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Special

HELJAREYGA
Same
Black Bards
48:12
Vielleicht war es Heri Joensen zu langweilig, denn der TYR-Frontmann formierte im letzten Jahr, zusammen mit 4 Mitstreiter die Band HELJAREYGA. Vom Sound her kommen sie seiner Hauptband TYR sehr nahe, aber in Puncto Texte und Arrangements unterscheiden sie sich doch gewaltig. Es ist der Band gelungen ein richtiges kleines Meisterwerk zu schaffen, was aber trotz allem sehr gewöhnungsbedürftig ist. Da wären zum ersten, dass die Songs alle in färöischen Landessprache gesungen und zweitens wurden sehr viele progressive Songstrukturen in die Stücke mit einfließen lassen. Das macht die Songs alle sehr schwer zugänglich. Durch die progressiven Parts werden die Songs demzufolge auch sehr lang und eine Spielzeit bei den Songs von 10 Minuten ist normal. Auch werden sehr viele traditionelle Melodien mit in die Lieder eingebaut, das zwar sehr interessant ist, aber trotz allem sehr schwierig dem verlauf der CD zu folgen. Das Album wirkt, trotz der Progessivität sehr abwechslungsreich. Wenn man sich erst mal in das Album eingehört hat, werden die Songs auch eingängiger und bei nur 5 Songs wird einem Klasse statt Masse geboten. Das hebt das Album auch über manch andere Veröffentlichung, denn auf vielen gibt es doch zu viele Füller. Eins bleibt natürlich auf der Strecke, die Radiotauglichkeit, denn kein Sender würde einen solch langen Song spielen. Ich denke aber auch, dass es HELJAREYGA nicht darauf abgesehen haben. HELJAREYGA  haben mit ihrem selbstbetitelten Debutalbum ein solides und gut produziertes Album angeliefert. Fans von progressivem Sound sollten in jedem Fall das Album antesten, denn sie werden vollkommen zufrieden gestellt.
absolute Vollbedienung!
Tracklist:
01. Regnið [9:00], 02. Heljareyga [10:27], 03. Lagnan [8:49], 04. Feigdin [8:43], 05. Vetrarbreytin [11:15]
www.myspace.com/heljareyga
7,5/10 Punkte
Gisela
VÖ: 29.10.10

HARADWAITH
Creating Hell
Black Bards
53.14 
Die beiden Brüder Raudhrskal (Gitarre) und Erebor (Drums) gründeten 2003 HARADWAITH in Griechenland und als man dann in Deutschland, in der Nähe von Leipzig, Fuß fasste, holte man sich noch zur Verstärkung Vorst (Bass) und Slaktare an der zweiten Gitarre dazu. Das Mikro übernahm für einige Zeit Iblis (Ex-Endstille) und mit ihm zusammen nahm man Ende 2009 in den JAK´s Hell-Studio, wo auch Endstille ihre Scheiben eintrümmerten, ihr Debüt "Creating Hell" auf. Nach nur ein paar Live-Gigs beendete HARADWAITH und Iblis die Zusammenarbeit und der Sänger verkündete das er sich komplett aus dem Musikgeschäft zurück ziehen wollte. Schnell wurde ein neuer Sänger mit an Bord geholt und der hat auch schon 3 alternative Versionen eingesungen, die auch auf "Creating Hell" mitveröffentlicht wurden. Der neue Mann am Mikro nennt sich Skoll und malträtiert seine Stimmbänder auch bei der Black Metal Band WANDAR. HARADWAITH stehen für Black Metal der rasanten Sorte mit deutlichen Old School Touch, der aber sehr transparent und frisch produziert wurde und das man auch nicht im Rumpel-Bereich agiert sondern mit spielerischer Präzision glänzt. Die Griechisch-Deutsche Vereinigung klingt auch nicht ansatzweise nach südländischen Black-Metal Sound a la Rotting Christ, Nightfall oder alte Moonspell, sondern man orientiert sich klar an dem nordischen Sound. Die Songs sind meistens im Hochgeschwindigkeitsrausch eingeprügelt und da kommen einem immer wieder Dark Funeral, 1349 oder Throns in den Sinn und wenn HARADWAITH in langsamere Parts überschwenken hört man deutlich die neueren Satyricon heraus. Am besten hört man das beim Song "Seeds Of Judas". Aber nicht nur alleine die pure Raserei regiert auf dieser Scheibe man streut auch viele melodiöse Gitarren ein und auch dunkle Hymnen wie 'Open The Earth' und 'Thoughts Of Exit' bringen Abwechslung in diese finstere Scheibe. Ex Sänger Iblis gib dem ganzen mit seiner aggressiven abgedrehten Stimme den nötigen Schuss gelebten Wahnsinns und klingt um einiges durchgeknallter als bei Endstille. Auch Skool macht auf den drei alternativ Versionen von "Open The Earth", "Mephistophelian Philosophy" und "Seed Of Judas" eine gute Figur, aber er geht etwas grimmiger zur Werke. Für ein Debüt-Album haben HARADWAITH ein sehr starke Scheibe veröffentlicht. Nur sollten sie sich nicht zu sehr an die oben genannten Bands anlehnen sondern ihre eigene Identität finden. Das Potenzial ist auf alle Fälle deutlich vorhanden und man darf gespannt sein wie sich die Band weiterentwickelt.
Tracklist:
,Devilution, Laceration Of Flesh, Open The Earth, Creating Hell, Mephistophelian Philosophy, Reconstruction Of Chaos, Seed Of Judas, Thoughts Of Exit, Open The Earth - Alternative Version, Mephistophelian Philosophy - Alternative Version,  Seed Of Judas - Alternative Version
www.myspace.com/haradwaith
7,5/10 Punkte
Carsten
VÖ: 05.11.2010

HUNGRYHEART
One Ticket To Paradise
Fastball Music
56:03
HungryHeart ist eine italienische Band, die schon in den späten 1990er Jahren gegründet wurde, aber erst 2008 ihr Debüt veröffentlichten. Das Album kam bei Fans und Medien gut an und nun gibt es ein neues Werk von den Italienern. Mit One Ticket To Paradise präsentieren die Herren eine Scheibe voll eingängiger Rock-Songs, die offensichtlich von Bands wie Giant und Bon Jovi beeinflusst wurden, dazu einen Spritzer Sleaze - et voilá herauskommt HungryHeart. Der flotte Rocker One Ticket To Paradise macht einfach Spass. Erinnert ein wenig an Pink Cream 69 (frühe Jahre) - und etwas härter -, aber auch an Casanova... Sänger Josh Zighetti gibt den Songs, was sie brauchen - von soften Tönen, über fast schon geflüsterte Worte bis hin zu leicht aggressiven Passagen. Gitarrist Mario Percudani lässt sein Können immer wieder aufblitzen, spielt aber im Allgemeinen sehr Song-dienlich. Die Ballade Let Somebody Love You überzeugt mit Mario's emotionalem Gesang. Sänger Josh beschränkt sich hier auf die Backing Vocals und überlässt Mario den Gesang bei der gefühlvollen Ballade. Boulevard Of Love erinnert mich etwas an L.A. Guns... Ein harter, Up-Tempo Rocker mit eingängiger Gitarrenmelodie - und einem Refrain, den man schon bald mitsingt! Mit Angela gibt es dann einen Track, der nach Giant klingt, aber auch HungryHeart-Sounds bietet! Beim Country Rocker Love Is The Right Way wird klar, man hat nicht nur einmal Blaze Of Glory gehört. Oder stand Wanted Dead Or Alive Pate? Auch bei Just A Little Closer hört man Bon Jovi raus, hier so gar etwas mehr als bei den anderen Songs. Okay, man hat hier nichts Revolutionäres aufgenommen, aber die Songs machen Spass!  Mit Man In The Mirror ehrt man Michael Jackson, aber wenn man das Original nicht kennt, dann würde man nicht erwarten, dass es ein Pop Song ist. Gut gemacht. Fans, die auf gut gemachten Rock stehen, der mit eingängigen Melodien auftrumpft, der sollte HungryHeart auf ihrer MySpace-Seite an testen!
Track list:
1) Stand Up, 2) One Ticket To Paradise, 3) Let Somebody Love you, 4) Boulevard Of Love, 5) A Million Miles Away, 6) Angela, 7) Love Is The Right Way, 8) Let's Keep On Tryin', 9) Just A Little Closer, 10) Get Lost, 11) Man In The Mirror, 11) You Won't Be Alone
http://www.hungryhearts.it
http://www.myspace.com/hungryheartofficial
http://www.twitter.com/hungryheartband
8,5/10 Punkte
Claudia Ehrhardt

HAMLET
La Puta Y El Diablo
Roadrunner Records
53:54
Die Band HAMLET treibt schon seit 1987 in Spanien ihr „Unwesen“. So zählen die Madrilenen zu den Bands der ersten Stunde in ihrem Genre in Spanien und konnten schon einige Erfolge verbuchen. Angefangen haben sie mit klassischem Heavy Metal, aber bis zu ihrem neunten Album „La Puta Y El Diablo“, welches nun via Roadrunner Records veröffentlicht wurde, hat sich ihr musikalischer Stil doch stark verändert. In Spanien wurde das Album schon im letzten Jahr veröffentlicht und die Reaktionen darauf waren sehr gut. Wie werden die Fans das in Deutschland sehen? Ihren traditionellen Metal haben sie sehr gekonnt mit alternativen Sprenkeln, groovigen Parts, thrashigen Elementen und hardrocklastigen Melodien versetzt. Das sind aber noch nicht alle Veränderungen, denn HAMLET haben noch sehr gekonnt aggressive Riffs und Doublebassattacken in ihre Songs eingebaut. Dies führt dazu, dass die 10 Songs alle sehr abwechslungsreich sind. Beim Stück "No Habrá Final" wird das Tempo total zurückgefahren und brillieren mit akustischen Klängen. Die Mischung und Songanordnung stimmt bei diesem Album, aber nicht nur das. So versteht es Sänger Molly immer sehr gekonnt, mal aggressiv, mal heiser seine Stimme den verschiedenen Stimmungen einzusetzen. Abschrecken sollte man sich auch nicht von den in Spanisch gesungenen Songs, denn ich finde dass auch diese Sprache sehr metal-kompatibel ist. Man muss nicht unbedingt in Englisch singen und somit erhalten die Songs alle einen gewissen Exotenstatus. Von der Produktion her hat man auch alles richtig gemacht. Für das Mixing und Mastering war kein Geringerer als Logan Mader (Gojira, Cavalera Conspiracy, Machine Head usw.) verantwortlich.  Er ist ja auch derjenige, der schon MACHINE HEAD mit einem druckvollen Sound versorgt hat. Mit diesem fetten Sound erfüllen sie mit Sicherheit nicht nur die Erwartungen der Fans. Ich hoffe nur, dass man einer spanischen band, die in ihrer Muttersprache Songs verfasst mehr Aufmerksamkeit widmet, denn von der Qualität der Songs her ist bei „La Puta Y El Diablo“ wirklich alles im grünen Bereich. Lasst euch von HAMLET wachrütteln!
www.myspace.com/hamletirracional
Tracklist:
El habil reino del desconcierto, La tentación, El traje del muerto, Siete historias diferentes, En el nombre de dios, No habrá final, Escupe tu vanidad, Si no tu quién, Revolución, Sacrificio
7/10 Punkte
Gisela
VÖ: 15.01.10

HELEL
A Sigil Burnt Deep Into The Flesh
Debemur Morti Productions
27.27
Die Franzosen HELEL (Hebräischer Name für Luzifer, der gefallene Engel) veröffentlichen mit dieser Mini-CD sozusagen ihr Debüt Material auf dem ebenfalls aus Frankreich kommenden Label DEBEMUR MORTI Productions. Die Musik von HELEL ist eine wilde Mischung aus extremen Industrial und räudigen Black Metal. Das Ganze ist verknüpft worden zu einen brachialen Inferno das den geneigten Hörer sofort überrollt. Die programmierten Drums fallen gnadenlos über einen her, die Blast-Attacken sind unmenschlich schnell und gehen weiter über in dreckiges Black Metal Gebolze. Zwar nimmt man auch mal die Geschwindigkeit aus den Songs, mit treibenden Midtempo Parts und spannt den Bogen rüber in künstliche Orchester-Passagen wo HELEL echt eine kranke Atmosphäre aufbauen können, aber zumeist herrscht hier das absolute chaotische Inferno. Da verliert man echt manchmal den roten Faden beim hören der 4 langen Songs, aber das hier das extremste aus Industrial und Black Metal zusammen geführt wird ,was ja nicht oft vorkommt, macht diese Mini-CD doch auch sehr faszinierend. Keine leichte Kost die uns da HELEL verkaufen wollen, man kann sagen das diese Musik sogar recht unbequem ist. Aber dennoch eine Scheibe die Exoten-Status besitzt. Sowas bekommt man nicht alle Tage zu hören. Vorsicht Explosionsgefahr!
www.myspace.com/masslucifercorporation
www.debemur-morti.com
Tracklist: 01. Mass Destruction / Mass Alienation, 02. A Sigil Burnt Deep Into The Flesh, 03. This Is Hel(e)l, 04. Cosmos Is Out Of Order
6,5 Punkte
Carsten
VÖ: 2009

HATEBREED
Hatebreed
Roadrunner/Warner
42.19
Es ist noch gar nicht solange her das HATEBREED die hungrigen Fans mit einem Coveralbum (For The Lions) beglückten und nun liegt auch schon das selbstbetitelte neue Album vor. Jetzt stellt sich wie immer die Frage, kann die wohl erfolgreichste Thrash-Core Gruppe ihre Nivau halten, entwickeln sie ihren Sound weiter oder öffnen sie sich gar anderen Einflüssen. Bei Hatebreeds neuem Werk kann man das mit ja und auch mit nein beantworten. Natürlich hört man sofort wer hier den schweren Beton anrührt in jedem Song und auch ihre Trademarks kommen wie immer deutlich zur Geltung. Wie Midtempo Böller-Songs die zum hüpfern und moshen bestens geeignet sind. Schnelle Thrasheruptionen die Slayer huldigen (Become The Fuse, Merciless Tide!!!) und jedes Festival und jede Halle zum erbeben bringen und riesige Circle-Pits auslösen. Grossartige Street-Hardcore Hymnen (In Ashes They Shall Reap) gepaart mit eingängigen Mitgröhl und Gangshout Parts finden sich natürlich auch wieder und alles scheint so als ob es bei alten bewährten und absolut großartigen Stilmitteln geblieben ist. Doch nicht immer leicht erkennbar haben sich minimale Änderungen eingeschlichen. Stimmlich hat Jasta ein klein wenig mehr Melodie in seine Stimme gepackt und der Doom ist mit dem Song "In Ashes They Shall Reap" in den Sound eingekehrt der verdächtig nach Crowbar klingt. Mehr Punk-Vibes gibt es mit "Every Lasting Star" und "Words Became Untruth" und das düstere Instrumental "Undiminished" hätte man wohl nicht gerade von Hatebreed erwartet. Das es auch vermehrt Gitarren-Leads gibt fällt aber nur so am Rande auf. Aber eigentlich verlange ich von speziell dieser Band keine großen Experimente. Das was sie auf ihrem neusten Werk gemacht haben reicht mir schon voll und ganz aus. Ansonsten rede ich jetzt hier mal als totaler Fan: Die Scheibe ballert und knallt ohne Ende, es ist genau das was ich von den Jungs erwartet und erhofft habe .Beim Hören freue ich mich schon wieder die Jungs live zusehen mit einem ausflippenden Publikum, Mega Circle-Pit, Moshen, Hüpfen und Headbangen bis die Murmel platzt. Scheiß auf Veränderungen, wenn ich mich noch nicht satt gehört habe an Hatebreed ist das auch nicht langweilig was sie machen. Und das ist sicher, diese Scheibe rotiert bei mir pausenlos im Player bis sie glüht und damit hat eine Neuveröffentlichung ihre Pflicht getan!!! Musikalische Weiterentwicklung oder nicht, solange die Musik süchtig macht ist alles erlaubt. Auf den Punkt zu kommen: Extrem Geile Scheibe Punkt!!!
Tracklist: 01. Become The Fuse, 02. Not My Master, 03. Between Hell and A Heartbeat, 04. In Ashes They Shall Reap, 05. Hands Of A Dying Man, 06. Everyone Bleeds Now, 07. No Halos For The Heartless, 08. Through The Thorns, 09. Every Lasting Scar, 10. As Damaged As Me, 11. Words Became Untruth, 12. Undiminished, 13. Merciless Tide, 14. Pollution Of The Soul
www.hatebreed.com
9,5/10 Punkte
Carsten
VÖ: 02.10.09

BERT HEERINK
Better Yet
AOR Heaven
42:34
Einige werden sich noch an das Debüt der Band Vandenberg erinnern, das Album wurde schnell zum Klassiker. Die Band um Adrian Vandenberg tourte und nahm einige weitere Alben auf und in 2002 tourte Heerink mit der Rock-Oper Tommy in den Niederlanden. Nun 2 Jahrzehnte nach dem Vandenberg-Debüt ist Bert Heerink zurück! Und seine Platte heisst Better Yet... einer Sammlung von AOR-Songs, auch wenn der Opener Panic Attack etwas härter ist. Beim Songs schreiben tat er sich zusammen mit u.a. Harry Hess, Bob Daisley und Russ Ballard - um nur einige zu nennen. Für die Produktion ist Michael Voss verantwortlich, der es schaffte eine kraftvolle, moderne Produktion abzuliefern, die nicht zu glatt ist. Nach dem balladesken April gibt es einen 80er-Jahre Rocker namens Whose Side Are You On. Nach Falling Down, einem leicht traurigen Song, gibt es mit Love Is Like Heaven wieder eine Gitarren-Nummer. Einer meiner Favoriten ist Restless Heart, der Song kommt etwas anders daher... ist sehr intensiv und hat sogar einen Schuss Aggressivität. Die Backings sind sehr 80er-Jahre-mässig, aber etwas zu weit im Vordergrund... Schönes Gitarrensolo. Der letzte Song Significance ist ein weiteres Highlight auf Better Yet... - und eine gute Wahl um sich einen Eindruck von Bert Herrink's Rückkehr zum Rock zu verschaffen. Bert Heerink meldet sich zurück mit einem AOR Album und Fans von Russ Ballard, Joe Lynn Turner, Lou Gramm Band, etc. sollten unbedingt mal reinhören! Jeder Song könnte auch bei einem Classik Rock-Radioprogramm laufen!
Track list:
Panic Attack, April, Whose Side Are You On, Falling Down, Love Is Like Heaven, All Fired Up, Can't Make Me, Restless Heart, Precious, Significance
www.bertheerink.nl
8/10 Punkte
Claudia Ehrhardt
VÖ: 25.09.09

HOUSE OF LORDS
Cartesian Dreams
Frontiers Records
52:03
HOUSE F LORDS ist die Band von Sänger James Christian und mit „Cartesian Dreams“ präsentiert die Band uns ihr neues Album. Nach einem symphonischen Intro geht es aber sofort mit heavy Gitarren los. Der Titelsong „Cartesian Dreams” ist heavy, gitarrenorientiert und besitzt alle Trademarks vom Sound von HOUSE OF LORDS. Jeder Hardrockfans wird wissen was er von Herrn Christian und seiner Band erwarten kann und genau dass bekommt er auch geliefert. Beim Opener bekommt jeder die Chance zu glänzen… BJ Zampa mit einigen Trommel-Parts und Gitarrist Jimi Bell mit einem kurzen Solo. Auch wenn der Bassist nicht so im Vordergrund steht, ist der Bass vorhanden und trägt seinen Teil beim Titelsong bei. Der nächste Song „Born To Be Your Baby” zählt zu einem der besten Songs der letzten Alben denn der Song liegt auf einem hohen Qualitätsniveau. Mit arabischem Sound und einem Fragment, die von einer Rede George Bush´s genommen wurde geht es zum Song „Desert Rain”. Der Song zieht im Verlauf melodisch sehr stark an und wurde versehen mit knackigen Riffs, großartigen Melodien und emotionalen Vocals. Ein Ohrwurm sondergleichen! Nach dem balladesken Song „Sweet September” folgt das melodische Metalstück „Bangin'“. „A Simple Plan” kommt mit hardrockbasierendem Sound daher, die aber mit heavy Riffs versehen wurde und somit zu einem einen Metal-Touch bekommen. Jimi Bell´s emotionales Gitarrenspiel führt euch in den Song „The Bigger They Come” ein. Hier hört man HOUSE OF LORDS so stark wie man sie selten gehört hat. Harmonische Vocals, großartige Gitarrenparts, einen heavy Einschlag und die ausdrucksvollen Vocals von Mr. Christian, was will man mehr! Eine Spur von Retro bekommt man beim Song „Repo Man“ geboten. Bei diesem Stück gibt es sogar weiblische Backingvocals zu hören. Es ist nicht wirklich ein schlechter Song, aber im Vergleich zu den anderen ist er nicht so stark. Einen Song mit AC/DC-Tunes ist „Saved By Rock, aber durch die Stimme von James Christian und die melodischen Vocal-Parts ist er doch nicht mehr mit den Australier zu vergleichen Ein anderer stampfender Rocker ist “ Joanna“ ein Stück das Fröhlichkeit verbreitet. Als Bonus-Track haben HOUSE OF LORDS „The Train” gewählt und mit diesem melancholischem Stück endet auch „Cartesian Dreams“. Fans von HOUSE OF LORDS werden nicht enttäuscht sein und jeder Fan von Hardrock, und melodischen Metals sollte dieses Album antesten! Die Herren schaffen noch, euch coole Songs zu liefern, die frisch klingen und davon weit entfernt sind „Old Fashioned“ zu klingen!
Track list:
Cartesian Dreams, Born To Be Your Baby, Desert Rain, Sweet September, Bangin', A Simple Plan, Never Look Back, The Bigger They Come, Repo Man, Saved By Rock, Joanna, The Train (bonus track)
http://www.jameschristianmusic.com/
8/10 Punkte
Claudia Ehrhardt
VÖ: 18.09.09

HOLYHELL
HolyHell
Magic Circle Music
70:59
Lange haben wir ja auf das Album warten müssen, aber jetzt ist es endlich veröffentlicht. Pünktlich zu Festivalsaison veröffentlichten HOLYHELL ihr Debutalbum. Vorab gesagt, ich stehe ja heute nicht mehr so sehr auf „Female Fronted Bands“, aber bei HOLYHELL liegt die Sache ein wenig anders. Die Erklärung dazu liegt auf der Hand, bzw. bei Sängerin Maria Breon. Sie schafft es mit ihrer Stimme tolle Rocksongs zu kreiieren. Das liegt zum großen Teil an ihrer Stimme, die sehr variabel rockt und das im wahrsten Sinne des Wortes. Kraftvoll, ausdrucksstark und sicher in allen Tonlagen bildet sie das Highlight auf dem Album. Der Sound ist von vielschichtig ("Revelations"), über tiefgründig ("Prophecy") bis zum symphonisch und epischen ("Eclipse") angelegt. Hinzu kommen interessante Chorparts, die man sehr gut auf „Holy Water“ nachvollziehen kann. Bei dem Instrumentalsong „Mephisto“ zieht sogar orientalisches Flair in die Songs mit ein. Das absolute Highlight auf dem Album ist aber der symphonisch angelegte Powermetal-Song „Apocalypse“. Dieser wurde mit einem wunderbaren Keyboard-Teppich unterlegt. Überhaupt ist Keyboarder Francisco Palomo ein wahres Genie an den Tasten. Das konnte man auch schon mehrfach live miterleben. Der Refrain den Maria auf diesem Song singt dringt sofort in die Gehörgänge ein und will auch nicht mehr hinaus. Toller Song! Fazit: Viele ordnen HOLYHELL in die Gothic-Metal-Ecke ein. Das kann ich nicht bestätigen, denn der Sound ist einfach Metal vom Feinsten, der garniert mit Powermetal und symphonischen Metal ein wahres Klangerlebnis bildet. Für mich ist das Debutalbum von HOLYHELL die Überraschung des Jahres. Sie strotzen nur so vor Energie und Professionalität, was auch auf einen Ausnahmegitarristen wie Joe Stump zurückzuführen ist. Ausfälle sucht man auf diesem Album vergeblich. Alle Musiker von HOLYHELL spielen auf höchstem Niveau und das wird die Band mit Sicherheit sehr weit bringen. Ich hoffe, dass wir von HOLYHELL noch viel hören werden.
Tracklist:
Wings of Light, Prophecy, Revelations, Eclipse, The Fall, Angel of Darkness, Holy Water, Mephisto, Gates of Hell, Resurrection, Last Vision, Apocalypse, Armageddon
www.myspace.com/holyhellofficial
8,5/10 Punkte
Gisela
VÖ: Juni 09

HEARTLYNE
No Retreat No Surrender
Yesterrock/NL Distribution
51:25
Es hat sehr lange gedauert bis die Songs der deutschen Band HEARTLYNE auf CD verewigt wurde, genau 23 Jahre. Bei HEARTLYNE handelt es sich um die Band des heutigen Sängers von Fair Warning und Soul Doctor, Tommy Heart und Soul Doctor Gitarrist Chris Lyne. Die beiden Musiker lösten zur damaligen Zeit einen Sturm der Begeisterung in der Berliner Szene aus. Gut das sich die Band nun dazu entschlossen hat, die lange unter Verschluss gehaltenen Aufnahmen zu veröffentlichen. Beim ersten Anhören fühlt man sich gleich 20 Jahre zurückversetzt und es kommt sehr viel Nostalgie-Feeling auf. Soundmäßig kann man die Stücke zwischen Bon Jovi und Skid Row einordnen. Man fühlt sehr stark den Spirit der damaligen Zeit, als diese Musik angesagt war. Auch heute hat der Sound nichts von seiner Anziehungskraft verloren. Es war eine gute Idee die Songs auf einen Silberling zu bannen und dadurch kann man sich auf eine Zeitreise begeben um in Nostalgie zu schwelgen und sehr gute Rockmusik genießen.
Tracklist:
01. Starlight, 02. No Retreat No Surrender, 03. Victims Of Your Love, 04. Broken Promises, 05. Strike An Arrow, 06. Change (All Over The World), 07. Sacred Heart, 08. Stay With Me, 09. Empty Eyes, 10. Don't Walk Away, 11. Starlight (Different Version)
www.myspace.com/heartlyneberlin
7,5/10 Punkte
Gisela
VÖ: 03.06.09

HEEL
Chaos And Greed
Rivel Records
70:15
Mit „Chaos And Greed“ lassen es HEEL, ganz im Gegensatz zum ersten Album, richtig krachen. Die Zusammenarbeit von David HEnriksson und Marcus ELisson trägt ihre ersten Früchte. War das Debutalbum „Evil Days“ noch nicht so ausgereift, schafft es die Band richtig fetten Sound auf die geneigten Hörer loszulassen. Vor allem legt sich Sänger David Henriksson mächtig ins Zeug und gibt auf den 13 Songs wirklich alles. Die Stücke, woraus man ein wenig Bands wie Helloween oder Gamma Ray raushört, klingen trotz allem sehr modern und ihnen haftet kein Staub aus der Vergangenheit an. Straighter und kraftvoller Hardrock-Metal dominiert die Songs und mit einer Halbballade ("Did You Know")  versucht man sich auch im etwas ruhigeren Fahrwasser. Die guten Songs lassen auch das kitschige Booklet vergessen, denn auf diesem melodischen Powermetal-Album bekommt ihr Value for Money, denn 70 Minuten gute Musik, die man nicht schon irgendwo mal gehört hat, das ist doch was, oder?
http://www.heelsite.com
www.myspace.com/heelsite
8/10 Punkte
Gisela
VÖ: 15.05.09

HARDLINE
Leaving The End Open
Frontiers
51:30
Die Band HARDLINE blickt schon auf eine lange Karriere zurück. Die Band wurde Anfang der 90iger Jahre von den Brüdern Brüder Johnny (Gesang) und Joey (Gitarre) Gioeli gegründet. Hinzu kam dann auch noch Journey-Gitarrist Neal Schon. Mit ihrem ersten Album 1992 schafften sie es auch direkt die Fans auf ihre Seite zu ziehen, obwohl damals gerade die Grunge-Welle auf uns zukam. Es sollte aber sehr lange dauern bis das zweite Album das Licht der Welt erblickte, genau 10 Jahre später. Dieses konnte aber die Erwartungen der Fans nicht so richtig erfüllen. Das soll sich jetzt mit dem neuen Album „Leaving The End Open“ ändern. In der Besetzung Johnny Gioeli (Gesang), Josh Ramos (Gitarre), Jamie Brown (Bass), Atma Anur (Drums) und Michael T. Ross (Keys) veröffentlichen sie nun aber ein Album, welches den Hardrockern unter euch das Herz höher schlagen lassen wird. Frisch und spielfreudig präsentieren sich HARDLINE auf den 11 Songs. Man merkt den Songs an, dass die Chemie innerhalb der Band stimmt. Kurze und knackige Solis von Gitarrist Josh Ramos verfeinern die Songs und durch die Reibeisenstimme von Johnny Gioeli bildet das Tüpfelchen auf dem i. Zusätzlich zu den Rockern gibt es auch noch 4 tolle Balladen, die ein Melodic-Hardrock-Album abrunden. Auf ein solches Album haben die Fans lange warten müssen, aber nun ist es da!
http://www.myspace.com/hardlinerocks
http://www.doubleeclipse.com
8/10 Punkte
Gisela
VÖ: 17.04.09

A

B

C

D

E

F

G

H

I + J

K

L

M

N

O + P

Q + R

S

T

U + V

W-Z + Various