaucht unterstreicht das noch sehr deutlich. Aber zumindest bereichert der gute diesen ordentlichen Headbanger der mit mit glänzender Gitarrenarbeit aufwartet sehr auf. Der Titelsong "Cavalcade" ist ein stampfender Song mit klassischen Heavy Metal Anstrich und hier pendelt der Gesang zwischen keifen und klarer Stimme hin und her. Deutlich rasanter und im Melodic Death Metal angesiedelt sind die Songs "The Path That Lies Behind Me", "Quantity Of Sadness" und "A Callous Mind". Auch bei diesen Songs kommt in den Refrains der klare Gesang zum tragen und die Keif-Stimme muss Platz machen. Einige nette Growls packt man auch noch hinzu und wieder streut man klassische Metal Elemente mit ein. Wobei man bei "The Vulture´s Feast" schon fast im Balladen-Bereich angekommen ist. Mit "Angry Again" findet man noch eine Megadeth Cover-Version die aber das Original nicht toppen kann. Wobei man sagen muss das selbst der Original Song ist nicht gerade das Beste ist was Mustaine verzapft hat. Auf der Digi-Pack Version befindet sich noch passenderweise ein Song von Sentenced (Farewell) und damit wären wir wieder bei ihren Haupteinflüssen auf diesem Album angekommen. Wirklich schlecht ist das neue Werk der Finnen nicht. Sauber gespielt mit guten Melodien ausgestatten und an den Instrumenten verstehen die Musiker ihr Handwerk. Dazu ist das Album auch sehr gut produziert aber trotzdem fehlen mir die Bissigkeit, die Härte und das räudige was Catamenia mal ausgestrahlt haben. Das Album klingt einfach nur nett, gefällig und nicht unbedingt zwingend. Fans von oben genannten Gruppen sollten das Album antesten aber ganz alte Fans wird "Cavalcade" wohl sehr übel aufstoßen.
Tracklist:
01. Blood Trails, 02. Cavalcade, 03. The Path That Lies Behind Me, 04. Silence, 05. Quantity Of Sadness, 06. Post Mortem, 07. The Vulture´s Feast, 08. A Callous Mind, 09. Reincarnation, 10. Angry Again (MEGADETH cover), 11. Farewell (SENTENCED cover)
http://www.catamenia.net
http://www.myspace.com/catameniaband
5,5/10 Punkte
Carsten
VÖ: 26.02.10

CREMATORY
Infinity
Massacre Records
46.22
Seit fast mehr als 19 Jahren sind die deutschen Crematory unterwegs in Sachen Gothic Metal und das äußerst erfolgreich. Auch wenn sie von der Presse oft belächelt und verschmäht worden sind wegen ihres keyboardlastigen Sounds und diverser deutscher Texte, war und ist die Gruppe bei ihren nicht wenigen Fans sehr beliebt. Auch nach ihrer kurzen Auszeit fanden sie schnell in die alte Erfolgsspur zurück und sind ihrem Sound bis auf ein paar Modernisierungen immer treu geblieben. Diesen schon lange eingeschlagenen Pfad gehen Crematory auch auf ihren neuesten Streich "Infinity" konsequent weiter. Den Wechsel Gesang von tiefen Growlen und melodiösen Clean Gesang von Hauptsänger Felix und Gitarrist Matthias Hechler sind immer noch ihr Markenzeichen wie der Keybord Sound von ihrer Tasten Frau Katrin. Ihre Songs weisen wie immer eine hohe Dosis an Hit-Charakter auf die durch ihre zündende Eingängigkeit dem geneigten Fan sofort im Ohr hängenbleibt. Viel Pathos, Bombast und Refrains mit Mitgröhl-Hymnen sind zusätzliche Trademarks die Crematory gekonnt ausspielen ohne ihre melancholische Note zu verlieren. Die Eröffnungsnummer "Infinity" kommt ungewohnt hart daher mit drückenden Riffs verspielten Keyboard und melodischem Refrain. Was für das Tanzbein ist die Nummer "Out Of Mind" die wohl schon bald ihre Hit Single werden könnte."Never Lock Back" das im Wechsel mit deutschen und englischen Texten ausgestattet ist hat auch durch seinen melodiösen emotionalen Refrain das Zeug ein beliebter Live-Song zu werden. Kitschig wird es bei der melancholischen Ballade "Broken Halo" die wohl aber bei Die-Hard Fans gut ankommen wird. Mir ist das zu schwülstig und klebrig. Back to Roots geht es mit "Where Are You Now" das auch wie der Titel Song für Crematory Verhältnisse verdammt hart aus den Boxen donnert. Der auffälligste Song ist das Sozial und Umwelt Kritische komplett in deutsch gesungene Werk "Auf der Flucht". Auch eine überzeugende Cover Version von Depeche Mode (Black Celebration) ist der führenden Institution des Gothic Metals gelungen und somit dürften keine Wünsche offen bleiben was man an Ansprüchen an ein Crematory Album stellt. Fans der Gruppe werden dieses Album mit Sicherheit sofort in ihr Herz schließen und alle Kritiker und Nörgler (zu denen gehöre ich übrigens auch) werden wieder genug Stoff haben über Crematory abzulästern. Aber eins muss man ihnen zugute halten, auch als Kritiker, was und wie sie es machen, machen sie echt gut, denn der Erfolg gibt ihnen ja Recht. Darum auch von mir eine hohe Bewertung.
Tracklist:
01. Infinity [4:52], 02. Sense Of Time [5:46], 03. Out Of Mind [3:21], 04. Black Celebration [DEPECHE MODE Cover] [4:56], 05. Never Look Back [4:11], 06. Broken Halo [4:19], 07. Where Are You Now [5:02], 08. A Story About... [4:52], 09. No One Knows [4:28], 10. Auf Der Flucht [4:35]
8/10 Punkte
Carsten
VÖ: 29.01.10

COCKTAIL SLIPPERS
St. Valentines Day Massacre
Wicked Cool Records
37:07
Mit ihrem dritten Album wartet die norwegische Girl-Rockband COCKTAIL SLIPPERS auf. Mit “Saint Valentine’s Massacre” versuchen sie nun die Rockwelt zu erobern. Viel haben sie sich ja vorgenommen, aber hören wir uns doch erst mal das Album an, denn für so hohe Ziele muss man natürlich auch ein gutes Album abliefern. In einem Bunker in Oslo haben sich die Rockladys verschanzt um das neue Album einzuspielen. Das wurde auch langsam Zeit, denn 3 Jahre war Funkstille bei der Band. Am Ende der Recordingsession ist ein Album herausgekommen, welches 12 Songs beinhaltet. Das Label auf dem “Saint Valentine’s Massacre” veröffentlicht wird gehört keinem Geringeren als Little Steven, der den Damen aber freie Hand ließ. Nach dem Cover zu urteilen würde man den Sound mehr in die punkige Ecke stecken, aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Der erste Song “Sentenced to Love” ist sehr seichte Kost und man kann ihn in die Pop-Rock-Ecke ansiedeln. Dieser Sound zieht sich dann auch durch das ganze Album durch. Wenn ihr nun denkt dass es beim Titelsong richtig ab geht, werdet ihr aber enttäuscht, denn es handelt sich um eine seichte Pop-Nummer.  Musikalisch haben es die Ladys aber drauf, denn Ihre Instrumente beherrschen sie und auch die Produktion ist wirklich ordentlich, aber leider ist “Saint Valentine’s Massacre” eine Scheibe der das gewisse Etwas fehlt. Obwohl sie schon beachtliche Erfolge in Norwegen wie als Headliner bei einem Teen Vogue Festival oder zum Computergame “Rock Band 2" haben sie einen Song beigetragen. Trotz allem werden sie wohl vorerst nur in Norwegen die Nr. 1 in Sachen Pop sein.
Tracklist:
1. Sentenced To Love, 2. You Do Run, 3, St. Valentine's Day Massacre, 4. In The City, 5. Don't Ever Leave Me, 6. Love Me Back, 7. Gotta Crush, 8. Anything You Want, 9. Fool For You, 10. Round & Round, 11. She's A Fool, 12. Heard You Got A Thing For Me
http://www.cocktailslippers.com
6/10 Punkte
Gisela
VÖ: 30.10.09

CINDERELLA
Live At The Mohegan Sun
Frontiers
64:40
Mit diesem Album wollen die Philadelphia Rocker von CINDERELLA wieder hier bei uns auf sich aufmerksam machen und zu zeigen wie gut sie waren und noch sind. Das haben sich viele gefragt, auch ich! CINDERELLA waren in der Hairmetal-Periode sehr erfolgreich. Die Band rund um Sänger und Gitarrist Tom Keifer veröffentlichten in den späten 80iger Jahren sehr gute Alben wie „Night Songs“ und Long Cold Winter“. Anfang der 90iger Jahre wechselte der Sound zu bluesigem Southern Rock (vergesst nicht das Tom Keifer Ende der 90iger Jahre auch für Lynyrd Skynyrd Songs schrieb). Das Livealbum  „Live At The Monegan Sun“ ist eine Art Best-of Album geworden und man kann die Vielseitigkeit der Band genau nachvollziehen. Rocksongs wie „Night Songs” und “Somebody Save Me” und die zu herzgehenden Balladen wie “Nobody's Fool” und “Don't Know What You Got” überzeugen ebenso wie die Hits „Gypsy Road“ und „Shake Me“. Hinzu kommt aber auch die Southernrock Seite von CINDERELLA in den Songs „Still Climbing“ und „Falling Apart At The Seams“. Auf „Live At The Monegan Sun“ bietet uns die Band das komplette Spektrum ihres Sounds, eben das, was die Fans an der Band zu schätzen wusste. Das Wichtigste an diesem Album von CINDERELLA ist, dass auch die unterschätzten Lieder wie „Still Climbing“ einen Platz auf dem Livealbum bekamen und dieser Song wurde mit neuem Leben versehen. Dieses Album kann man jedem Die-Hard Fan empfehlen und auch diejenige, die es noch nicht geschafft hatten die Band live zu sehen. Natürlich sollten auch alle anderen Fans dieser Ära in das Album reinhören und vielleicht gibt es bald ein Wiedersehen mit CINDERELLA.
Trackliste:
01. Intro, 02. Night Songs, 03. The Last Mile, 04. Somebody Save Me, 05. Heartbreak Station, 06. Coming Home, 07. Shelter Me, 08. Nobody's Fool, 09. Gypsy Road, 10. Don't Know What You Got [Till It's Gone], 11. Shake Me, 12. Fallin' Apart At The Seams, 13. Push, Push, 14. Still Climbing
http://www.cinderella.net/
7/10 Punkte
Umberto Mino
VÖ: 06.11.09

COOPER INC
Pulling The Trigger
CTM
50:41
Die niederländisch-deutsche Band COOPER INC. Frönt auf ihrem Album „Pulling The Trigger“ dem melodischen Hardrock. Das es sich um erfahrenen Musiker handelt merkt man den Songs an, die von Produzent Michael Voss in die richtige Richtung gelenkt wurden. Trotz allem hätte man mehr aus den Songs herausholen können, was aber mehr am Songwriting liegt. Die beiden ersten Songs „All Of You“ und „Never Let You Go“ sind sehr radiotauglich ausgelegt und man vermisst ein wenig die Spontaneität. Nicht schlecht, aber den poplastigen Songs fehlt einfach die Spannung, alles zu vorhersehbar. Was aber zu gefallen weiß sind die gut positionierten Gitarrenriffs, die teilweise ein wenig bluesig angehaucht sind. Auch die Stimme von Sänger John Cuijpers weiß voll und ganz zu überzeugen. „Deja Vu“ und der Titeltrack sind richtige Kracher die zu gefallen wissen. Einige Parallelen zum Stadionrock kann man beim Song “Rock My World” finden. Doch bleibt immer wieder der bittere Beigeschmack, dass man solche Songs schon mal gehört hat. Es fehlt ein wenig die Eigenständigkeit und das schmälert leider ein wenig den Gesamteindruck, den die doch sehr guten Musiker hinterlassen. Man setzt aber auch auf modernere Sounds und die kommen bei Songs wie „Who Is The One“ oder „Let Me Out“, der durch seine düstere Stimmung zu gefallen weiß. Der abschließende Song „Voices Within“ besitzt tolle Refrains, die im guten Kontrast zu den teilweise sehr ruhigen Passagen stehen. Alles in allem gesehen überzeugen die Songs durch eine gute Gitarrenarbeit, einem sehr guten Sänger und vor allem haben sie keine Scheu davor auch moderne Parts mit einzuarbeiten. Nur fallen die etwas dürftig aus. Wenn man dies noch alles ein wenig im Songwriting optimiert kann aus COOPER INC. Noch eine hoffnungsvolle Band werden, das Zeug dazu haben sie in jedem Fall. Fans von melodischem Hardrock sollten aber trotzdem mal mit beiden Ohren in dieses Album hören, denn so schlecht ist es wirklich nicht, nur zu altbacken.
Tracklist:
All Of You, Never Let You Go, Rain, Deja Vu, Weep, Pulling The Trigger, Who Gives You The Right, On The Cover, Rock My World, Who Is The One, Let Me Out, Voices Within
http://www.cooperinc-music.com
6,5/10 Punkte
Gisela
VÖ: 09.10.09

CONTRACRASH
Goddamn Planet
Fastball Music
53:27
Den Start in das Business gestalteten die Balinger CONTRACRASH sehr originell, denn sie organisierten 2005 in Eigenregie eine Konzertreihe und spendeten die Erlöse den Tsunamieopfern in Südostasien.  Zwei Jahre später folgte dann dasselbe noch mal für die pakistanischen Erdbebenopfer. Das brachte sie in aller Munde und nun folgt ihr Debutalbum „Goddamn Planet“. Ihr Sound, der sehr viele Elemente des alternativen Rocks aufweist, bewegt sich im Midtempobereich, aber auf härtere Passagen braucht man nicht zu verzichten. Interessant finde ich die Kombination des Gesangs, denn die harmonischen Vocals werden ab und zu mit Growls aufgepeppt.  Besonders deutlich wird dies bei „Never Found“ und beim Titeltrack. Es handelt sich zwar um ein Debutalbum, aber trotzdem möchte ich einige Mankos aufzeigen. So gibt es einige schiefe Töne wie stark verzerrte Keyboards, Probleme beim Drumming oder die Gitarren wurden zu sehr in den Hintergrund gestellt. Das ist aber eine Sache, die man bei den nächsten Aufnahmen besser machen kann. Überzeugen können die 3 Halbballaden „Open Our Eyes“, „Trust“ und „Blinded Love“. Schön sind bei diesen Songs die akustischen Gitarren, die im Verlauf des Songs eine großartige Steigerung erfahren. „Blinded Love“ startet langsam mit akustischen Klängen, wird aber mit der Zeit etwas flotter und zum Ende hin wird es wieder sehr ruhig, emotionaler Song. CONTRACRASH bieten uns mit ihrem Debutalbum ein gutes Werk, aber bei genauerem Hinhören bemerkt man dass die Songstrukturen sehr ähnlich sind. Es gibt zwar Höhepunkte auf dem Album, aber so richtig hauen sie einem nicht vom Hocker. Eines ist aber sicher, das Potential hat die Band und wenn man mehr Sorgfalt an den Tag legt, wird das auch beim nächsten Album behoben werden. Mal sehen was uns die Jungs noch präsentieren werden.
Tracklist
1. 4018, 2. Goddamn Planet, 3. Where The Wind Blows, 4. Never Found, 5. Open Our Eyes, 6. 'Cause Of You, 7. Dead Fish Motherfucker, 8. Trust, 9. Why Don't You Die, 10. The Way I Am, 11. Blinded Love, 12. Every Fuckin' Day, 13. Gone
http://www.myspace.com/contracrash
6/10 Punkte
Gisela
VÖ: 11.09.09

COLLECTIVE SOUL
Collective Soul
Roadrunner Records
40:14
Collective Soul traten 1993 erstmals in Erscheinung mit der Rock-Hymne Shine. Und dieser Song war mitverantwortlich dafür, dass die CD mehrfach mit Platin ausgezeichnet wurde. Und alle Alben, die sie bis 2000 veröffentlichten, erreichte in den USA Platin- oder zumindest Gold-Status. Jetzt präsentieren sie zum 2. Mal ein Album mit dem Bandnamen als Titel. Man macht den Anfang mit Welcome All Again, das nicht nur ein Intro ist, sondern ein echter Song - nach einem Intro-Part rocken sie richtig. Der eingängige Refrain macht den Song zum perfekten Eröffnungstrack. Nach Fuzzy wird es wieder etwas härter mit Dig. Krachende Gitarrenriffs treffen hier auf eine einprägsame Melodie. Ein cooler Rocksong, der einfach Spass macht! Man lässt es etwas leichter angehen bei You, einem balladesken Track. My Days ist ein echter Rocker, den man mit dem Einsatz von Percussion würzt. Und es gibt noch mehr harte Gitarrenriffs bei Undersstanding, der Song erinnert mich ein wenig an The Who... Man nimmt etwas Tempo auf und dieser Eindruck verstärkt sich noch - das ist aber nur ein Aspekt des Songs! Der Song gehört zu meinen Favoriten. Als erste Single hatte man sich für Staring Down entschieden, einem eingängigen Rocksong mit einem ungewöhnlichen Drum-Beat und Percussion. Neben harten Riffs gibt es eine einprägsame Gesangsmelodie, der Song verbindet quasi die beiden Enden des Collective Soul-Soundspektrums. Ein weiteres Highlight ist She Does. Nach ein paar Durchläufen verfolgt einen der Song! Für mich der Kandidat für die nächste Single! Man beendet das Album mit Hymn For My Father, einer Piano-Ballade, die mit Einfachheit und viel Gefühl überzeugen kann. Sehr bewegend. Ein gutes Album, das mit seinen Rocksongs zu glänzen weiß. Auch die balladeskeren Tracks sind nicht schlecht, aber mir persönlich gehen die Backings da etwas auf den Zeiger... Allerdings ist das wieder eine Geschmacksfrage. Wer also auch auf die balladesken Sachen der Amis steht, der sollte das Album auch an testen! An den Rockern gibt es nichts auszusetzen!
Tracklist:
Welcome All Again, Fuzzy, Dig, You, My Days, Undersstanding, Staring Down, She Does, Lighten Up, Love, Hymn For My Father
http://www.collectivesoul.com/
7/10 Punkte
Claudia Ehrhardt
VÖ: 21.08.2009

A

B

C

D

E

F

G

H

I + J

K

L

M

N

O + P

Q + R

S

T

U + V

W-Z + Various