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Special

ECLECTICA
Dazzling Dawn
Asylum Ruins
Eclectika ist das 1-Mann-Projekt von Sebastien Regnier,  der versucht unterschiedliche Genres zu vereinen und etwas Neues entstehen zu lassen. Der Opener The End ist von klassischer Musik inspiriert und so vermittelt erst der Titeltrack Dazzling Dawn einen ersten Eindruck davon, was einen erwartet. Im Falle von Dazzling Dawn gibt es Black Metal, der rau und bösartig klingen sollte, aber leider kann weder die Produktion noch die klischeehaften Elemente seine Vision vermitteln. Weiblichen Gesang hinzu zu fügen ist keine schlechte Idee, funktioniert hier aber nicht. Sophist Revenge bleibt der Linie treu und wieder nutzt Regnier weiblichen Gesang als Stil-Element, aber leider hat die Stimme nicht genug Kraft um sich gegen die Musik durchzusetzen. Nach den Black Metal-Tracks geht es akustisch weiter mit Les Démons Obsédants Du Regret.  Der Song richtet sich an eine ganz andere Hörerschafft, aber die Produktion hat Schwächen und wieder kann die weibliche Stimme nicht glänzen. Es fehlt einfach Ausstrahlung, die einen auch die Schwächen der Produktion vergessen lassen würde. Teilweise liegt es an dem Klang der Instrumente, mit moderner Technik kann man fast alles realisieren, aber man muss trotzdem die Grundlagen beherrschen. Meiner Meinung nach hätten Songs wie Marble Altar oder The Next Blue Exoplanet ihre Wirkung entfalten können, wenn man versierte Musiker ihr Können hätte einbringen lassen. Das Vereinigen von unterschiedlichen Stilen ist immer eine schwierige Sache und selbst für Könner ihres Faches Risikoreich. Leider verfügt Sebastien Regnier nicht die spielerischen Fähigkeiten und deswegen kann er die Idee hinter Dazzling Dawn auch nicht vermitteln. Wie der frühere Kanzler Helmut Schmidt sagte: "Wer Visionen hat, sollte lieber gleich zum Arzt gehen!“ Nun, einige mögen das bestätigen, nachdem sie das Album gehört haben. Ich kann das teilweise nachvollziehen, aber ich sehe auch, was Regnier im Sinn hatte. Aber ohne entsprechend talentierte Musiker wird er seine Ideen nicht umsetzen können. Ich rate Mon. Regnier dazu sich einige gute Musiker zu suchen, wenn er ein weiteres Album aufnehmen will.
Tracklist
1. The End 02:58, 2. Dazzling Dawn 04:05, 3. Sophist Revenge 04:27, 4. Les démons Obsédants du Regret 05:57, 5. There is no Daylight in the Darkest Paradise 05:45, 6. Experience 835 03:41, 7. The Next Blue Exoplanet 03:25, 8. Marble Altar 05:16, 9. Stockholm Syndrome 03:25, 10. 11 Corps décharnés
http://www.eclectika.fr/
3/10 Punkte
Claudia Ehrhardt
VÖ: bereits veröffentlicht

EVIG NATT
Darkland
Black Bards Entertainment
56:23
EVIG NATT ist eine Gothic-Metalband aus Norwegen, die mit „Darkland“ ihr zweites Album präsentiert. Eine Gothic-Metalband aus Norwegen, die eine Frau als Sängerin hat, davon hatte ich bis zum jetzigen Zeitpunkt nichts gehört. Aber bevor ihr jetzt was anderes anfangt, hört euch lieber erst mal dieses Album an. Weit davon entfernt eine Band zu sein, die sich auf ihren Erfolg ausruhen kann, haben sie es wirklich geschafft ihren eigenen Sound zu finden. Dies ist sicher darauf zurückzuführen, dass alle Musiker, die in dieser Band sind, sehr professionell daherkommen, denn der Sound ist spitze. So war Frontmann Stein Roger Sund vorher ein Teil der großartigen Viking-Metal Legende EINHERJER und an den Drums findet man ex-Enslaved Drummer Harald 'Rivheim' Helgeson. Die Band lebt aber vor allem durch die talentierte Sängerin Kirsten Jørgensen, die wirklich einen tollen Job abliefert. Man kann sie am besten vergleichen mit Marcela Bovio (Stream Of Passion) oder Carmen Elise Espenæs (Midnattsol). Ihre Stimme ist verfällt nicht ins opernhafte und wirkt auch nicht gekünstelt. Ihre Stimme passt sich vollkommene der Musik von EVIG NATT an. Diese steht auch in vorderster Reihe, aber sie ist dominierend. Musikalisch hat die Band ihre Basis im Gothic-Metal, der meistens durch Gitarren und Gesang beherrscht wird. Zusätzlich haben sie noch großartige Effekte mit dem Keyboard in die Songs eingebaut. Hinzu kommen zum klassischen Gothic-Sound, der vergleichbar zu einigen von Morten Veland's Bands wie Tristania, Sirenia und Mortemia ist, kommen noch Deathmetal-Einflüsse, die sich aber nicht in Growls sondern mehr in Deathmetal-Riffs zeigen. Dazu gesellt sich noch, in einigen Songs ein brutales Drumming. Doommetal kann man auch in manchen Passagen ausmachen, vor allem wenn die Band langsamere Stücke spielt. Ein großartiges Album, das von allen Anhängern von gotischem Metall mit offenen Armen aufgenommen  werden sollte und sogar einige Fans aus der härteren Schiene gefallen könnte.
Tracklist:
1. Darkland 05:39, 2. Evig Natt 05:47, 3. Until The End 07:15, 4. I Die Again 06:09, 5. Sjelelaus 05:01, 6.The Wanderer 04:52, 7. Withered Garden 05:13, 8. My Sin 07:17, 9. Epitaph09:08 
http://www.evignatt.com/
9/10 Punkte
Mike Thompson
VÖ: bereits veröffentlicht

ENEMY OF THE SUN
Caedium
Massacre Records
56:22
Waldemar Sorychta, einst Gitarrist bei Despair, Voodoocult, Grip Inc. und Produzent unzähliger bekannter Metal-Acts (Moonspell,Lacuna Coil usw.), ist ja bekannt dafür alles selbst in die Hand zu nehmen. Bei seiner neuen Combo ist er auch wieder Songwriter, Aufnahmeleiter und Gitarrist in einer Person. Das Debütalbum "Shadows" von 2007 konnte schon einiges an Wirbel auslösen und dort setzt das Multitalent auch wieder bei seinem 2. Streich "Caedium" an. Die rasante Mixtur aus wildem Thrash der nahe angelegt ist an Grip Inc. und World-Ethno-Musik und dazu noch allerlei anderen grenzüberschreitenden Einflüssen wie Symphonic Metal hat der Mann beibehalten. Diesmal aber nicht so sperrig und zerfahren wie auf der ersten Scheibe. Jetzt fügen Enemy Of The Sun ihre musikalische Vielfalt besser und schlüssiger zusammen, ohne aber an progressiven Elementen zu sparen. In ihren Thrash Parts haben sie noch eine Schüppe an Härte zugelegt und streuen immer wieder auch ruhige gefühlvolle Passagen dazu. Zwar wird sehr schnell und rasant zwischen den Stilen gewechselt, aber man achtet stets darauf dass man sich nicht total verzettelt. Obwohl der Song "The Power Of Mankind" genau das Gegenteil ist was ich gerade beschrieben habe. Hier geht man doch zu abgefahren und überhastet zu Sache das geht zu Lasten des Hörgenusses. Dafür donnert der Opener "Another End Of The Rainbow" und der fulminante drauflos knallende Kracher "Ticket" sofort ins Hirn und beißt sich dort fest. "I am One" ist ein Wechselbad aus aggressiven Baller-Parts und Akustik-Spielereien. "Paradigm" ist sehr modern angelegt und ist für jeden der gerne hüpft genau der richtige Soundtrack. Seinem ehemaligen Sänger bei Grip Inc., Gus Chambers, der sich das Leben nahm widmete er den Song "The Golden Horizon", wo er Texststellen von ihm verwendete in dem er seine Tat bereits ankündigte. Langweilig wird die Scheibe nie, denn Abwechslung ist bei Enemy Of The Sun das oberste Gesetz und wer ein modernes Metal Album sucht das an Vielfalt kaum noch zu überbieten ist, liegt bei dieser Gruppe genau richtig. Thrash meets System Of The Down meets Word Musik so könnte man es auch beschreiben.
Tracklist
1. Lithium, 2. Another End of the Rainbow, 3. I Am One, 4. Chasing the Dragon, 5. Castaways in the N.W.O., 6. The Power of Mankind, 7. Ticket, 8. Paradigm, 9. Tryout, 10. The Golden Horizon, 11. Sky Shooting Stars, 12. Stolen Sky, 13. Aimless, 14. In Memoriam
www.enemyofthesun.com
8/10 Punkte
Carsten
VÖ: 28.05.2010

EISBRECHER
Eiszeit
AFM Records/Soulfood
Schiff voraus Richtung gesellschaftlicher Gefühlskälte, das ist nämlich genau die Thematik die Eisbrecher auf ihren vierten Longplayer aufgreifen. Und wie sagte Kapitän Alexx so treffsicher „Die Menschen, werden kälter. Unser Herz ist ein Gefrierschrank und unser Dasein ein kalter Hauch“. Höchste Zeit das Eis zu brechen und wer könnte das nicht besser, als die sympathischen Electro-Rocker aus München, die dies auf diversen Events schon des Öfteren unter Beweis stellten. Bereits mit den ersten beiden Titeln „Böse Mädchen“ und „Eiszeit“ schlagen Eisbrecher erneut wortwörtlich „den Eispickel in den gefrorenen Block“. Zudem möchte Alexx der Damenwelt im ersten Track mitteilen, dass es nicht immer sein muss, gängigen Schönheitsidealen hinterher zu eifern, sondern das sich eine selbstbewusste Persönlichkeit weit aus mehr, in der oberflächlichen Gesellschaft durchsetzen kann. Diese Aussage aus dem Munde des „Checkers“ zu hören wundert schon ein wenig, da einige außenstehende das Auftreten des Frontmannes schon mal als „Machohaft“ deuten würden. Aber sei es drum, die beiden ersten Songs dieses Albums knüpfen schon nach kürzester Zeit, an alte Dauerbrenner an. Der gewohnte Sound ankert wieder recht schnell beim Hörer, harte Riffs und atmosphärische Synth-Flächen reichen sich die Hand. Durch die Mitgröhl-kompatiblen Refrains, erreichen die Tracks in kürzester Zeit wieder eine hitverdächtige Griffigkeit. Dieses Potenzial verliert sich jedoch dann kurzfristig bei dem Song „Bombe“ sowie bei der rein in englischer Sprache dargebrachten Nummer „Gothkiller“, letztere schleicht sich recht ungewöhnlich ins Konzept ein. Aber spätestens mit „Die Engel“ wird der Kurs wieder korrigiert und ein gefühlvoll/romantischer Track versucht, gefrorene Herzen aufzutauen. Auch wirkt die sonst so tiefe Stimmlage von Alexx hier ehr sanft und ruhig, ein wirklich gelungener Song. Kommen wir nun zum wohl provokantesten Song des Albums „Amok“, welcher sich mit der ewigen Diskussion Killerspiele/Amokläufe befasst. Soundtechnisch wird hier fast schon am EBM-Bereich gekratzt. Im Zusammenspiel mit dem kontroversen Text „…Und wenn du dir nicht sicher bist, töte jeden den du triffst“, der mit Sicherheit noch von der lieben Zensur belieb äugelt werden dürfte, ist diese Nummer ein richtiger Kracher, schön durchgeknallt und extravagant. Mit „Dein Weg“ und „Der Hauch des Lebens“ werden dann auch noch die restlichen Eisschollen durchbrochen, stiltypisch und mit krachenden Gitarrenwänden versehen finden sich Melodien und Refrain schnell im Ohr wieder. Fazit :Nun mag es sein, das man sich zu sehr an die alten lieb gewonnenen Hits von „Antikörper“ oder „Sünde“ klammert, die ja auf beiden Alben in einer Vielzahl vertreten waren und „Eiszeit“ erst noch ein wenig im Gehör reifen muss. Aber dennoch empfinde ich die beiden letzten Alben, insgesamt als ausgewogener und eingängiger. Zwar kristallisieren sich auf „Eiszeit“ auch schnell wieder persönliche Favoriten heraus, wie „Böse Mädchen“, „Eiszeit“, „Die Engel“ oder „Amok“, doch verspürt man stellenweise auch eine gewisse experimentelle Interferenz, die für Ecken und Kanten im Gesamtbild sorgt.
Tracklist:
01. Böse Mädchen, 02. Eiszeit, 03. Bombe, 04. Gothkiller, 05. Die Engel, 06. Segne Deinen Schmerz, 07. Amok, 08. Dein Weg, 09. Supermodel, 10. Der Hauch des Lebens
http://www.eis-brecher.com
8/10
Andre [A.S]
VÖ: 16.04.2010

ELECTRIC EEL SHOCK
Sugoi Indeed
Rodeostar
31:22
Kann mir einer mal sagen was „Sugoi Indeed“ bedeutet? Die Erklärungen die ich gefunden habe reichen von einem Fluss in Sibirien über einem Imbiss in Honululu und das hauseigene Label von DJ Gerard Simpson bis zu einer altertümliche Gottheit. Die Antwort können mir sicher nur die 3 Japaner geben. Wenn wir aber die Übersetzung von Sugoi als ausgezeichnet oder großartig nehmen, macht das alles einen Sinn. Das japanische Trio bietet auf ihrem Album ein gradliniges Rock-Werk mit Versatzstücken aus Punk, Classic- und Garagenrock. Sehr zeitgemäß wird der Sound präsentiert und auch die teilweise in japanischer Sprache gesungenen Textpassagen fügen sich nahtlos ein. Gut gesetzte Gitarreneinlagen von Sänger und Gitarrist Aki Morimoto, einen auf den Punkt gebrachten Bass von Kazuto Maekawa und die dezent gehaltenen Drums von Tomoharu Ito bilden das Herzstück des Albums. Aber genau das macht Spaß bei diesem Album und somit avanciert der vierte Longplayer der Band zum besten Album in der Karriere von ELECTRIC EEL SHOCK. Charmant werden die Klischees des Rocks dargeboten und somit dürften Fans von gradlinigem Rock sehr viel Gefallen an "Sugoi Indeed" finden. Dadurch das sie trotz der vielfältigen Einflüsse alles auf eine gemeinsame Plattform gebracht haben, wurde der Grundstein zu den ureigenen Trademarks von ELECTRIC EEL SHOCK gelegt. Man sucht zwar nach Überraschungen auf „Sugoi Indeed“ vergebens, aber trotzdem machen die Songs Spaß und zudem sind die Stücke abwechslungsreich und sehr natürlich. Man hört sehr real heraus, dass diese Musik die Lebenseinstellung des japanischen Trios sehr gut wiederspiegelt. Für mich ein gutes Album und wenn man noch ein wenig mehr an Songs auf das Album gepackt hätte, wäre die Note noch einen Punkt höher ausgefallen. Eine Laufzeit von knapp 31 ½ Minute ist in der heutigen Zeit und bei den hohen CD-Preisen einfach zu wenig.
Tracklist:
1. Metal Man, 2. Out Of Control, 3. Mr. Toad, 4. Sugoi Indeed, 5. Death Penalty, 6. Nobody Knows, 7. More, 8. No Shit Sherlock, 9. M.T.B., 10. Goodbye Peach
http://www.electriceelshock.com
7,5/10 Punkte
Gisela
VÖ: 09.10.09

EPSYLON
The Gift
Fastball Music
58:45
Die Gründung der Band EPSYLON fand vor 2 Jahren statt. In der kurzen Zeit ist die Band von 6 Musikern auf ein Duo geschrumpft. Kopf und Songwriter der Band ist Yves Vermeesch, der auch für die Gitarren, das Keyboard und den Bass bei den Aufnahmen verantwortlich war. Hinzu gesellt sich noch Sängerin Sylvie Boisieux.  Auf dem Debut griffen sie auf Gastmusiker zurück wie Jan Sören Eckert von Masterplan und dem ex-Mitglied von Epica, Jereon Simons. Der Sound auf „The Gift“ ist meistens sehr düster, melancholisch und ein wenig mystisch angehaucht, also im Stil von melodischem Dark-Metal. Mir fällt positiv die sehr variantenreiche Stimme von Sängerin Sylvie auf, die sich in manchen Parts mit rauen männlichen Vocals regelrechte Fights liefert. Durch diese Sprenkel wirken die Songs sehr abwechslungsreich. Aber auch folkig angehauchte Songs wie "The Pirate" haben ihren Platz auf der CD gefunden. In Bezug auf den Sound hebt sich dieses Album doch ein wenig aus dem Einheitsbrei der heutigen Female Fronted Bands heraus, sodass ein Reinhören Pflicht ist. 
www.epsylon-music.com
6,5/10 Punkte
Gisela
VÖ: 17.07.09

EISENVATER
IV
Unundeux
47.55
Eisenvater haben sich nach einer längeren Pause, die 14 Jahre dauerte, wieder zusammen getan und veröffentlichen nun mehr ihr 4. Album auf dem neu gegründeten Label UNUNDEUX von den Japanischen Kampfhörspielen. Die Band hat mit Sicherheit Vorreiterfunktion der Neuen Deutschen Härte Welle und hat etliche deutschsprachigen Extrem-Bands wie auch zum Beispiel Totenmond, Drecksau und die Schweisser stark beeinflusst. Vergleiche kann man auch zu Rammstein machen beim Gesang und Texten, aber es sei betont das Eisenvater mit ihren schweren und abgefahrenen deutschen Texten früher am Start waren mit ihren ersten Alben. Eisenvater kann man nicht so leicht erklären den ihr Musik war und ist auch auf ihrem neuesten Werk sperrig, dunkel und bedrohlich und reizt extremen Doom und Noise Rock bis an die Schmerzgrenze und darüber hinaus brachial aus. Abgefahrene Riffwände erzeugen eine beklemmende Atmosphäre und schicken den Hörer auf eine finstere Reise. Treibende Groove-Walzen zerquetschen jegliches Positive und der knurrende, verachtende und verbitterte Gesang thront über den Songs die wie Lava aus den Boxen fließen. Eisenvater fahren ein massives Bollwerk an Gitarrenklängen auf das nicht nur im Metal Bereich zuhause ist, denn als reine Metal-Band kann man sie nicht einordnen, zu verschieden sind die Stile die sie zusammenbrauen. Das sollte aber Metal Fans jetzt nicht abschrecken den die Hanseaten sind auf ihre eigene Art und Weise HEAVY! Eisenvater sind musikalisch aber nicht stehen geblieben auf „IV“ sie klingen abgeklärter und "erwachsener" als auf ihren ersten 3 Alben. Aber ich kann schreiben was ich will Eisenvater kann man schlecht beschreiben! Nennt es Crowbar meets Motörhead oder Godflesh zermalmen Totenmond. Ist es Deutsch-Core oder was? Egal wie man es nennt, es ist außergewöhnliche Musik für Fans die einfach nur Musik lieben die neben der üblichen Norm angesiedelt ist. Eisenvater sind unbequem, bedrohlich und schwer zu begreifen, entweder man liebt sie oder hasst sie. Ich finde sie einfach faszinierend und außergewöhnlich!!! Für Fans die selbst im Extrem Metal Bereich noch musikalische Grenzerfahrungen suchen. 
www.unundeux.de
7,5/10 Punkte
Carsten
VÖ: 15.05.09

EKTOMORF
What Dosen´t Kill Me....
AFM Records/Soulfood
37.36
Aus Ungarn gibt es auch mal wieder ein Lebenszeichen von EKTOMORF, die bei AFM Records ein neues Label gefunden haben. Seit jeher wirft man den sympathischen Musikern vor, dass sie eine Kopie von Soulfly wären und stumpf ihren Groove Tribal Metal runter spielen ohne eine merkliche musikalische Weiterentwicklung zu vollziehen. Zum einem stimmt es schon das EKTOMORF sehr nach Soulfly klingen, aber als billige und überflüssige Kopie kann ich sie gar nicht abtun. Damit tut man den Jungs auch Unrecht, sie ziehen ihr Ding mit so einer Beharrlichkeit durch das ich davor auch Respekt habe. Seien wir mal ehrlich, wer spielt den sonst noch diesen Stil den EKTOMORF seit ihrer Gründung zelebrieren? Zumal auch Maschine Head und Sepultura zu ihrer Chaos A.D. und Roots Ära ihre Spuren in ihrem Sound hinterlassen haben. Ihre sehr großen Stärken sind auch die Live-Gigs, wer sie mal gesehen hat der weiß das sie bekannt dafür sind intensive und energische Shows zuspielen. Auf ihrer neuen Scheibe sind auch wieder alle Trademarks vertreten die EKTOMORF ausmachen. Es dominieren natürlich die Mega-Groove Passagen und brutales Mid Tempo Riffing das verbunden mit dem extrem angepisten Gebrüll von Sänger Zoltan für Hüpforgien im Mosh-Pit sorgen dürften. Leider hat man komplett die Geschwindigkeit aus den Songs genommen und nicht eine Geschwindigkeitsattacke, was EKTOMORF auch ab und zu gut zu Gesicht stand, hat sich in die 13 Lieder geschlichen. Mit der Nummer "Sick Of It All" haben die Ungarn mit dem Stuck Mojo Sänger einen Groove Rap Klopfer eingetütet der sich deutlich von Restmaterial abhebt. Mille von Kreator wurde auch vors Micro gezerrt und bei "Scream" kommt eine Sängerin zum  Einsatz. Somit löst man sich ein bisschen aus dem engen musikalischen Korsett, wo bei man sagen muss, fast alle Songs sind nach demselben hüpfkompatiblen groovigen Strickmuster geschrieben. Wer hier also auf große Überraschungen setzt der ist bei EKTOMORF falsch, wer aber eine Groove-Dampframme braucht die intensiver kaum sein kann, der ist hier im 7. Himmel. Von Tue Madsen ist das Album so ultrafett und brutal in Szene gesetzt worden das jeder Song wie ein KO Schlag in die Magengrube wirkt und eine Menge an Energie frei setzt.  Auf "What Dosen´t Kill Me..." ist nichts innovatives aber dafür 100% EKTOMORF in Reinkultur und spätesten auf der Bühne werden EKTOMORF fast alle Nörgler verstummen lassen.
www.myspace.com/ektomorf
7/10 Punkte
Carsten
VÖ: 20.03.09

A

B

C

D

E

F

G

H

I + J

K

L

M

N

O + P

Q + R

S

T

U + V

W-Z + Various