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NEW BORN HATE Obsessed STF Records 55.56 Die Heidelberger BORN FROM HATE bescheren uns mit "Obsessed" ihr Debutalbum und kreieren eine wütend bollernde
Mischung aus Hardcore-Grooves und Thrash-Metal gewürzt mit einer Brise Melodic Death. Schön wuchtig produziert und mit ordentlich Adrenalin in den Backen bolzen die fünf jungen Musiker durch ihre 10 Songs, wobei sie
nach Bands schielen wie Hatebreed, Machine Head und auch Richtung Skandinavien geht der Blick. Gleich beim flotten Mosh-Opener "One The Way" springen einen die melodiösen Gitarrenläufe an und gehen über in
fette Hardcore Grooves. Der Doppelgesang wechselt zwischen tiefen Death Gruntz und Hatebreed artigen Brüll-Shouting, zwar nicht sehr abwechslungsreich gestaltet aber effektiv. Das hier nicht nur schnell geschossen wird
zeigt das am Anfang schleppende "K.D.A" das eine düstere Atmosphäre aufbaut aber später schnell explodiert und zwischen langsamen Parts und schnellen stetig hin und her pendelt. In dieser Machart geht es
munter weiter, mal wird die Aggro-Abrissbirne ausgepackt und dann mörteln Grooves fett durch die Botanik. Ein Piano Zwischenspeil sorgt für leise Töne und zusätzlich baut man auch mit ruhigen Spoken-Parts eine düstere
Stimmung auf. Die Twin-Gitarren duellieren sich und auch klassische Metal Riffing a la Judas Priest haben die Jungs auf der Pfanne! Das macht die Songs sehr abwechslungsreich und dadurch auch gut eingängig, trotz aller
Härte und Wut was die Songs alle durchweg kanalisieren. "666" kommt in guter Soilwork Manier daher, ohne allerdings in ein kitschigen Refrain überzugehen. So wird der Song wenigstens nicht kitschig und das
rohe Feeling bleibt erhalten. Was stört sind die zum Teil sehr langen Songs die eine amtliche Spielzeit von 6-7 Minuten aufweisen. Das hätte man ruhig etwas straffer gestalten können. Denn so entstehen einige langatmige
Passagen die etwas langweilig werden. Hier wäre weniger mehr gewesen. Aber trotzdem haben die Heidelberger ein wirklich gutes Debütalbum vorgelegt das Lust auf mehr macht und ich bin gespannt was sich die Jung als
nächstes ausdenken. Tracklist: 01. On the way, 02. K.D.A., 03. The downfall, 04. Facing the demon, 05. The end of obsession, 06. 666, 07. Misanthropist, 08. Unbreakable, 09. The bait, 10. Sometimes
www.newbornhate.de 7/10 Punkte Carsten VÖ: 13.08.10 |
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NEMHAIN From The Ashes Tiefdruck Musik Drummer Adrian Erlandsson (Paradise Lost, At The Gates, Ex-The Haunted, Ex-Cradle Of Filth) hat sich ein neues Betätigungsfeld gesucht und
schwingt sein Stöcke jetzt auch bei der Band Nemhain. Eine Mini EP hat die Formation schon veröffentlicht (Blood Runs Free) und mit "From The Ashes" kommt somit ihr Debütalbum auf den Markt. Musikalisch geht
der Mann mit seiner neuen Band auch ganz andere Wege, denn mit Thrash, Black oder Düster-Metal haben Nemhein gar nichts zu tun. Rotziger Rock´n Roll mit viel Punk-Feeling zockt die Band die zu dem auch eine Frau am
Micro und am Bass hat. Mit dem Titelsong und dem 2. Song "Ana" hauen die fünf Musiker sofort kurze, aber deftigen Uptempo Knaller aus der Hüfte, die deutlich ihre Einflüsse zur Schau stellen. Eine wilde
Mischung aus Motörhead, Ramones und den Misfits donnert über einen hinweg und die dreckigen Gitarrenriffs zwingen einen sofort in die Knie. Sängerin Amber Erlandsson hat eine aggressive aber dennoch melodische Röhre die
sie emotional gut in Szene setzt. Manchmal klingt sie fast wie eine hysterische Göre und driftet ab in etwas zu hohen Tönen, aber trotz dieses kleinen Störfaktors hat sie eine eigenen Stil, der sie von anderen
Rock-Sängerinnen deutlich unterscheidet. Bei "Clear My Eyes" wir die Handbremse angezogen und in den doomigen Parts schimmert ein wenig Danzig durch. Im weitern Verlauf nimmt man an Fahrt wieder auf und
Parallelen zu Black Label Society treten hervor. "Second Skin" ist wieder ein Punk-Rotz Faustschlag der ordentlich Druck macht (The Gits Cover Song) , "Girls Like Honey" und "Dirty
Weekend" sind grooviger und melodischer ausgelegt und spielen schön mit langsamen und Uptempo Parts. In diesen Stil geht es auch munter weiter und Nemhain bestechen mit einprägsamen Refrains und einer druckvollen
Gesamtproduktion. Gelungene Verse, markante Bridges und immer wieder klasse Refrains das sind die Trademakes dieser Gruppe. Wer also eine interessante Punk´n Roll Band entdecken möchte, dem sei hier die Band
aus London ans Herz gelegt. Das ist hier kein glatter Sound sondern ein leicht düsterer, dreckiger, rotziger Mix aus Rock, Punk und einer Prise Metal, der gerade Live besonders viel Energie erzeugen kann und auch
so klingt als ob er direkt von der Straße oder besser gesagt von der Gosse kommt. www.myspace.com/nemheinband Tracklist:
01. From The Ashes, 02. ANA, 03. Clear My Eyes, 04. Second Skin, 05. Girls Like Honey, 06. Dirty Weekend, 07. Jane Doe, 08. Heroin Child, 09. Mr Bronson, 10. Babylonia, 11. The Filth & The Fury, 12. Speed Queen
7,5/10 Punkte Carsten VÖ: 22.01.10 |
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NAZARETH Razamanaz [Re-Release] Union Square Music 59:22 „Razamanaz“ war 1973 das Album, womit der schottischen Band NAZARETH der große Durchbruch gelang. Nun wird dieses
Erfolgsalbum noch einmal veröffentlicht und das noch in edler Aufmachung und zusätzlich noch eine CD mit Bonustracks. Neben den erfolgreichen Songs wie „Broken Down Angel“ und „Bad Bad Boy“ enthält die Scheibe mit Songs
wie dem Rocker „Alcatraz“, dem Bluessong „Vigilante Man“ ausschließlich nur Klassiker der Band. „Razamanaz“ ist zu Recht eines der besten Rockalben aller Zeiten. Nicht zu unrecht gehören NAZARETH zu den größten
Rockbands der 70iger Jahre und mit ihrer Musik haben sie wirklich Geschichte geschrieben. „Razamanaz“ kommt Vinyl-Mini-Replica im Original-Artwork mit 16-seitigen Booklet, für das der renommierte britische
Musikjournalist und Autor Joel McIver die Linernotes verfasst hat. Jeder Rockfan, der „Razamanaz“ noch nicht in seinem Schrank stehen hat, sollte sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen. Ohne Wertung Gisela
VÖ: 14.08.09
 NARNIA Course Of A Generation Massacre Records 42:16
NARNIA aus Schweden haben mit ihrem neuen Album mit German Pascal aus Brasilien auch einen neuen Sänger am Start, der
Gründungsmitglied Christian Lilijegren ersetzt. Bei einen Sängerwechsel stellt sich immer die Frage, kann der neue Mann auch den alten
ersetzen und wie verändert sich das Klangbild der Band. Musikalisch hat sich natürlich nicht viel verändert bei der Melodic-Metal Combo.
Kernige Riffs, melodische Keyboardklänge, welche die Songs tragen und eingängige Refrains mit viel Pathos sind immer noch die
Grundpfeiler des Sounds von NARNIA. Auch die Frickel-Solis hat man beibehalten und geben den kommerziell ausgerichteten Songs noch
einen kleinen Kick an Härte. Sänger German hat viel von Ronnie James Dio und setzt jede Melodie abwechslungsreich um und kann mehr
als überzeugen, auch in der hohen Gesangslinie. Auch das die Jungs insgesamt eine Schaufel mehr an Heavyness an den Tag legen als zuvor steht ihnen gut zu Gesicht. Melodic Metal Fans dürfen getrost zuschlagen!!!
8/10 Punkte Carsten VÖ: 24.07.09
 NAZARETH The Anthology (Best Of)
Union Square Music 155:24 NAZARETH tummeln sich nun, man mag es gar nicht glauben, schon seit 40 Jahren in diesem Business herum. Aktiv wie eh und je haben
sie es in der gesamten Zeit auf 21 Studioalben und auf vielen Compilations wurden ihre Hits verewigt. Viele werden sich jetzt fragen warum
es eine Best-of Veröffentlichung sein muss. Dem kann ich klar entgegenstellen, dass es sich hier um eine liebevoll zusammengestellte CD
handelt, die nicht nur die Hits beinhaltet, sondern auch Coverversionen („Ruby Tuesday“ - ROLLING STONES oder „Cocaine“ - J.J.
CALE) die neben weniger bekannten Songs („Broken Down Angel“ oder „Gone Dead Train“) der Schotten zu brillieren wissen. Auch
einige B-Seiten Stücke ([„Turn On Your Receiver“ oder „Expect No Mercy“) kommen zum Zuge. Einen weiteren Pluspunkt bekommt „The
Anthology“ von mir wegen der großartigen und hochwertigen Aufmachung. Alles in einem Doppel-Digi-Pack verpackt, versehen mit einem
aufwendigem Booklet versehen und einer Band-Historie die vom renommierten britischen Rockjournalisten Dave Ling verfasst wurde. Diese
CD stellt eindeutig unter Beweis, dass es sich bei NAZARETH um eine Band handelt, die sich mit Recht so lange in diesem Business
behaupten konnten, weil sie immer sich selber gegenüber treu geblieben sind. Für Leute welche die Band entdecken wollen eine gute
Gelegenheit, sich mit dieser großartigen Band vertraut zu machen. Für Fans ist dieser Output natürlich unverzichtbar. Ich möchte nur kurz
anmerken das es wirklich ein Erlebnis ist diese Scheibe in den Händen zu halten, denn die Liebe zum Detail geht bei den kühlen Downloads
einfach verloren. Es sind doch diese Booklet oder Digipacks die es so spannend machen und eine Veröffentlichung zu dem macht was sie ist – Spitze! Trackliste: CD 1:
01. Razamanaz, 02. Bad Bad Boy, 03. Broken Down Angel, 04. Woke Up This Morning, 05. Go Down Fighting, 06. Turn On Your
Receiver, 07. Teenage Nervous Breakdown, 08. This Flight Tonight, 09. Sunshine, 10. Shanghai’d In Shanghai, 11. Hair Of The Dog, 12.
Love Hurts, 13. My White Bicycle, 14. Holy Roller, 15. Telegram, 16. Expect No Mercy, 17. Gone Dead Train, 18. Place In Your Heart, 19. No Mean City CD 2:
01. Just To Get Into It, 02. May The Sunshine, 03. Whatever You Want Babe, 04. Holiday, 05. Heart's Grown Cold, 06. Moonlight Eyes,
07. Cocaine (Live), 08. Little Part Of You, 09. Dream On, 10. Where Are You Now, 11. Ruby Tuesday, 12. This Month’s Messiah, 13.
Piece Of My Heart, 14. Winner On The Night, 15. Every Time It Rains, 16. Thinkin’ Man’s Nightmare, 17. Steamroller, 18. When The Lights Come Down, 19. Goin' Loco
www.unionsquaremusic.co.uk ohne Wertung Gisela VÖ: 26.06.09

NASTY IDOLS Boys Town Metal Heaven 47:06 Mit dieser Scheibe kann man getrost in den Frühling starten, den auf “Boys Town” präsentieren uns NASTY IDOLS Kick Ass Rock´n
Roll, der sich langsam aber sicher ins Gehör einschleicht und nicht wieder raus will. Seit 2006 sind die Schweden wieder aktiv und sie
frönen immer noch dem alten Hairstylerock der 80iger Jahre. Das ist auch gut so, denn der hat ja damals auch schon gut gezündet. Die
dreckige Stimme von Sänger Andy Pierce verleiht dem Sleaze-Rock auf „Boys Town“ den richtigen Kick. Highlights auf dem Album sind
der Ohrwurm „48 Hours“, der Rocker "Crashlanding" und das metallisch angehauchte "Evil One". Songs mit Keyboarduntermalung ("Nite
Like This") kommen aber auch nicht zu kurz. Eingängige Refrains sind zu Hauf vertreten und machen die Scheibe zu einem lockeren
Vergnügen. Es macht Spaß der Scheibe zu lauschen und mit einem solchen Album im Gepäck kann der Sommer doch kommen, oder nicht? www.nastyidols.com www.myspace.com/thenastyidols 7/10 Punkte Gisela VÖ: 27.03.09
 NACHTGESCHREI Am Rande der Welt Massacre Records 46.35
Das zweite Album von Nachtgeschrei bietet eigentlich keinerlei große Überraschungen. Wie auch auf ihrem Debüt-Album musizieren die
Musiker im Fahrwasser der 3 großen Mittelalterbands In Extremo, Subway To Sally und Schandmaul herum. Man könnte ihnen vorwerfen
überhaupt nicht originell und eigenständig zu sein, aber damit macht man es sich wohl etwas zu leicht. Zwar bieten Nachtgeschrei 100%
Mittelalter-Metal wie er natürlich auch von den oben genannten Bands gespielt wird, aber wo sich Subway To Sally und In Extremo auf
ihren letzten Werken immer mehr dem Mittelalter Sound abstreifen, sind Nachtgeschrei noch tief und offensichtlicher in dem Sound
verankert. Dudelsäcke, Drehleier, Akustikgitarre und allerlei andere Instrumente (Flöte, Akkordeon) kommen auch hier gekonnt zum
Einsatz und deutsche Texte von weiten Reisen, Kämpfen und dem Gehörnten schwarzen Lord fließen stimmig in die Songs mit ein.
Die Lieder sind mit viel Liebe zu Detail arrangiert und an Eingängigkeit mangelt es nirgendwo. Nennt es Folk oder Mittelalter-Metal,
Nachtgeschrei sind nicht schlechter als ihre Vorbilder und dürften auf jedem Konzert und Daheim vor der Anlage oder auf Partys die
Genre-Fans von ihrer Qualität überzeugen. Auch wenn man mit "Am Rande der Welt" kein neues Kapitel in Sachen Musik aufschlägt. Zumindest eine der bessern Veröffentlichungen aus der Mittelalter-Ecke. www.nachtgeschrei.de Carsten 7/10 Punkte VÖ: 20.03.09
 NASHVILLE PUSSY From Hell To Texas SPV 38:49
Laut Aussage vom musikalischen Oberhaupt der Band, Blaine Cartwright, soll „From Hell To Texas“ das Southern Rock Album sein, was
Alice Cooper nie gemacht hat. Ganz schön überheblich, oder? Fakt ist, nacj drei Jahren Schaffenspause präsentieren uns die NASHVILLE
PUSSY´s ein kleines Schmuckstück ihres Genres. Auf diesem Album zeigen sie was sie am Besten können, Songs kreieren, die man in
jedem Film einbauen könnte. Klar ist aber doch, dass sie stellenweise wirklich ein wenig wie die Songs des „frühen“ Alice Cooper klingen.
Der Sound des Albums ist erdig und dreckig welches den Songs gut zu Gesicht steht. Wie schon auf den früheren Alben gehen die
NASHVILLE PUSSY´s kein Experiment ein, denn sie verzichten davor ihren exzellenten Sound zu verwässern. Die Mischung aus
Südstaatenrock, Punk und 70's Rock'n'Roll wird gekonnt präsentiert und etwas anderes hätte ich auch nicht von ihnen erwartet. Also Hut auf, die Cowboy-Stiefel an und los geht es! www.nashvillepussy.com 7/10 Punkte Gisela VÖ: 30.01.09 |
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