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DEBT OF NATURE Crush, Kill and Burn Deity Down Records 46.07 Die Nord-Rheinländer von DEBT OF NATURE konnten schon mit ihrer Mini-Debüt CD "Dreams Kill On
Command" 2008 für mächtig Alarm am Extrem-Metal Himmel sorgen und nun haben sie mit ihrem ersten Long-Player noch zusätzlich einiges an schwerem Geschütz aufgefahren. Als erstes wurde 2009 noch eine Sängerin mit an
Bord geholt die Original- Shouter Marc Gröhning mit fiesen Vocals unterstützt. Die Asiatin Masae Dausend (Ex-EXECRATE und SABIENDAS) ist ein prächtige Ergänzung und kann locker einige ihre grunzenden Kollegen die Haare
vom Kopf brüllen. Das Album hat man von Andy Classen mixen lassen und damit ist schon mal garantiert das der Sound mehr als fett und druckvoll ausgefallen ist. Aber wichtiger als der Sound ist natürlich die Musik und
die hat es verdammt in sich. DEBT OF NATURE stehen für brutalen Death/Trash Metal der auch Elemente aus dem Grind und Crust-Core in sich vereint. Diese Mischung wurde auch nicht chaotisch miteinander verbunden sondern
in ein variables und schlüssiges Songwriting integriert. Die 11 Songs (plus Intro) überzeugen durch viel Abwechslung, tolle abgefahrene Gitarrenarbeit, wo auch so manche Melodie aufblitzt, viele Tempowechsel und auch
durch progressive Elemente die aber sehr gut nachvollziehbar sind und nicht anstrengend daher kommen. Die meisten Nummern begeistern mit brachialen Blast-Geknüppel, Double-Bass Teppich Geboller, Fast Forward Death/Trash
Geschrubbe und panzerschweren Midtempo Grooves. Man werfe Napalm Death in einen Topf mit Morbid Angel und Malevolent Creation und rundet das noch ab mit ein klein wenig Six Feet Under. Eigentlich kann ich das ganze
Album von vorne bis hinten als gelungen bewerten aber Songs wie das schnell nach vorne hackende "Masturbator Generator" , das langsam beginnende und später explodierende "Insalata Tarantula" und der
deutsch sprachige Song "Eisenfresser" und "Why I Hate" sowie "Blackguard" sind die heimlichen Highlights dieser extrem Schlachtplatte die ich jedem Fan brutaler abwechslungreicher Mucke nur
sehr, sehr, sehr an Herz legen kann. Trackliste: 01. Intro [Debt Of Nature Reprise]02. Masturbator Generator03. Crush, Kill And Burn 04. Like Breeding Rats05. Insalata Tarantula06. Eisenfresser07. Why I
Hate08. Nightmare Of The Fashion Whore09. Blackguard10. Caterpillar Walk11. Demise Of Dementia12. Peeping Tom www.debtofnature.de www.deitydownrecords.com 9/10 Punkte VÖ:28.07.10 |
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DANZIG Deth Red Sabaoth AFM Records Nach sechs Jahren der Abstinenz möchte es der legendäre muskelbepackte Frontmann Glenn Danzig wohl noch mal wissen. Fast schon unbemerkt
wurde an einem neuen Album gearbeitet, welches nun unter dem Arbeitstitel „Deth Red Sabaoth“ den Weg in die Plattenläden gefunden hat. Für viele Fans endeten jedoch die glorreichen Danzig Jahre mit der Veröffentlichung
des vierten Studioalbums im Jahr 1994. Die nachfolgenden Werke wollten einfach nicht den Kultstatus wie das Debüt „Danzig“ oder das 1992er Werk „How The Gods Kill“ erreichen. Die Band entfernte sich zunehmend von ihrer
prägnanten Ader, um mit Alben wie beispielsweise „Blackacidevil“ oder dem letzten Werk „Circle Of Snakes“ experimenteller und differenzierter zu klingen. Nur zu gern erinnert man sich an die wahren Kassenschlager
zurück, wie „Mother“ oder „Dirty Black Summer“ die in den 90er Jahren in keinem Metal-Club fehlen durften und nach denen lauthals, an fast jedem Abend verlangt wurde. So wundert man sich kaum dass auf dem nunmehr
neunten Album „Deth Red Sabaoth” wieder der alten Tage bedacht werden soll. Sicherlich dürfte jedem Altfan schon im Vorfeld klar gewesen sein, das die neue Scheibe den ersten vier Produktionen kaum das Wasser reichen
kann, jedoch zumindest die alte Flamme wieder zum zündeln bringt. Glenn Danzig wartet immer noch mit einer gewissen Tiefgängigkeit in der Stimme auf, auch wenn diese stellenweise nur spärlich gegen die Gitarrenwände
dominiert. Produktionstechnisch ein wahrer Dirty-Look, ein teilweise roh belassenes Recording, signiert die Anlehnung an frühere Werke. Auch das aktuelle Line-Up lässt keine Wünsche offen, wieder mit von der Partie sind
Tommy Victor [Prong], der ehemalige Type O Negative-Drummer Johnny Kelly sowie Glenns ex-Samhain-Kumpel Steve Zing, der wieder live am Viersaiter begeistert. Anfänglich noch recht misstrauisch steigt man mit „Hammer Of
The Gods“ in das Werk ein, eigentlich ein recht gelungener Track wären da nicht einige Unebenheiten, wie z. B. das dumpf klingende Drumming. Wirklich erwähnenswert folgt an dritter Stelle „Rebel Spirits” welches in der
Tat für ein nostalgisches Danzig Feeling sorgt, düster depressiv und durch den Einsatz der massiven Doublebass Passagen, werden die schleppenden Gitarrenriffs kraftvoll untermauert. Für „Black Candy” hüpfte Glenn dann
einfach mal selbst hinter die Schießbude, um drauf loszutrommeln, zudem spielte er auf diesem Werk die meisten Bassspuren selbst ein. Die Nummer „On AWicked Night” lässt zu Beginn an ein Lagerfeuergelage, irgendwo
in der Wüste der USA erinnern, zu dem die Saiten der Akustikklampfe gezupft werden. Hierbei handelt es sich um die erste Singleauskopplung aus diesem Album, die bereits in der ersten Erscheinungswoche den sechsten
Platz, der Billboard Top Singles Charts erreichte. Lange muss man beim Ertönen der ersten Klänge von „Deth Red Moon“ nicht überlegen, welchem legendären Song nun bedacht werden soll, ganz klar „Mother“. Zudem kommen auf
dieser Scheibe ganz klare Ansätze zu 70ziger und 80ziger Jahre Rocklegenden zum Vorschein, so tendiert man mal zu Black Sabbath artigen Riffs oder rockt zu ZZ TOP Anleihen headbangend durch die Gegend. Mit dem annährend
zehnminütigen Zweiteiler "Pyre Of Souls" wird im ersten Abschnitt noch auf rein instrumenteller Basis hantiert, mal abgesehen von den Chor ähnlichen Untermalungen. Der zweite Teil hat es dann aber in sich und
treibt Glenns Blutdruck beim Performen ordentlich in die Höhe, ebenso wie die abschließende Nummer „Left Hand Rise Above“ mit der sich die stolze 52minütige Spielzeit, dem Ende nähert. Fazit: Ganz vollkommen ist dieses
neue Lebenszeichen von Danzig sicherlich nicht, doch bietet „Deth Red Sabaoth“ genügend Stoff, an dem man sich durchaus laben und erfreuen kann. Für mich, nach einigen verunglückten Jahren in denen Danzig musikalisch
weit über das Ziel hinausgeschossen sind, erstmalig wieder ein Lichtblick in der Finsternis. Besonders „Rebel Spirits”, „On AWicked Night” und nicht zuguterletzt „Deth Red Moon“ erinnerten mich an gute alte Zeiten, in
verrauchten Katakomben heimischer Metal-Clubs. Tracklist: 01. Hammer of the Gods, 02. The Revengeful, 03. Rebel Spirits, 04. Black Candy, 05. On a Wicked Night, 06. Deth Red Moon, 07. Ju Ju Bone, 08. Night
Star Hel, 09. Pyre of Souls (Incanticle), 10. Pyre of Souls (Seasons of Pain), 11. Left Hand Rise Above http://www.myspace.com/danzig 7,5/10 Punkte
Andre [A.S.] VÖ: 25.06.10 |
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DARKNESS ABLAZE Shadowreign Black Bards Entertainment 53:08 Für eine deutsche Band hat DARKNESS ABLAZE sehr viel skandinavisches Feeling in ihren Songs. In vielen Parts
spiegelt sich dieses wider, denn man kann Fragmente von Bands wie Dark Tranquility oder Arch Enemy, die einen typischen Scandinavian Melodic Deathmetal kreieren. Andere Stücke wie z.B. „Reduced to a Beast” besitzen
starke Einflüsse aus der Folk-Metal Szene, die einem an Bands wie Ensiferum und KromleK erinnern. Das instrumentale „Interlude“ ist ebenfalls ein erfreuliches im Filkmetal geprägtes Stück, mit großartigen Keyboards und
fantastischen Geigenparts. Zu erwähnen ist, dass dieses Album keine reine Melodic Blackmetalscheibe ist, sondern auch noch Einflüsse beinhaltet von Bands wie Dissection und Watain. „Shadowreign“ ist ein kompetentes
melodisches Deathmetal-Album, mit den diversesten Variationen, welches das Album interessant macht für viele Fans, auch außerhalb des Genres. Dieses Album ist das zweite von DARKNESS ABLAZE und sie beweisen mit
„Shadowreign“ das sie ganz klar ihren eigenen Sound gefunden haben. Die Grundlage aus melodischem Deathmetal wird unterstützt von einigen anderen Einflüssen, wie Folkmetal über Doommetal zu Blackmetal. Mit „Walls Even“,
bei dem es auch eine Frauenstimme zu hören gibt, bringt den Sound noch mal in ganz andere Dimensionen. Die Gitarrenarbeit ist großartig und die verwendeten Riffs kommen der Atmosphäre des Albums zugute. Das Ganze wird
durch die guten Keyboardeinlagen unterstützt. Das Drumming ist ebenfalls exzellent und die Doublebass-Attacken wirken zerstörerisch. Theodoros "Theo" Georgitsaros ist der Sänger von ARKNESS ABLAZE und seine
gut abgerundeten Growls sind Hauptbestandteil in seiner Stimme, aber er fürchtet sich auch nicht cleane Vocals einzusetzen. Man kann ihn ein wenig mit Jari Mäenpää von Wintersun vergleichen, nur seine Stimme ist noch
tiefer. Das Album begeisterte mich zu Anfang nicht, aber bei jedem Durchlauf gefällt es mir immer mehr. DARKNESS ABLAZE ist eine Band, die Erfolg haben kann, wenn sie so weitermacht. Wenn das so ist, dann werden sie
sich schnell an die Spitze des Melodic Deathmetals spielen. Tracklist: 01 - Enclosure No. 7, 02 – Zero, 03 - The Chains Of Life, 04 - Trail.Of Lies, 05 - Reduced To A Beast, 06 - Enlightened By Shadows, 07
– Interlude, 08 - The Might Of Repression, 09 – Walls, 10 - Two Souls Marked By Sorrow http://www.myspace.com/darknessablaze 8/10 Mike Thompson
VÖ: bereits veröffentlicht |
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DYRATHOR Sacred Walcraft of Hel Black Bards Entertainment 50:44 DYRATHOR ist eine junge aufstrebende Band Pagan-Folk-Metal Band aus Deutschland. Viele Bands aus dem
Viking-Metal Bereich haben sie beeinflusst, wie XIV Dark Centuries, KromleK, Equilibrium, Menhir und die gewaltigen Falkenbach. Die Youngster von Dyrathor beherrschen den 'Northern Storm Metal'. “Sacred Walcraft of Hel”
startet mit einem gesprochenen Intro, welches mit den Worten endet: “Believe me, you have not the slightest idea what is to come” und das passt ganz genau zur Band. Sie vermeiden, wie die meisten Bands es in diesem
aufgeblähten Genre gerne machen, nicht so zu klingen, sondern ihren eigenen Stil zu prägen. Das liegt am unterschiedlichen Stil der Songwriter. Während die Vocals sich meistens auf heisere Schreie a la Equilibrium
fokussiert, benutzt Sänger Morguul auch tiefere, gut eingebrachte Growls mit gelegentlichem Ensiferum-artigen epischem Gesang und gesprochene Wörter. Die Musik ist heavy, aber sie beinhaltet immer Melodie, die in diesem
Genre sehr wichtig ist. Die Gitarren klingen knackig und vor allem sehr angenehm. Der faszinierendste Part auf dem Album ist der Einsatz der Geige. Im Gegensatz zu anderen Bands, welche die traditionellen Instrumente in
den Vordergrund stellen, um das folkige Feeling zu verstärken, widerstehen Dyrathor der Versuchung und behalten stattdessen die Geige im Vordergrund. Der Einfluss ist enorm, wenn sie erst mal losgelassen wird. Obwohl
einige der Lieder vielleicht ein wenig zu lang sind, um meine Aufmerksamkeit zu halten, muss ich dieser Band bescheinigen, dass sie dem großen Ruf ihres Landes entsprechen sicher und ein tolles Album aufgenommen haben.
„Sacred Walcraft of Hel” ist zwar nicht das stärkste Album dieses Genres, aber aber es ist ein phänomenales Debut von einer Band, die bestimmt dabei ist, ihren Weg zu gehen. Ich würde Fans von Folk, Viking, Pagan und
Black Metal empfehlen dies zu überprüfen. Tracklist: 01. Sacred Walcraft Of Hel, 02. Memories Un Frost, 03. Im Auge Des Sturms, 04. Ariovist, 05. Und Ewig Rinnt Das Blut, 06. Ode An Die Heimat, 07. Kampf
Aus Samsey, 08. Thumelicus Secutor, 09. Entspringe Den Fesseln, 10. Wudana Wittekina Waigand http://www.dyrathor.com/ 8/10 Punkte Mike Thompson
VÖ: bereits veröffentlicht |
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DISBELIEF Heal Massacre Records 40:21 Die Darmstädter Doom Death Metal Veteranen feiern ihren 20. Geburtstag und ihr neues Album "Heal" ist ein ganz besonderes
Geschenk an ihre Fans. Ihr 8 Songs umfassendes Werk besteht 4 neuen Songs, 3 Cover-Versionen und einem neu eingespieltes Stück. Bei dem bekannten Song handelt es sich um eine noch intensivere Version von
"Shine" (Titelsong von 2002) und die drei Cover-Songs sind von Killing Joke (Love like Blood), King Diamond (Welcome Home) und Crimson Glory (Red Sharks). Diese Neuinterpretationen haben alle drei den
typischen Disbelief-Anstrich erhalten und klingen dem entsprechend sehr interessant und abgefahren. Allein schon Jaggers tiefe emotionale Stimme lässt diese Songs in einem ganz anderen Licht erstrahlen. Die neuen
Nummern sind stilistisch eng an ihre Favoriten-Band angelegt ( Slayer, Bolt Thrower, Crowbar, Death) natürlich mit dem gewohnten Disbelief Dampf-Walzen-Sound. Alle vier Brecher dürften jeden Fan sofort begeistern und
lohnen schon deshalb die Anschaffung dieser Scheibe. Zusätzlich hat man noch eine DVD mit dabei gepackt auf der verschiedene Live-Gigs zusehen sind und auch eine komplette Show vom Walpurgis Metal Days 2009. Alles
zusammen ein sehr interessantes Jubiläumspaket, das die Gruppe geschnürt hat, das viel Abwechslung bietet und garantiert beste Unterhaltung im Disbelief-Style enthält. Da können die nächsten 20 Jahre ruhig kommen.
Herzlichen Glückwunsch, tolles Geschenk an die Fans!!! Tracklist: 1. The Eyes Of Horror, 2. Isolation, 3. The Last Force: Attack!, 4. Certainty Of Reality, 5. Welcome Home (KING DIAMOND-Cover), 6. Red
Sharks (CRIMSON GLORY-Cover), 7. Love Like Blood (KILLING JOKE-Cover), 8. Shine (Remake) www.disbelief.de 8/10 Punkte Carsten VÖ: 21.05.2010 |
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DEMONICA Demonstrous Massacra Records 48:54 Hinter dem Namen Demonica stehen einige bekannte Namen sodass man diese Band schon fast als All-Starprojekt bezeichnen kann. An
der Gitarrenfront sind Hank Shermann von Mercyful Fate und Craig Locicero von Forbidden tätig und an den Drums schwingt Mark Hernandez, auch Forbidden und Heathen, die Stöcke. Relativ unbekannt sind nur Sänger Klaus Hyr
(Artillery) und Basser Mark Grabowski, aber das sollte sich mit dieser Scheibe wohl auch bald ändern. Hank Shermann sagt über Demonica das dieses wohl mit Abstand sein härtestes Projekt darstellt was er in seiner langen
Laufbahn als Musiker veröffentlicht hat und damit hat er wirklich recht. Demonica sehen für kraftstrotzenden knüppelharten rifforientierten Bay Area Thrash Metal der besonders fett in Szene gesetzt wurde. Das Album
donnert auch sofort los mit den Doppel-Hammer Thrash-Songs "Demon Class" und "Ghost Hunt" die durch unbändige Aggression und brutalen Riffs und schnellen Druming gleich jedes Thrasher Herz erfreuen.
Bei den beiden Songs prallen Slayer und Exodus heftig aufeinander und auch der Gesang von Klaus Hyr ist eine Mischung aus Tom Araya und Rob Dukes. Der fette Groove-Headbanger "My Tongue" bremst die
Geschwindigkeit etwas ab, ist aber immer noch sehr brutal und fett umgesetzt. Perfekter Stoff für eine gut geölte Nackenmuskulatur kann ich da nur sagen. Wieder rasant und schnell ballert "Luscious Damned"
daher und erinnert vom Riffing ein bisschen an Annihilator. Im Mittelteil wird es breaklastiger und ein wenig sperrig. "Below Zero" könnte fast als Huldigung an Pantera durch gehen und ist sehr vielschichtig
arrangiert. Bis auf den abgehackten Chours ist "Alien Six" wieder eine ordentliche Slayer Breitseite und "Palace of Glass" verneigt sich wieder vor Jeff Waters (Annihilator). Das modern daherkommende
"Summoned" kann nicht ganz so überzeugen wie der Rest der Scheibe und ist für mich der schwächste Song auf "Demonstrous". Abgeschlossen wird das Album von Instrumental Stück "Astronomica"
und dürfte speziell Musikern unter uns munden, denn hier zeigt die Band noch mal ihr ganzes Können an ihren Instrumenten. Auch wenn man einige Vergleiche zu anderen Bands ziehen kann gefallen Demonica besonders bei
ihrer Gitarrenarbeit, das sollte man auch erwarten bei den beiden Gitarristen, und drücken mit ihrem Variablen Riffing und melodiösen Solis der Scheibe ihren unverkennbaren Stempel auf. Zwar können nicht alle Song zu
100 Prozent überzeugen aber als sehr starkes fettes Debüt-Album kann ich Demonica durchaus anpreisen. Tracklist: Demon Class, Ghost Hunt, Luscious Damned, My Tongue, Palace Of Glass, Alien Six, Below Zero,
Fast And Furious, Summoned, Astronomica www.myspace.com/demonicaofficial www.demonica.net
7,5 Punkte Carsten VÖ: 26.02.10 |
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DARE Arc Of The Dawn Legend Records 54:38 Zu ihrem 20-jährigen Jubiläum veröffentlichen DARE endlich mal wieder ein Album. Das kam ja in der langen Zeit nicht sehr oft vor,
denn 6 Studioalben in den ganzen Jahren ist ja nicht so viel. Auch auf diesem Album wird mehr dem melodischen Rock gefrönt. Schade, denn der Hardrock der Anfangstage war meiner Meinung nach auch fantastisch. Sei es
drum, denn auch der feinfühlige Rocksound setzt Akzente. Trotz allem haben die neuen Songs von „Arc Of The Dawn“ viel Atmosphäre und werden auch den „älteren“ Fans gefallen, welche die härteren Songs bevorzugten. Schön
anzuhören sind wie immer die irischen und keltischen Klänge die man ja schon mit einfließen ließ und den Sound positiv untermalt. Als gute Beispiele dafür sind "Dublin" und "Follow The River". Da die
Songs vom Sound her sehr ähnlich sind spricht das zwar nicht von Abwechslung, aber da die Stücke alle auf hohem Niveau sind, schlägt sich das nicht negativ nieder. Auf „Arc Of The Dawn” gibt es zwei Coverversionen. Da
wäre als erster der Thin Lizzy Klassiker “Emerald”der in balladesker Form in neuem Glanz erstrahlt. Als zweiten Coversong haben sich DARE den Cheap Trick-Song „The Flame“ ausgesucht. Auch dieser ist wesentlich
gefühlvoller ausgefallen als das Original. Da aber das ganze Album eher ruhig ausgelegt ist, passen die beiden Songs sehr gut ins Gesamtbild. „Arc Of The Dawn“ ist zwar sehr ruhig ausgefallen und nichts erinnert mehr an
die beiden ersten Scheiben „Out Of The Silence“ und "Blood From Stone", aber trotzdem haben sie wieder einmal ein schönes Album abgeliefert, welches einem Dare-Fan, die ja auch die melancholische Seite der
Band mögen, mit Sicherheit gefallen wird. In jedem Fall hat Darren Wharton und seine Truppe wieder ein Album abgeliefert das zum Entspannen und genießen einlädt. Laßt doch einfach mal eure melanchilische und romantische
Seite zum Vorschein kommen! Tracklist: Dublin, Shelter In The Storm, Follow The River, King Of Spades, I Will Return, Emerald, When, The Flame, Still Waiting, Kiss The Rain, Remember, Circles http://www.dare-music.com/ 7/10 Punkte Gisela VÖ: 26.10.09 |
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DREAMLAND Exit 49 Dockyard 2 43:52 Nach dem Release von „Eye For An Eye“ hatte die Band einige Line-up Wechsel in der Band. Der neue Drummer ist Alexx und die Gitarre wird
nun bedient von Nils Olsson. Im November letzten Jahres wollten sie mit den Recordings für ihr neues Album beginnen, aber auf dem Weg dorthin waren sie in einem Autounfall auf der E6 am Exit 49 involviert. Nach einer
kurzen Untersuchung im Krankenhaus konnten sie aber dieses wieder sehr schnell verlassen. Somit wurden die Aufnahmen verschoben und das Resulat aus dem Ganzen war, das die Songs wechselten und der Titel dieses
dramatische Ereignis wiederspiegelt. Das schwedische Quintett starte mit „A Touch of Evil” einem schnellen heavy Song versehen mit coolen Gitarren und einer ins Ohr gehenden Melodie. Ein sehr guter Opener der ein guter
Start für den nächsten noch schnelleren Song „Set the Heavens on Fire“ gibt, der sehr rifforientiert ist und auch Sänger Jake E zeigt sich von einer sehr abwechslungsreichen Seite. Dieses Mal zeigen die Schweden auch,
dass sie sehr eigenständig Songs schreiben können, denn man findet kaum Querverweise zu anderen Bands. Das balladeske „Worlds Apart” besitzt sehr emotionale Töne, aber im Verlauf des Songs werden die symphonischen Parts
mit heavy Riffs ausgetauscht und somit avanciert der Song zu einer Powerballade. Kleines Manko, die Backingvocals werden zu viel und zu glatt eingesetzt, aber das ist nun mal der Sound der 80iger Jahre. Nun wird es aber
wieder Zeit zu einer Tempoverschärfung in den Songs „My Sweet Revenge“ und „Exit 49“. Mit „Nordic Rage” bieten sie uns noch einen coolen Midtemporocker an, der auch mit heavy klingenden Riffs und ins Ohr gehende Hooks
versehen wurde. Beim Stück „Song for You” handelt es sich um eine Ballade, die mit akustischer Gitarre und sehr gutem Gesang versehen wurde. DREAMLAND zeigen uns auf diesem Song ihre ganz emotionale Seite. Sehr Heavy
ist „Shortest Straw” ausgefallen, eine Stück mit Growls und cleanen Vocals und zusätzlich noch einer Portion Aggression. Jeder Fan vom melodischen Powermetal sollte „Exit 49” antesten. Ich empfehle euch: „The Warning”,
“The Curse”, “Worlds Apart” und “So Weak, So Feeble” Track list: A Touch of Evil, Set the Heavens on Fire, The Warning, So Weak so Feeble, The Curse, Worlds Apart,
My Sweet Revenge, Exit 49, Nordic Rage, Song for You, Shortest Straw, Time to Exhale http://www.dream-land.nu/ 9/10 Punkte Claudia Ehrhardt VÖ: 25.09.09
 DESTRUCTION The Curse Of The Antichrist - Live In Agony AFM Records/Soulfood 97.54
Die Feierlichkeiten zum 25. Bandjubiläum von DESTRUCTION gehen munter weiter mit der Doppel-Live CD "The Curse Of The
Antichrist-Live in Agony". Die letzte Live- Veröffentlichung der Deutschen Thrash-Legende liegt ja auch schon etliche Jahre zurück und ein
Live- Doppelschlag macht da ja schon Sinn und ist interessanter für alle Fans als eine öde Best-Off CD. DESTRUCTION können ja aus
einem fast unendlichen Fundus aus altem und neuerem Material nach ihrer Reunion mit Sänger Schmier schöpfen und die beiden Silberlinge
sind natürlich randvoll gepackt mit alten Thrash- Klassikern. Aber nicht nur alte Songs finden sich auf dieser schön aufgemachten CD.
DESTRUCTION haben sämtliche Phasen ihrer beeindruckenden Karriere verewigt. Hier findet man nicht nur alte Thrash Perlen wie "Mad
Butcher“, „Eternal Bang“, „Total Desaster“ und „Bestial Invasion" auch ihre experimentale Phase mit "Reject Emotions“, „Unconcious
Ruins/Live Without Sense“, „Cracked Brain" wird zum Besten gegeben. Genauso berücksichtigt wird auch ihr Neuanfang nach dem
Schmier wieder zur Band zurück gekehrt war, z.B. mit Thrash Brechern der Marke "The Butcher Strikes Back“, „Thrash Till Death“,
„Metal Discharge" und von ihrem letzten Werk "D.E.V.O.L.U.T.I.O.N." ist der Titel Song und "The Seven Deadly Sins" und "The Alliance
Of Hellhoundz“ vertreten. Aufgenommen wurden die Songs von Live- Gigs in Tokyo und dem 2007 Wacken Open Air Auftritt in schöner
Live- Atmosphäre, wo man die euphorische Stimmung im Publikum auch gut festgehalten hat. Alles zusammen ergibt das ein wertiges Live-
Paket von einer der führenden und prägenden Thrash- Kapellen aus unserem Lande und zeigt was DESTRUCTION ausmacht. Sie waren
schon immer ein einzigartige intensive Live-Band die jeden Saal und jedes Open Air zum kochen bringen können. Diese beiden
Rundlinge stellen die absolute DESTRUCTION Live-Vollbedienung dar und dürften jeden Fan der Band begeistern und auch diejenigen die
die Band neu entdecken wollen. Sehr gelungene Angelegenheit diese Veröffentlichung und das ist noch bescheiden ausgedrückt!!!
Tracklist CD1: The Butcher Strikes Back, Curse The Gods, Nailed To The Cross, Mad Butcher, The Alliance Of Hellhoundz (mit Blitz
von Overlill,Peavy von Rage und Sänger von Communic als Gast Sänger), D.E.V.O.L.U.T.I.O.N., Eternal Bang, Urge (The Greed Of Gain), Thrash Till Death, Metal Discharge
Tracklist CD2 : The Damned, Cracked Brain, Soul Collector, Death Trap, Unconcious Ruins/Live Without Sense, The Seven Deadly Sins,
The Antichrist, Reject Emotions, Thrash Till Death (Three Drumkits Wacken Inferno), Total Desaster, Bestial Invasion Keine Wertung Carsten Bahr VÖ: 25.09.2009
 DANGER DANGER Revolve Frontiers Records 50:42
Ted Poley ist zurück mit seiner Band DANGER DANGER und ihrem neuen Album “Revolve”. Sie sind nicht im originalem Line-up, aber es
kommt dem doch ziemlich nah. Einzig Gitarrist Andy Timmons wurde gegen Rob Marcello ausgetauscht. Die US-Rocker starten mit „That's
What I'm Talking About”, einem coolen Rocker mit 80iger Flair. Der Sound klingt aber sehr modern und Frisch und die eingängigen Hooks
und die Backgroundgesänge sprechen für sich. Das ist auch genau das, wofür DANGER DANGER steht. Mit „Ghost of Love” gibt es
einen weiteren eingängigen Song, aber ein wenig schneller und vielseitiger als der Opener. Drummer Steve West und Bassist Bruno Ravel
bieten die geeignete Spielwiese für Gitarrist Rob Marcello, der sein ganzes Talent zeigt und die Songs positiv unterstützt. Dies geschieht auch
in den emotionalen Parts der Songs. Aber DANGER DANGER ist nun mal Ted Poley, denn seine Stimme macht ihn einzigartig. Mit einem
melancholischen Touch präsentiert er „Killin' Love”, der am Ende mit Gelächter von einem Baby verziert wurde, was ich nicht missen
möchte. Schneller wird es wieder beim nächsten Song „Hearts on the Highway”. Auf einem Hardrockalbum darf natürlich auch eine Ballade
nicht fehlen. Mit „Fugitive” präsentieren sie uns seine Ballade mit akustischen Gitarren und Vocals versehen und mehr braucht der Song auch
nicht. Nach dem Rocksong „Keep on Keepin' On” bieten sie uns einen melodischen Rocksong mit dem Titel “ Rocket To Your Heart”. Als
erstes denkt man das es sich um eine Ballade handelt, aber nach einer Weile explodiert das Stück regelrecht. Einen Stadion-Rock-Song
haben sie auch mit „FU$”, reine Freude spiegelt dieser Song wieder. Bei „Never Give Up” handelt es sich um eine Halbballade mit coolen
Gitarrenpassagen und wunderbaren Hooks. „Dirty Mind” erinnert einen ein wenig an The Who und im Verlauf des Songs kommen noch
Anleihen von Bryan Adams mit ins Spiel. Auf jeden Fall ein Ohrwurm! In jedem Fall sollte man nach dem Durchlauf noch einmal auf die
Repeat-Taste eures Players drücken, denn dieses Album vermittelt euch das ganze Gefühl des Sommers. Fahren in einem Cabrio an einem
sonnigen Tag, das ist das was das Album so einzigartig macht. Man kann den Sound als Hardrock, Hair-Metal, Glamrock oder so wie ihr
es wollt, aber es macht Spaß. Großartiges Comebackalbum und hoffentlich sehen wir DANGER DANGER bald auf Tour. Track list:
That's What I'm Talking About, Ghost of Love, Killin' Love, Hearts on the Highway, Fugitive, Keep on Keepin' On, Rocket To Your Heart, FU$, Beautiful Regret, Never Give Up, Dirty Mind http://www.dangerdanger.com/ 9/10 Punkte Claudia Ehrhardt VÖ: 18.09.09
 DADA ANTE PORTAS The Theory Of Everything Gadget Records/Sony BMG 39:16
Die Schweizer Band DADA ANTE PORTAS gibt es schon seit 1997 und ihr neues Album "The Theory Of Everything" ist bereits ihr
fünftes. So wie der Sound des Albums klingt geht man eigentlich davon aus, dass es sich um ein Debutalbum handelt. Das kann vielleicht
daran liegen, dass Gründungsbassist Mitch Prest die Band vor den Aufnahmen verließ, aber durch den Ersatz, den Produzent und
Bassvirtuose Fabio Trentini leistete, hätte dies eigentlich nicht passieren dürfen. Herausgekommen ist ein Album, welches sich zwischen
Britpop und Gitarrenpunk bewegt, also auch nichts Weltbewegendes, aber sehr verwirrend. Irgendwie vertagen sich die Sounds nicht, denn
alles ist so gegensätzlich. Man sollte sich entweder auf das eine oder das andere konzentrieren, aber nicht alles durch den sogenannten
Fleischwolf drehen. Die Songs haben zwar alle den benötigten Drive, aber irgendwie hat sich die Band wohl gedacht, noch eine Prise von
dem Sound und noch ein wenig aus der entgegengesetzten Richtung und schon haben wir die jungen Leute in der Tasche. Das wird wohl
nicht der Fall sein, denn dazu fehlen noch mehr Power und eine rauere Produktion. Dies ist auch ein gro0er Schwachpunkt, denn die
Produktion ist zu sauber und glatt. So kann man keinen Blumentopf, geschweige denn Fans auf seine Seite ziehen. Dazu gibt es einfach viel
zu viele neue Bands, die wesentlich innovativer und lebendiger agieren. Sorry aber dieses Album würde ich selbst meinen Feinden nicht empfehlen. Tracklist:
01. Just Wanna Dance, 02. The Erratic Rage Of The Prey, 03. Bloom, 04. Another Promise, 05. Tick-Tock Attack, 06. Be Ashamed, 07.
Taking Your Love, 08. Mexico, 09. Comfort Of Sadness, 10. Please Torture Other Men, 11. No Scheme, 12. Leave For Good www.dada-ante-portas.com 2/10 Punkte
Gisela VÖ: 25.09.09
 DAUGHTRY Leave This Eyes RCA / Sony Music 47:39
Gespannt war ich schon ob DAUGHTRY nach ihrem selbstbetitelten Album endlich mal Songs hinbekommen die ehrlich und
leidenschaftlich klingen. Bei ihrem Debut klang alles kalt und berechenbar aber trotz allem bescherte es ihnen ein Album, welches als am
schnellsten verkauftesten Rock-Debutalbum in die Geschichte der US-Charts einging. Ich wurde wieder enttäuscht, denn auch auf „Leaves
This Eyes“ bekommt man ebenfalls diesen Einheitsbrei, den andere Bands entweder genausogut oder besser hinbekommen. Ihr
glattgebügelter und radiotauglicher Rock bewegt sich meistens im Midtempobereich. Chris Daughtry machte 2006 einen vierten Platz bei
"American Idol" und dadurch hat er natürlich sehr viele Fans auf seiner Seite die ihn mögen, aber mich wird die Band nicht in ihren Bann
ziehen, denn dafür ist ihr Album einfach zu „brav“ und bietet lediglich austauschbaren Hausfrauenrock, dem jede Seele verloren gegangen
ist. Verkaufen wird sich das Album aber trotzdem, dessen bin ich mir sicher. Alle Rockfans unter euch sollten aber trotzdem vor dem Kauf in dieses Album hören bevor die Enttäuschung groß ist. www.daughtry-music.de 2/10 Punkten Gisela VÖ: 24.07.09 |
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