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KICKHUNTER All In AFM Records 54:17 Lang hat man auf ein neues Album von KICKHUNTER warten müssen, aber es hat sich gelohnt. Bei „All In“ setzt die Band wirklich
alles auf eine Karte und herausgekommen ist eine vielseitige Rockscheibe, die mitreißt und welche die unterschiedlichsten Richtungen im Rock abdeckt. So geben sich Songs wie das erdige „Mine All Mine“ über Southern Rock
inspirierte Stücke („Feels Like Home“) bis zu modern angehauchte Rocksongs. In dieser Kategorie kann ich euch nur den Song „Another Tear“ wärmstens ans Herz legen. Die Band rund um Helloween-Bassist Markus Großkopf und
die im deutschsprachigen allseits bekannte Werbestimme, Gitarrist Stefan Aurel Schlabritz, bewies schon vor 3 Jahren mit ihrem Album „Little Monsters“, dass sie das Potential haben eingängige und mitreißende Songs zu
kreieren. Dafür steht das Album „All In“. Dies sind auch die Markenzeichen der Band, die auch vor Balladen keine Scheu hat. Dies beweisen sie uns mit dem Song „Deep In My Heart“, der auch noch mit orchestralen Parts
verfeinert wurde. Auf dem Album befinden sich auch 2 Coverversionen, „Checks In The Mail“ von Victory und der Blondie-Klassiker „Call Me“. Vor allem „Call Me“ gefällt mir sehr gut, weil er in der Version von KICKHUNTER
in neuem Glanz erstrahlt. Was macht „All In“ so einzigartig, ganz einfach, Sounds von der Hammond-Orgel, gemischt mit Slide-Gitarren und Gitarrenbreitseiten wurden gepaart mit Jörg „JC“ Wesenberg´s Rock´n Roll-Stimme.
Hinzu kommen noch die frechen Chöre von Ela und Melanie Black, welche das Album noch mehr aufwerten. Das Markenzeichen von KICHKUNTER ist die Eingängigkeit, die sich durch alle Songs zieht, aber in zu keiner Zeit
langweilig wird. Das Rad wird zwar von KICKHUNTER nicht neu erfunden, aber sie vollbringen es, durch die Mischung verschiedenster unterhaltender Elemente, mehr Unterhaltung zu verschaffen als viele ihrer Genre-Kollegen.
Die 11 Stücke auf „All In“ haben immer wieder etwas Neues zu bieten, was man entdecken muss. Mit diesem Album beweisen die deutschen Rocker endgültig, dass mit ihnen zu rechnen ist. Tracklist: Mine All
Mine, Revolution, Another Tear, Feels Like Home, All In, Shy Shy Shy, Checks In The Mail, Boogie Town, Deep In My Heart, Call Me, Ocean http://www.kickhunter.com/
9/10 Punkte Gisela VÖ: 23.07.10 |
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KORN Korn III - Remember Who You Are Roadrunner Records 44:43 Der Titel des neuen Albums von KORN, "Korn III - Remember Who You Are", ließ mich hoffen,
dass die Band sich wieder darauf besonnen hat, zu ihren Wurzeln zurückzukehren. Als ich die Singleauskopplung "Oildale (Leave Me Alone" hörte, dachte ich, das könnte was werden. Ich hatte auch gelesen,
dass „Korn III - Remember Who You Are” eine Mischung aus älteren und neueren Sounds wäre, weshalb ich natürlich sehr gespannt auf dieses Album war. Schon seit Jahren versuchen KORN an Alben wie dem selbstbetitelten oder
"Life Is Peachy" anzuknüpfen, leider ohne Erfolg. Richtige Kracher, wodurch sie die Szene ja geprägt haben, sucht man auf "Korn III - Remember Who You Are" vergeblich. Dazu klingen die 10 Stücke zu
unfertig. Es fehlt der gewisse Kick bei den Songs. „Korn III – Remember who you are“, ist in vielen Passagen nicht schlecht und verfügt auch über gute Momente, aber richtige Befreiungsschläge sucht man vergeblich.
Irgendwie klingen KORN gehemmt und versuchen es mit angezogener Handbremse. Auch fehlt die Aggressivität die doch den KORN-Sound prägte. Positiv ist aber anzumerken, dass sie die beiden Vorgängeralben
qualitativ toppen und das ist doch schon mal der richtige Weg. Auch die Leistung der einzelnen Musiker und die von Sänger Jonathan Davis sind positiv hervorzuheben. Auch kann man bei einigen Stücken eine gewisse
Ohrwurmcharakteristik feststellen. Die beiden absoluten Highlights auf dem Album sind 'Let The Guilt Go' und 'Oildale (Leave Me Alone)'. Alle anderen sind gut, aber reißen mich nicht vom Hocker. Das ermüdende „Never
Around“ hätte man sich vielleicht sparen können und dafür lieber noch einen Kracher auf das Album genommen. Er plätschert einfach nur dahin und macht den hohen Qualitätsstandard der Kalifornier zunichte. Man merkt aber
zum Glück wieder Ansätze aus ihren glorreichen „alten“ Tagen und das lässt mich hoffen, dass es doch noch was wird. Für alle Fans, welche die beiden letzten Scheiben gut fanden ist dies ein Must-Have, alle anderen
sollten erstmal rein hören und sich selbst ein Bild von der neuen Scheibe machen. Tracklist 1. Uber-time, 2. Oildale (Leave Me Alone), 3. Pop a Pill, 4. Fear Is a Place to
Live, 5. Move On, 6. Lead the Parade, 7. Let the Guilt Go, 8. The Past, 9. Never Around, 10. Are You Ready to Live?, 11. Holding All These Lies
http://www.korn.com 6/10 Punkte Gisela VÖ: 09.07.10 |
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KROHM The Haunting Presence Debemur Morti Productions 65.29 Das aus Seattle stammende Ein-Mann-Projekt KROHM legte schon mit dem Debüt Album "A World Through Dead
Eyes" ein beeindruckendes Werk vor in Sachen Suicide-Black Metal. Das 2. Album von Mastermind Numinas, verantwortlich für Gesang, Gitarre, Bass und Drumcomputer macht auch dort weiter wo er mit seinem Debüt Album
begann. Allerdings hat er diesmal sein Soundspecktrum um kleine Nuancen verfeinert. Geblieben ist das Simple Hypnotische Riffing, die Abgrundtiefen langen depressiven Disharmonien, langsames monotone Druming und
sein prägender verachtender Kreisch-Gesang, sowie die sehr langen Songs die immer über die Sieben Minuten Grenze hinausschießen. Kombiniert mit einer extremen dunklen Atmosphäre die einerseits tottraurig
daherkommt, gleichzeitig aber so lebensverneinend aufgebaut ist das man runter gezogen wird in einen pechschwarzen Strudel. Neu ist, dass er auch richtige Raserei in seine Songs verarbeitet hat. Gleich beim Opener
"Black Shores" fallen Blast-Beats und klirrende Rhythmen über einen hinweg und die Lead Gitarren sägen sich unweigerlich ins Gehirn. Danach verfällt der Song wieder in den typischen Midtempo Sog und wird
tottraurig. Bei "Relic" und "Tra La Carne E Il Nulla" (in Italienisch vorgetragen) hat das Up-Tempo das Zepter in der Hand, wobei "Lifeless Serenade" und "Syndrome" absolute
schwere depressive Mid-Tempo Brocken sind die düsterer nicht sein könnten. Auch in Italienisch ist der rasant treibende Song " I Respiri Delle Ombre" wo Numinas noch mal so richtig den Knüppel aus den Sack
holt. Man kann ruhig sagen, dass sich KROHM echt weiter entwickelt haben aber ihre depressive Ausrichtung nie aus den Augen verloren haben. Dieses Album ist ein verdammt schwarzer hypnotischer Trip und mit Sicherheit
nichts für Leute mit guter Laune. Abgründig, Menschenverachtend und absolut dunkel. Tracklist: 01 Bleak Shores, 02 Lifeless Serenade, 03 I Respiri Delle Ombre, 04 Relic, 05 Memories Of The Flesh, 06 Tra La Carne
E Il Nulla, 07 Syndrome http://www.krohmvoid.com/ http://www.myspace.com/krohmvoid 7/10 Punkte
Carsten VÖ: 01.07.07 |
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KRYPTERIA My Fatal Kiss OnFire Records 55:55 Die deutsche Band Krypteria mit der koreanischen Sängerin Ji-In Cho haben mit My Fatal Kiss ihr drittes Album am Start. Mit neuem
Label im Rücken will man jetzt richtig durchstarten. Den Anfang macht Ignition, und den Song mögen einige schon kennen... Hämmernde Drums, krachende Riffs und die klare, kraftvolle Stimme von Ji-In, aber auch Chöre, die
leicht an gregorianische Choräle erinnert, gepaart mit einer einprägsamen Melodie. Mit dem Gothic Rocker haben sie einen guten Track als Opener gewählt. Beim Titelsong legen sich noch etwas an Härte zu und bewegen sich
schon fast im NDH-Bereich, aber durch Ji-In's Gesang bekommt der Song teilweise schon etwas Zerbrechliches... Die Texte des Albums drehen sich immer in irgendeiner Form um Gut und Böse, Licht und Schatten... Um die
unabdingbaren Gegensetze, die im Leben jedem in irgendeiner Weise begegnen. Diese Thematik zieht sich wie ein roter Faden durch alle Songs. Why (Did You Stop The World From Turning) beginnt mit Klavier und wird zu einem
balladesken Song mit kraftvollen Parts und Passagen, die sehr fragil klingen. Im Verlaufe des Songs überrascht Gitarrist Chris Siemons mit einem neo-klassischen Gitarrensolo. Man legt an Tempo zu bei Deny, schnelles
Drumming treibt den Song an und wird mit melodiösen Gitarrenläufen begleitet. Gesanglich ein Wechselbad mit geflüsterten Passagen, einer eingängigen Melodie und kraftvollem Gesang. Textlich beschäftigt sich The Freak In
Me mit der inneren Zerrissenheit und steht vielleicht am besten für das textliche Konzept. Der Song lebt von dem Kontrast der harten Riffs zu dem gefühlvollen Gesang. Ein Ohrwurm mit symphonischen Elementen ist Dying
For Love. Akustische Gitarre leitet langsam God I Need Someone ein, einen balladesken Song mit leicht symphonischen Touch. Das Gros der Songs wird von Gitarrenriffs angetrieben und ist so deutlich härter, dafür kommt
hier ein wenig Bombast zum Tragen. Now (Start Spreading The Word) ist eine echte Hymne mit einem coolen Gitarrensolo. Als Bonustrack gibt es erst Head First Into A Sea Of Flames, der wieder harte Riffs und Melodie
verbindet, aber dieser Track ist deutlich härter ausgefallen als der Rest von My Fatal Kiss! Der 2. Bonustrack Too Late, Game Over And Goodbye überrascht dann mit einem Duett! Krypteria präsentieren ein hartes,
Gitarren-lastiges mit viel Melodie und einigen Songs, die Ohrwurm-Qualität haben. Anspieltipps: Now (Start Spreading The Word), Deny, My Fatal Kiss und Why (Did You Stop The World From Turning). Tracklist:
Ignition,My Fatal Kiss, Why (Did You Stop The World From Turning), For You I'll Bring The Devil Down, Deny, The Freak In Me, Never Say Die, Dying To Love, Shoot Me, God I Need Someone, Now (Start Spreading The Word),
Head First Into A Sea Of Flames, Too Late, Game Over and Goodbye www.krypteria.de 8,5/10 Punkte Claudia Ehrhardt VÖ: 28.08.09
 KILLSWITCH ENGAGE Killswitch Engage Roadrunner/Warner 38:57
Das KILLSWITCH ENGAGE ursprünglich immer ins Metal-Core Lager gepackt wurden, hatte zwar seine Berechtigung, aber von Album
zu Album gab es immer weniger Core und der Metal Anteil stieg stetig mehr im Sound der Band. Das hat sich auch auf ihrem neuesten
Streich nicht geändert. Mehr Metal und noch mehr Melodie heißt die Devise. Natürlich gibt es auch noch Metal-Core bei der Band, aber
der Einfluss ist immer mehr in den Hintergrund gerückt. Im Gegensatz zu dem etwas sperrigen Vorgängeralbum reihen sich hier etliche
eingängige Hitverdächtige Kompositionen aneinander. Die Band erfindet sich nicht neu (braucht sie auch nicht), aber alle Songs klingen
durchdachter und ausgereifter den je, monumentaler, emotionaler, gefühlbetonter und irgendwie bombastischer. Das fängt bei der
melodiösen Gitarrenarbeit an, geht über den emotionalen Gesang weiter und endet in der Bombenproduktion von Gitarrist Dutkiewicz in
Zusammenarbeit mit Brendan O´Brien ( AC/DC, Pearl Jam). KILLSWITCH ENGAGE haben noch nie so viele Gänsehautmomente
erschaffen wie auf diesem selbstbetiteltem Werk. Damit sind sie auf ihrem kreativen Höhepunkt angelangt der auch ihr kommerziellstes
Werk darstellt. Im modernen melodiösen Metalcore dürfte so schnell keiner an KILLSWITCH ENGAGE herankommen. 8,5/10 Punkte Carsten VÖ: 26.06.09 |
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