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Special

PRETTY MAIDS
Pandemonium
Frontiers Records
49:44
Es ist endlich soweit: nach stolzen 4 Jahren Wartezeit bringen die dänischen Metaller PRETTY MAIDS endlich ein neues Werk auf den Markt: PANDEMONIUM heißt das gute Stück und es dürfte so einige überraschte Gesichter geben, denn die Altrocker geben seit etlichen Jahren endlich mal wieder ordentlich Vollgas! Das hat selbst mich als eingefleischten Fan, der die Band seit 20 Jahren durch Hochs und Tiefs begleitet, in positiver Weise umgehauen. Schon der Opener und Titelsong "Pandemonium" liefert Grund zur Vorfreude auf elf starke Songs, die es weder an Power, noch an Abwechslung fehlen lassen. Eingängige Keyboardklänge ergänzt durch starke Gitarrenriffs und ein spannungsaufbauendes Intro lassen es von Anfang an krachen, dazu überrascht Ronnie mit einem für ihn eher untypischen aggressiven Gesang, was dem Song das gewisse Etwas verleiht. Es ist wie eine Verschmelzung von Back to back und Planet Panic. Gleich darauf folgt der nächste Reißer: I.N.V.U. ist total im 80er Jahre Stil gehalten mit zeitgemäßem Schliff - ein klasse Midtempo Song, der absolutes Hitpotenzial hat und garantiert keinen Headbanger kalt lassen wird. Bei dem Meisterstück kann man einfach weder seine Füße noch seinen Kopf stillhalten! Natürlich kommen die wunderschönen Balladen bei Pretty Maids niemals zu kurz und "Drops of Heaven", gleichzeitig auch die erste Single aus PANDEMONIUM, gehört neben "Breathless" genau in diese Kategorie. Mitsingen ist angesagt! Mit "Cielo Drive" gibt es wieder eine rasante Temposteigerung, und im Gegensatz zu den letzten Alben der Band, wird das flotte Tempo bis auf wenige Ausnahmen beibehalten. Es gibt nicht einen Lückenfüller, sondern durchgängig klasse Songs, die begeistern. Auffällig an diesem 12. Studioalbum der Dänen ist, dass die Jungs anscheinend zu neuem Leben erwacht sind: Power, Spielfreude und vor allem der Biss, der bei den letzten Werken scheinbar gefehlt hat, sind diesmal vom ersten bis zum letzten Song vorhanden. Dafür kann es von mir nur die volle Punktzahl geben, denn meiner Meinung nach ist dies vielleicht sogar das beste Album überhaupt, dass die Pretties je abgeliefert haben!
Track List:
01. Pandemonium, 02. I.N.V.U., 03. Little Drops Of Heaven, 04. One World One Truth, 05. Final Day Of Innocence, 06. Cielo Drive, 07. It Comes At Night, 08. Old Enough To Know, 09. Beautiful Madness, 10. Breathless, 11. It Comes At Night (Remix)(Bonus Track)
www.pretty-maids.de
www.prettymaids.dk
10/10 Punkte
Katharina Syczewski
VÖ: 14.05.10

PRO PAIN
Absolute Power
AFM-Records
37.12
Der Titel des neuen Albums der Hardcore-Veteranen PRO PAIN hat mich ein bisschen aufs Glatteis geführt. Bei diesem Titel dachte ich zuerst dass man es jetzt mit der brutalsten und heftigsten Veröffentlichung von Haudegen Gary Meskil und seiner Hintermannschaft zu tun hat. Doch nach mehrmaligen Hören von "Absolute Power" lag ich aber doch ein wenig daneben. PRO PAIN geben sich abwechslungsreicher, melodiöser und auch eingängiger als jemals zuvor. Aber hauen auch mächtig auf den Putz und fahren bei einigen Songs ein brutales Bollwerk auf. Die Songs die den Stempel "Absolute Power" voll und ganz verdienen sind unter anderem der Opener "Unrestrained" der in typischer Hardcore Manier schnell und schnörkellos mit fetten Grooves vorgetragen wird. Die zweite Nummer "Destroy Your Enemy" kommt auch mit fetten Grooves und brutalen Riffing a´la Pantera aus der Hüfte und begeistern mit Tribal-Drumming wie ihn Sepultura auch mal zelebriert haben. "Stand My Ground" ist das volle Thrash Brett mit Schmier (Destruction) als Gastshouter. Der etwas schräg klingende Refrain gibt diesem Hass-Brocken seine besondere Würze. Auch der Rausschmeisser "Hate Coalition" ist dann auch noch die volle Abrissbirne und PRO PAIN packen die Blast Beats aus und prügeln wild um sich. So wie es auch Gary Meskil manchmal gerne jenseits der Bühne macht (sorry, der kleine Seitenhieb musste sein). Zwischen diesen harten Nummer schleichen sich dann das eingängig metalisch groovende "Road To Nowhere" mit "Hoho" Gesang-Parts und einprägsamen Refrain ein! Das folgende "AWOL" ist purer Punk-Rock mit Misfits-Einflüssen und äußerst partytauglich arrangiert! "Hell On Earth" ist eine treibende Fast Forward Nummer die immer wieder mit Doublebass Attacken nach vorne gepusht wird und hier spielen PRO PAIN sehr variabel mit dem Tempo. "Divided We Stand" atmet wieder Punk Flair und hier könnten auch die Böhsen Onkelz Pate gestanden haben, mit ordentlichen Gröhl-Parts. Danach kommt der Rock´n Roll Track "Gone Rogue (I Apologize)" der fast schon chartkompatibel ist und sehr relaxt und eingängig klingt. " Rise Of The Antichrist" geht dann zurück zum schnellen Hardcore und zeigt die Wurzeln der Band auf. Auch wenn PRO PAIN mit einigen Experimenten daherkommen auf "Absolute Power" merkt man aber doch immer wer hier hinter den abwechslungsreichen Songs steht und wenn man ohne Scheuklappen an die Scheibe her ran geht wird man ein sehr starkes Album entdecken das den Titel „Absolute Power“ doch dann zu Recht trägt.
Tracklist:
1. Unrestrained 2. Destroy The Enemy 3. Stand My Ground 4. Road To Nowhere 5. AWOL 6. Hell On Earth 7. Divided We Stand 8. Gone Rogue (I Apologize) 9. Rise Of The Antichrist 10. Hate Coalition
www.myspace.com/propain
8/10 Punkte
Carsten
VÖ: 07.05.2010

OCTOBER FALLS
The Womb Of Primordial Nature
Debemur Morti Productions
38:11
Finnen sind ja bekannt dafür beklemmende, tiefgründige, emotionsgeladene und düstere Musik zu erschaffen und in diesem Kontext befinden sich auch Oktober Falls. Ihre 4 überlangen Songs erreichen alle fast die 10 Minuten Grenze und sind schlicht mit den römischen 4 Zahlen beziffert. Oktober Falls entführen den Hörer in den vier monumentalen Kunstwerken in eine musikalische Klangwelt die auf beklemmende, depressive, melancholische und zerrissenen Emotionen basiert. Das eingebettet in ein Black Metal Gerüst, das vor allen in ihren rasanten Parts deutlich herausragt. Getragen wird das alles auf einem dominantem Doublebass Teppich, filigranen Gitarren-Solis und atmosphärischen dezenten Keyboards. Oktober Falls spannen einen gekonnten Bogen von treibenden Abschnitten zu majestätischen melodischen Parts bis hin zu langsamen getragenen Midtempo-Passagen und Akustischen Einspielungen. Der Sound ist auch sehr gelungen und bietet gerade allen Instrumenten genug Freiraum sich zu entfalten, darum ist die verzweifelt klingende garstige Stimme wohl auch etwas in den Hintergrund gemischt. Die Nähe zu Bands wie Ulver, In The Woods und auch Empyrium sind nicht von der Hand zuweisen und auch leichte Parallelen zu Katatonia und Opeth kann man heraus hören, damit sollte klar sein das man die Musik nicht mal einfach so nebenbei hören kann in geselliger Runde. Dieses Album schreit danach alleine erforscht zu werden am besten noch im dunklen Kämmerlein und bei Kerzenlicht. So kann man tief eintauchen in Oktober Falls Klangwelt und so kommen die düsteren Emotionen die die Songs transportieren am intensivsten rüber. Willkommen auf einer breit gefächerten Reise der tiefsten Gefühle der dunklen Musik.  
7/10 Punkte
Carsten
VÖ: Juni 2008

PARADOX
Riot Squad
AFM Records/Soulfood
43.03
Jawohl, das sogenannte Thrash Revival hält unvermindert an. Junge und auch gerade die ältere Garde beglücken die Thrash Fans Monat für Monat zum größten Teil mit herausragenden Alben. Als beste Beispiele sind hier mal Exodus und Testament genannt. Zwar höre ich schon wieder einige Nörgler rummeckern, aber solange die meisten Bands Qualität und begeisternde Veröffentlichungen an den Start bringen kann von mir aus das ewig so weiter gehen. Die Deutschen PARADOX haben auch  mit ihrem Comeback Album "Electrify" vor zwei Jahren ein Megastarkes Album auf den Markt gebracht und überzeugten auf ganzer Linie! Auf ihrem neusten Werk geht es auch so weiter, nur das sie in Sachen Tempo eine Schippe mehr drauf legen. Was mich als Geschwindigkeit-Fanatiker besonders freut. Aber das ist eigentlich Nebensache, denn was zählt ist das sie es mal wieder geschafft haben ein Riff-Inferno vom Stapel zulassen das es nur so kracht. Wenn diese Album Thrash-Riff Gott Gary Holt (Exodus) hören würde, der hätte mit Sicherheit seine wahre Freude an Paradox und würde vor Begeisterung aus dem Fenster springen. Los geht es mit den zwei Hochgeschindigkeits-Thrashern "Suburban Riot Squad" und "Hollow Peace" die mit ihrem schneidenden Messerscharfen Riffs den geneigten Fan förmlich auspeitschen. Hier verbinden Paradox, wie auch auf allen andern Songs genial ungebremste Härte mit eingängigen dezenten Melodien. "Planet Terror" bringt das 80er Jahre Feeling am besten zur Geltung, klingt aber nicht angestaubt und biete auch Elemente des modernen Thrash. Gelungene Verbindung zwischen neu und alt kann man da nur sagen. "Riptide" und "Rise in Rank" kommen von Tempo dynamischer daher und das mit klasse Bassläufen unterlegte "Nothingness" pumpt einem nur so das Gehirn zu Müsli, kombiniert mit einem starken Refrain. Für die nötige Abwechslung bauen Paradox Groove und Mosh-Parts in die Songs die sofort die Rübe zum Kreisen bringen. Das Thrash Gebolze geht weiter mit "Dream Hero", "No Place To Survive", "Evolution Reset" und dem letzten Arschtritt gibt es mit "Psychoffical". Das alles gespickt mit Solis zu niederknien. Lange Rede kurzer Sinn, Paradox haben eine Scheibe veröffentlicht die Thrash Metal Fans besitzen sollten!!! Diese Scheibe sollte allen Nörglern am Retro-Thrash das Maul stopfen! Oder neues Futter geben um weiter zu motzen. Die sollen ruhig weiter meckern wir Thrash Fans werden weiter Moschen! 
Tracklist: 1. Suburban Riot Squad, 2. Dream Hero, 3. Hollow Peace, 4. Riptide, 5. Evolution Reset, 6. Rise In Rank, 7. Timegrain , 8. Nothingness, 9. Planet Terror, 10. Psychofficial
www.paradox-bangers.de
9,5 Punkte
Carsten
VÖ: 16.10.09

PINK CREAM 69
Live In Karlsruhe
Frontiers Records/Soulfood
112:31
Fans melodischer Metalklänge kennen Pink Cream 69 schon seit Jahren. Die Band startete ihre Karriere 1987 und hatten in den ganzen Jahren nur ein Line-up Wechsel – Sänger Andi Deris verließ die Band um bei Helloween einzutreten. Sie hatten aber Glück in David Readman einen adäquaten Ersatz zu finden. Hinzu kam noch Alfred Koffler, der durch Gesundheitsprobleme bei Live-Gigs durch Uwe Reitenauer ersetzt wurde. Kurze Zeit später wurde er aber auch vollständiges Mitglied der Band. !997 veröffentlichte die Band ihr letztes Livealbum und jetzt folgt „Live in Karlsruhe“. Zusätzlich veröffentlichen sie noch die DVD „Past & Present“ über die ich nur sagen kann, dass sie neben Bonusmaterial wie Interview, Backstageberichte, Liveberichte vom „Monsters Of Rock 2007“, „Das Fest 2007“, „Size It Up - Live In Japan“ von 1992 und alle Videos der Band auch das Karlsruher Konzert enthält. Das Livealbum legt mit „Children Of The Dawn” los und als nächstes präsentieren sie einige ihrer Klassiker aus der Ära Andi Deris – „Do You Like It Like That” und „Hell's Gone Crazy“. Die Fans wurden richtig verrückt als die ersten Töne von „Do You Like It That“ ertönten. Ich finde auch, dass David Readman die älteren Songs wesentlich besser singt als sein Vorgänger. Ebenso können PC 69 einmal wieder eindrucksvoll beweisen, dass sie eine qualitativ hochwertige Liveband sind und dies zeigen sie uns auf diesem Album. Höhepunkte dieses Albums sind meiner Meinung nach “Talk To The Moon”, “Carnaby Road”, “Seas Of Madness” und “Keep Your Eye On The Twisted”. Aber das wird wohl bei vielen anders sein, denn die Geschmäcker sind halt verschieden. Pink Cream 69 schreiben eben Songs auf einem sehr hohen Level und es gibt keinerlei Ausfälle. Die halbakustische Version von „One Step Into Paradise” zeigt Pink Cream 69 von einer ganz anderen Seite. Besonders die emotionalen Vocals von David Readman machen diesen Song einzigartig. Nach einem von David Readman´s Lieblingssongs – „The Spirit“ – verkündet der Sänger, dass er krank sei, aber sein Bestes geben würde… und weiter geht es mit „Livin' My Life For You”! Noch einige Songs folgen um dann mit dem Reggae „So Lonely / No Woman No Cry“, keine Überraschung für die Fans, den Auftritt beschließen. Die letzten beiden Stücke („One Step In Your Paradise“ und „Better Days“) auf der zweiten CD wurden 2007 auf „Das Fest“ aufgenommen und wurden in halbakustischer Form dargeboten, coole Idee! Mit „Live In Karlsruhe“ bieten uns PC 69 ein tolles Best-Of Livealbum und es unterstreicht ihre Livequalitäten. Dieses Album ist nicht nur für Fans von PC 69 etwas, sondern jeder Melodic-Metal Fan sollte dieses Album genießen!
Track list:
CD 1:
1. Children Of The Dawn, 2. Do You Like It Like That, 3. Hell's Gone Crazy, 4. Lost In Illusions, 5. The Hour Of Freedom, 6. I'm Not Afraid, 7. Talk To The Moon, 8. Carnaby Road, 9. Break The Silence, 10. One Step Into Paradise, 11. That Was Yesterday, 12. The Spirit
CD 2:
1. Livin' My Life For You, 2. Welcome To The Night, 3. Seas Of Madness, 4. Keep Your Eye On The Twisted, 5. No Way Out, 6. Shame, 7. So Lonely / No Woman No Cry, 8. One Step Into Paradise (Live, Das Fest), 9. Better Days (Live, Das Fest)
http://www.pinkcream69.com
8/10 Punkte
Claudia Ehrhardt (Übersetzung: Gisela Schmitz)
VÖ: 16.10.09

PUMP
Sonic Extasy
Fastball Music
54:30
Den Namen PUMP sollte man sich merken, denn die Schwaben schwingen richtig die Hardrock und Metal Kelle. Waren doch viele enttäuscht über das letzte Gun´s N Roses Album, oder besser gesagt Axl Rose Album, dann sollte man sich das Album „Sonic Extasy“ mal zu Gemüte führen. Gegen dieses Album klingt „Chinese Democracy“ wie ein laues Lüftchen, nur Herr Rose scheffelt die richtige Kohle. So ist das halt im Business, den Majorlabels interessiert es nicht mehr ob eine deutsche Band gute Mucke spielt, sie sehen nur die Trends. Mit PUMP hat ihr neues Label Fastball Music einen guten Fang gemacht. Schon beim ersten Song „Ready, Aim & Fire“ wird man von der guten Laune des Albums angesteckt. Frisch und unverbraucht kommen die Songs aus den Boxen.  Der Sound fesselt einen von Anfang an und man merkt dass es sich bei den Musikern von PUMP ambitionierte Musiker handelt. Als Band PUMP sind sie nun auch schon 7 Jahre zusammen und haben es geschafft in dieser Zeit als Support für Bands wie Axel Rudi Pell und Queensryche zu spielen. Demnächst werden sie bei einigen Shows mit House Of Lords und UFO zu sehen sein. Mir gefällt „Sonic Extasy“ sehr gut, denn mit ihrem frischen und in die Ohren und Beine gehenden Rock/Metal haben sie es geschafft Old-School Hardrock mit modernen Touch zu versehen. Vor diesem Album würden sicher auch große Bands wie Dokken, Y&T und Tesla ihren Hut ziehen. Weiter so, denn das macht mal wieder richtig Spaß.
Trackliste:
1. Ready, Aim & Fire, 2. Testify, 3. Low Life In The Fast Lane, 4. Never, 5. Couldn´t Care Less, 6. Kiss Of Voodoo, 7. Don´t Get Mad, Get Even, 8. Burning Light, 9. Ain´t Got Enough, 10. All I Could Bleed, 11. Long Road To Nowhere, 12. Cry For The Moon
http://www.myspace.com/pumprocks
8,5/10 Punkte
Gisela
VÖ: 25.09.09

OUTLOUD
We Rock You To Hell And Back Again
Frontiers Records
44:22
Outloud wurde 2008 von Firewind Mitgliedern Bob Katsionis und Mark Cross gegründet. Eigentlich fing alles 2004 an, als Bob Tony Kash Gitarrenunterricht gab. Die Unterrichtsstunden endeten in den Aufnahmen eines Demos und der Einladung eines Sängers aus New York, den sie auf der Firewind Tour in Amerika kennenlernten. Alles klappte gut, bis ein Absturz von Bob´s Computer die ganzen Songs löschte. Also alles auf Angang! Wichtig war auch, dass OUTLOUD eine richtige Band ist, deswegen suchte man nach den geeigneten Musiker. Ende letzten Jahres nahmen sie dann endlich das Album auf, welches jetzt veröffentlicht wurde. Das Album startet mit dem 80iger Jahre Rocker „What I Need“. Er hat das richtige Feeling dieser Zeit – ein Mix aus US-Metal und melodischem Hardrock. Sänger Chandler Mogel ist der richtig für eine solche Art von Musik. Er fügt den Songs auch sehr viele moderne Elemente bei, die nicht fehl am Platze sind. Ein wenig melodischer ist „We Run”. Der Song bekommt durch die Keyboardpassagen eine Spur von skandinavischem Metal á la TNT und Skagerack. Die Keyboards bei „Tonight” erinnern mich ein wenig an den früheren Bon Jovi, aber es ist ein heavy Rocksong mit messerscharfen Riffs. Beim nächsten Song offerieren OUTLOUD uns mit „This Broken Heart” einen powervollen balladesken Song mit symphonischen Touch. Textlich gibt es so etwas schon des Öfteren, aber es wurde gut von der Band umgesetzt. Die Backing-Vocals bei „Wild Life” haben einen Mötley Crue-Touch. Ein echter Ohrwurm ist „Broken Sleep” und ist auch mit 80iger Jahre Sound versehen. Einen Up-Tempo, Gitarrengetriebenen Song bekommt ihr mit „Out In The Night“ zu hören. Er beinhaltet aber nicht nur schnelle Gitarren, sondern er wurde auch noch mit Neoklassischem Gitarrenspiel versetzt. Und wieder wird einem klar, warum Chandler Mogel die richtige Wahl für den Sängerposten war, denn durch seine powervolle Stimme gibt er dem Song das was er braucht. „Lovesigh“ ist eine akustische Ballade, die gerade durch Gitarren und Stimme brilliert. Nicht zu schmalzig, einfach nur sehr emotional. Der letzte Song auf dem Album ist „Out Loud”, der mit einem Judas Priest-Stil daherkommt, aber die Stimme gibt dem Song eine gewisse Ausstrahlung. Dieses Album macht Spaß, mindestens für Fans, die Metall der 80iger Jahre mögen. Ihr findet auf dem Album ein gutes Gleichgewicht zwischen Heaviness und Melodie. Um einige Songs von OUTLOUD anzutesten, empfehle ich euch: „Breathing Fire”, “We Run”, “Out Loud” und “Broken Sleep”.
Tracklist:
What I Need, We Run, Tonight, Search for Truth, This Broken Heart, Breathing Fire, Wild Life, Broken Sleep, Out in the Night, Lovesigh, Out Loud
http://www.myspace.com/outloudtheband
8/10 Punkte
Claudia Ehrhardt
VÖ: 28.08.09

PARANOYA
Atem
Major Threat/Unkraut Recörds
46.42
Paranoya aus Hamm gibt es eigentlich schon sehr lange, ihr Gründungsjahr ist auf das Jahr 1996 festgelegt und konnten bis jetzt erst eine Debüt CD  (No One) und zwei Demos, eine Single und eine Live-CD veröffentlichen. "No One" wurde 2000 veröffentlicht und lange war es danach still geworden um die Punk-Rocker, bis sie Ende 2008 ihr neustes Werk "Atem" auf die Menschheit losließen. Die Band selber beschreibt ihre Musik einfach und treffend als Punk, mehr Schubladen braucht es nicht. Schön das ich mich nicht mit Beschreibungen rumplagen muss den Paranoya machen ihr Ding kein Deut schlechter als ihre Vorbilder aus den 80iger als Deutschpunk noch von Slime, Daily Terror und Abwärts dargeboten wurde. Doch kleine aber feine Unterschiede gibt es dann doch zu entdecken. Paranoya können definitiv ihre Instrumente besser bedienen. Die Produktion der Scheibe ist roh aber dennoch transparent und druckvoll. Kleine kurze Blast-Beats und knackige Melodien geben den Songs eine interessante Note. Somit ist auf dieser Scheibe alles im grünen Bereich und wer Fan von Deutsch-Punk Musik ist (zwei Englische Titel tummeln sich auch auf der Scheibe, mit herrlichem Deutschen Akzent) dürfte glücklich werden mit den Jungs aus Hamm. Mit den Texten sollte man sich auch befassen, die sind gut gelungen und decken politische Themen genauso ab wie persönliche Ereignisse und den tristen Alltag. Alles zusammen gibt das eine gelungene Punk-Scheibe die es sich lohnt anzuhören!!! 
www.majorthreat.de
www.myspace.com/paranoyahamm
7,5 Punkte
Carsten
VÖ: bereits veröffentlicht

POSITIVE STRIKE
Breakout
Horrorbiz
Die Bochumer Positiv Strike veröffentlichen ihr 3. Album und unterstreichen damit das sie sich zutiefst dem Underground-Hardcore verschrieben haben. Wie ihr Name schon sagt ist man zwar dem aggressiven und erbarmungslosen schnellen Hard Core zugetan aber versprüht viel positive Spielfreude. Aber trotz schnellen Prügelorgien legt man bei den 11 Songs durchaus Wert auf die nötige Melodie und Wiedererkennungswert. So sind alle Songs auch für die Bühne geschrieben und dürften live ordentliche Mosh-Pits auslösen. Viele Mit-Gröhlpart werten diese Scheibe noch zusätzlich auf und lassen keine Wünsche offen für eine positive aggressive Hard-Core Pary! Für Fans des unkommerziellen Hard-Cores echt zu empfehlen.
www.positive-strike.com
www.myspace.com/positivestrike
8/10 Punkten
Carsten
VÖ: bereits veröffentlicht

PREY
Knights Of The Revolution
GMR Music/Neo
42:00
Von der schwedischen Band PREY hat man noch nicht wirklich viel gehört. Mit ihrem Debutalbum soll sich das nach ihren Wünschen aber schnell ändern. Eigentlich sollte das auch gelingen, denn ihre Songs sind abwechslungsreich und ihr Melodic-Metal würde auch sehr schnell den Weg in die Gehörgänge finden wenn da nicht ein Manko wäre. Dieses Manko ist die Produktion der Scheibe, denn es geht gar nicht, dass ein Schlagzeug so schlecht abgemischt wird, denn das ist doch, neben den Gitarren der Hauptfaktor für eine Scheibe die knallt. Auch textlich liegt alles im Einheitsbrei, alles schon mal dagewesen. Ich glaube die Band spielt auch gerne textlich mit dem Feuer („Playing With Fire“ oder „Into Fire“). Aber das sind alles Sachen die man in der nächsten Zeit noch angehen kann und ich denke dass sich dann der nächste Output hören lassen kann.
www.prey-nation.com
5/10 Punkte
Gisela
VÖ: 17.07.09

PRIMAL FEAR
16.6. - Before the devil knows you´re dead
Frontiers/Soulfood
60:48
In der Kürze liegt die Würze! Mit dem auf den ersten Blick geheimnisvollen Titel "16.6." liefern die süddeutschen Metaller einen weiteren Knaller, der sich in die wachsende Sammlung ihrer Werke nahtlos einreiht. Wer die Laufbahn der Combo ein wenig verfolgt, wird deren Weiterentwicklung, die seit Devil´s Ground stätig auf dem Vormarsch ist, nicht leugnen können. Immer wieder überrascht die Truppe mit ausgefallenen Songs, die Highlights setzen. Auch auf dem neuen Album ist das so, nur noch wesentlich ausgefeilter. Schon während der Listening Session in Köln, die Mitte März statt findet, bemerke ich, dass diese Scheibe irgendwie ganz anders ist. Anders, als ich erwartet hätte. Sie hat was ganz Besonderes, nämlich den frischen Wind, der neue Impulse und alte Professionalität verbindet. Selten habe ich ein Album erlebt, welches den Spagat zwischen alt Bekanntem und musikalisch neu beschrittenen Pfaden so bravourös schlägt! Jede Menge kraftvoller Mitsinghymnen wie die mitreißenden Stücke "Riding the Eagle", "Under the radar" und "Killbound", die stark an Nuclear Fire Zeiten erinnern, sind enthalten, gepaart mit Knallern wie "Six Times Dead", welches seinerseits wohl jeden vom Hocker reißt durch seinen eingängigen und einladenden Rhythmus, als würde er zum Marsch blasen. Ergänzt wird die Powerscheibe durch absolut Gänsehaut einjagende Stücke wie z.B. das gefühlvolle "No smoke without fire", bei dem vor allem Ralf´s brillante Stimme einmal mehr zeigt, was alles in ihr steckt. Zwei Songs überraschen mich ganz besonders und das auch sehr positiv, nämlich das orientalisch angehauchte "Black Rain" mit seiner tollen Atmosphäre und die außergewöhnliche Ballade "Hands of Time", bei der sich gerade die drei Saitenzupfer die Vocals teilen, während Ralf Scheepers nur einen kleinen Gesangspart übernimmt. Respekt! Alles in allem ein wirklich hervorragendes Album, das alle wichtigen Aspekte unter einen Hut steckt: alt & neu, Power & Gefühl, starke Gitarrenriffs und ausgefallene Soli, kraftvolle und immer präsente Drums, ein Hammerbass, der diesmal mehr Aufmerksamkeit auf sich zieht, als sonst, und starke Vocals, von denen man nicht mehr zu glauben gewagt hätte, dass sie noch eine Steigerung drauf legen würden. Doch sie tun es - einmal mehr...! Soviel Livetauglichkeit gab es außerdem schon lange nicht mehr. Bleibt zu hoffen, dass das neue Songmaterial auf der kommenden Herbsttour ausgiebig zum Einsatz kommt, auch wenn die älteren Songs, die ebenfalls ihren Reiz haben, dafür den Kürzeren ziehen müssen.
Aber bei einem solch explosiven Material und zwei Gitarreros, die musikalisch ein solches Dreamteam abgeben wie Henny Wolter und Magnus Karlsson, wäre das nur wünschenswert!
9/10 Punkte
Kat
VÖ: 22.05.09

PRONG
Power Of The Damn MiXXXer
13th Planet Records
58:57
Ich war schon richtig gespannt auf dieses Album, den nach dem PRONG mit ihrem letzten Album lautstark zurückgekehrt sind, konnte ich mir soundtechnisch nichts unter diesem Remix-Album vorstellen. Da hilft nur eins, rein in den Player, den Lautstärkeregler hochgeschraubt und ab geht es.  Vorweg gesagt, die Songs wurden komplett verändert und man erkennt sie meistens gar nicht mehr wieder. Ist das gut oder schlecht? Ich finde dieses Album sehr interessant, denn es zeigt uns eine Seite von PRONG auf, die wir noch nicht kennen. Die Stücke wurden alle durch den Fleischwolf gedreht und dann mit tanzbaren Beats versehen. Dem noch nicht genug, denn im Endeffekt ist ein industriallastiges Elektroalbum entstanden. Somit ist „Power Of The Damn MIXXer“ ein vollkommen eigenständiges Album geworden. Die Songs wurden  teils von recht prominenten Vertretern der musikalischen Zunft  gemixt. „Worst Of It“ bekam eine Behandlung von Jon Clayden (PITCHSHIFTER) und  Rob Caggiano (ANTHRAX) war für „The Banishment“ verantwortlich. Nicht nur Loops, Samples und Effekte sind auf dem Album zu hören, auch der Gitarrensound wurde sehr stark verändert. Trotz den kalten Klängen besitzt dieses Album genügend Charme um zu überzeugen. Man muss aber trotz allem sehr offen für Musik sein. Für viele Fans von PRONG mag das vielleicht ein wenig zu Elektro- oder industriallastig zu sein, aber wenn man die künstlerische Freiheit mit einbezieht, finde ich "Power Of The Damn MiXXXer" als eine musikalische Erfahrung im Schaffen von PRONG. Mir gefällt dieses gewagte Experiment, aber trotz allem sollte man vor dem Kauf hinein hören.
www.prongmusic.com
8/10 Punkte
Gisela
VÖ: 08.05.09

A

B

C

D

E

F

G

H

I + J

K

L

M

N

O + P

Q + R

S

T

U + V

W-Z + Various